Wir stehen vor einem Outdoorausrüster. Vielfältige Ausrüstung, von Kleidung über Rucksäcke und allerlei notwendige Gegenstände.
In der Freizeit draußen sein, was verbinden wir damit? Gesundheit, Fitness, Unabhängigkeit, Erfolg, Glücksgefühl, etwas geschafft zu haben.
Wanderungen, in den Bergen oder auf dem Jakobsweg, im Taunus oder im australischen Outback, Geführt oder alleine unterwegs.
Frische Luft, Bewegung in der Natur, Erleben von Natur in Wald und Feld, in den Bergen und an der See.
Beobachtung von Tieren, unterwegs in der Frühe, Hasen kreuzen den Weg, ein Rudel Rehe steht etwas abseits am Waldrand, der Milan kreist über mir, Krähen krächzen laut und vernehmlich. Aber auch das Singen der Amsel ist zu hören, das Gezwitscher von Rotkehlchen und Spatzen, manchmal auch die Nachtigall.
Wandern in den Bergen, dann klettern auf den Berggipfel. Das tolle Gefühl, es geschafft zu haben. Die Aussicht genießen.
Mit dem Fahrrad den Fahrtwind genießen, auf glatter Straße schnell voran kommen oder auf Pfaden mit dem Mountainbike durch den Wald und über Hügel.
Unabhängig sein, das Zelt dabei und meine Tour unterbrechen, wo ich will. Ausgerüstet mit dem Nötigen: Schlafsack, Isomatte, Kocher, Wasser, etwas zum Essen.
Kleidung, die den Wind abhält, die vor Regen schützt, aber trotzdem atmungsaktiv ist. Und die auf angenehme Weise warm hält, wenn es kalt ist.
Schutz vor der Sonne, mit Kappe oder Hut, beim Radfahren ein Helm für den Kopfschutz.
Die Schuhe, leicht aber mit kräftiger Sohle, oder Barfussschuhe.
Ebenso der Rucksack, strapazierfähig, aber nicht mehr belastend als nötig, auch längere Zeit angenehm zu tragen.
Und das Fahrrad, so leicht wir möglich, mit hervorragenden Komponenten ausgestattet. Verschiedene Bauweisen für verschiedene Gebrauchssituationen, Radeln, Treckking, Mountainbike, Downhill. Wahlweise mit oder ohne elektrische Unterstützung.
Mt 6,25-31: Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen oder trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Spanne verlängern? Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien des Feldes, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen in den Ofen geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen! Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen?
Mk 6,7-12: Er rief die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen. Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst!
Vor dem Ausrüster stehen wir, Anlass uns Gedanken zu machen, was brauche ich? Was ist nötig, was ist zu viel?
Was brauche ich zum Mensch zu sein, auch um es zu fühlen? Was schirmt mich ab von anderen? Wen brauche ich?
(langsam mit Pausen lesen)
• Wo bin ich Mensch?
• Was brauche ich zu meinem Menschsein? Was ist mir wichtig, womit oder wodurch fühle ich mich gut? Welche Sicherheiten brauche ich?
• Bei der Kleidung, wie regen-, wind-, und wetterfest muss ich sein? Welche Sicherheit brauche ich beim Autofahren, wie geländegängig, hoch und schnell muss mein Auto sein?
• Wie fit muss ich sein, wie braun gebrannt? Perfektion, das Beste vom Besten? Was brauche ich?
• Und: Wo kann ich Mensch sein? Im Fitnessstudio, dann aber stylisch? Auf der Straße, dann aber groß und schnell? Auf der Party, dem Fest, dann aber chic, braungebrannt, nicht zu dick und gut frisiert?
• Was benötigen ich zu meinem Mensch sein?
• Außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen.
• Wie kann diese Anforderung aus der Bibel heute übersetzt werden? Und sie sollten immer zu zweit gehen. Was heißt das, wieviel Gemeinschaft, wieviel Solidarität, Miteinander, Füreinander-Sorgen brauchen wir dann? Und wie schaffen wir uns diese Gemeinschaft?
(Pause)
Herr, wir bitten dich: Hilf uns, damit wir Maß und Ziel haben. Lass uns erkennen, was wir zum Leben brauchen und was Ballast und Ablenkung ist, was uns vom Menschsein und damit vom Miteinander und von dir wegführt. Gib uns Kraft für unser Unterwegssein, gute Menschen an unserer Seite und lass so durch uns die Menschen um uns herum deine Nähe spüren.
Amen
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