Rundtour städtisch familienfreundlich Bergisches Land
Rundtour, hauptsächlich durch städtisches Gebiet. nein, es ist kein Hobby, kein Abarbeiten von Geschichte. Es bleibt mir ein sinnvolles Tun des Pilgerns im Rheinland.
entspannt 3–4 Std 130 Höhenmeter
Entspannt. gute Radwege, leicht zu befahren.
spirituell kulturell
Auf der Runde begleiten mich die zahlreichen Vernichtungslager: Lodz, Auschwitz, Treblinka, Sobibor, Buchenwald, Izbica usw. Menschen, Bürger aus Grevenbroich, den Ortsteilen Gindorf, Gustorf, Hemmerden und Wewelinghoven, die vertrieben, geflohen, entrechtet und gedemütigt wurden und nicht selten in den Suizid gegangen sind. Wieder war ich bedrückt, still und traurig an diesem kalten Tag.
zur Hammhöhe in Grevenbroich Gindorf: Es ist bitterkalt heute .. in dem Gedanken, was mich erwartet .. halte ich durch, kürze ich ab, breche ich ab .. was bin ich meinen "Stolpersteinen" schuldig. Im Gedenken, das es den Menschen nicht nur eisig war .. und sie für Glauben und Tun gestorben sind, fahre ich los
Friedenstraße 81: Sibilla Stein wurde am 17.04.1870 als Tochter von Lazarus Stein und Regina Stein, geb. Levy in Gindorf geboren, sie heiratete Alexander Beretz (*20.08.1856, †unbekannt), drei Kinder sind bekannt: Josef, Johanna und Josefine. Nach der Flucht im Jahr 1939 nach Holland wurde Sibilla im Durchgangslager Westerbork interniert. Von dort aus wurde sie im Jahr 1943 ins KZ Auschwitz deportiert, wo sie am 01.02.1943 ermordet wurde.
Josef Beretz wurde am 05.12.1901 als Sohn von Alexander Beretz und Sibilla Beretz, geb. Stein in Gindorf geboren, zwei Geschwister sind bekannt: Josefine und Johanna. Nach der Flucht im Jahr 1939 nach Amsterdam wurde Josef im Durchgangslager Westerbork interniert. Von dort aus wurde er am 06.04.1943 ins Vernichtungslager Sobibor deportiert, wo er am 09.04.1943 ermordet wurde.
Josefine Beretz wurde am 07.12.1902 als Tochter von Alexander Beretz und Sibilla Beretz, geb. Stein in Gindorf geboren, zwei Geschwister sind bekannt: Josef und Johanna. Nach der Flucht im Jahr 1939 nach Holland wurde Josefine im Durchgangslager Westerbork interniert. Von dort aus wurde sie im Jahr 1944 ins KZ Auschwitz deportiert, wo sie am 28.01.1944 ermordet wurde.
Johanna Gottschalk wurde am 15.11.1905 als Tochter von Alexander Beretz und Sibilla Beretz, geb. Stein in Gindorf geboren, zwei Geschwister sind bekannt: Josef und Josefine. Sie war verwitwet (als Ehemann wird Leo Gottschalk genannt), Kinder sind nicht bekannt. Nach der Flucht nach Den Haag (Quelle) wurde Johanna im Durchgangslager Westerbork interniert. Von dort aus wurde sie im Jahr 1942 ins KZ Auschwitz deportiert, wo sie am 30.09.1942 ermordet wurde.
Mühlenstraße 13: Frieda Baum wurde am 15.09.1878 als Tochter von Alexander Baum und Rebecka Baum, geb. Behr (Strittig: U. a. diese Quelle gibt "Roos" als Geburtsnamen an) in Gustorf geboren. Nach dem unfreiwilligen Umzug der Familie nach Aachen (1939) wird Frieda am 15.06.1942 ins Vernichtungslager Sobibor deportiert, wo sie ermordet wurde. Sie wurde 64 Jahre alt.
Caroline Baum, gesch. Moses wurde 1882 als Tochter von Alexander Baum und Rebecka Baum, geb. Behr geboren. Nach dem unfreiwilligen Umzug der Familie nach Aachen (1939) ist ihr weiteres Schicksal unbekannt.
Alexander Baum wurde am 23.05.1855 als Sohn von Joseph Baum und Henriette Baum, geb. Blech (oder Bleeck) in Elsdorf geboren, als Beruf wird Lehrer angegeben. Er heiratete Rebecka Behr, von sechs Kindern sind zwei Töchter bekannt: Frieda und Caroline. Nach einer Schutzhaft von Alexander im Gefängnis Mönchengladbach (1938) muss die Familie im Jahr 1939 unfreiwillig nach Aachen umziehen. Am 25.07.1942 wird Alexander mit dem Transport VII/2, Zug Da 71, No. 10 von Aachen ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo er am 13.11.1942 ermordet wurde.
Friedenstraße 77: Sara Baruch wurde am 22.10.1859 als Tochter von Abraham Baruch und Clara Baruch, geb. Moses in Oberbieber geboren, sie war verwitwet, Name des Ehemanns war Lazarus Kaufmann, folgende Kinder sind bekannt: Emma. Als Beruf von Sara wird Geschäftsfrau angegeben. Nach dem unfreiwilligen Umzug im Jahr 1938 nach Mülheim an der Ruhr wurde Sara am 21.07.1942 mit dem Transport VII/1, Zug Da 70, No. 423 ab Düsseldorf ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie am 07.01.1943 ermordet wurde.
Emma Kaufmann wurde am 21.02.1886 als Tochter von Lazarus Kaufmann und Sara Kaufmann, geb. Baruch in Gindorf geboren. Nach einem unfreiwilligen Umzug nach Köln wurde Emma am 07.12.1941 ab Köln ins Ghetto Riga deportiert, wo sie ermordet wurde.
Auf dem Wiler 30: Philipp Gordon wurde am 04.11.1879 als Sohn von Jacob Gordon und Caroline Gordon, geb. Esser in Köln geboren, als Beruf wird "Metzger und Händler" angegeben. Philipp heiratete Adele Hirsch, ein Kind (Karoline *11.01.1911)[170] ist bekannt. Nachdem Philipp im Jahr 1938 seinen Heimatort mit Ziel Aachen (Quelle, strittig: Diese Quelle nennt Wuppertal) verlassen musste, wurde er am 22.04.1942 ab Düsseldorf ins Ghetto Izbica deportiert, wo er ermordet wurde.
Adele Hirsch wurde am 13.05.1878 als Tochter von Nathan Hirsch und Sophia Hirsch, geb. Oberländer in Gindorf geboren. Adele war verwitwet (Der erste Ehemann Heymann Lachs verstarb am 21.07.1906), sie heiratete Philipp Gordon, ein Kind (Karoline *11.01.1911) ist bekannt. Nachdem Adele im Jahr 1938 seinen Heimatort mit Ziel Aachen (Quelle, strittig: Diese Quelle nennt Wuppertal) verlassen musste, wurde sie am 22.04.1942 ab Düsseldorf ins Ghetto Izbica deportiert, wo sie ermordet wurde.
Christian-Kropp-Str. 10: Moses Löwenthal wurde am 18.05.1860 als Sohn von Joseph Löwenthal und Helene Löwenthal, geb. Wolf in Gustorf geboren, als Beruf wird Handelsvertreter angegeben. Er heiratete Berta Gottschalk, zwei Kinder sind bekannt: Helene und Isidor. Moses wurde am 21.07.1942 mit dem Transport VII/1, Zug Da 70 ab Düsseldorf ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo er am 27.10.1942 ermordet wurde. Er wurde 82 Jahre alt.
Berta Gottschalk wurde am 06.04.1861 in Mayen geboren, sie heiratete Moses Löwenthal, als Beruf wird Hausfrau angegeben, zwei Kinder sind bekannt: Helene und Isidor. Berta wurde am 21.07.1942 mit dem Transport VII/1, Zug Da 70 ab Düsseldorf ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie am 18.08.1942 ermordet wurde. Sie wurde 81 Jahre alt.
Helene "Leni" Löwenth wurde am 16.03.1894 als Tochter von Moses Löwenthal und Berta Löwenthal, geb. Gottschalk in Gustorf geboren, ein Bruder ist bekannt: Isidor. Helene wurde am 11.2.1941 ab Düsseldorf in Ghetto Riga deportiert, wo sie ermordet wurde. Sie wurde 47 Jahre alt.
Isidor Löwenthal wurde am 26.11.1890 als Sohn von Moses Löwenthal und Berta Löwenthal, geb. Gottschalk in Gustorf geboren, eine Schwester ist bekannt: Helene. Nachdem Isidor seinen Heimatort 1933 verlassen hatte, wurde er 1941 verhaftet und ins KZ Buchenwald deportiert, wo er am 22.06.1942 ermordet wurde. Er wurde 52 Jahre alt.
Gustorf: in Gustorf spricht man auch vom "Dom" wg. der Größe der Kirche. Allerdings: wie üblich .. geschlossen.
am Ortseingang zu Fürth: und wieder mal für zwischendurch: innehalten vor all dem Leid, das die Stolpersteine bekunden.
Am Rittergut 8: und zwischendurch: andächtig verweilen
Landstraße 13: Karl Winter wurde am 11.03.1883 als Sohn von Lazarus Winter und Jenny Winter, geb. Wolf[184] in Hemmerden geboren, er heiratete Rosalie Seligmann, eine Tochter (Hertha) ist bekannt. Karl hatte sechs Geschwister, bekannt sind: Elise und Henriette. Karl wurde am 11.12.1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo er am 28.07.1944 ermordet wurde. Er wurde 61 Jahre alt.
Rosalie Seligmann wurde am 10.09.1885 in Kettwig geboren, sie heiratete Karl Winter, eine Tochter (Hertha) ist bekannt. Rosalie wurde am 11.12.1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo sie am 28.07.1944 ermordet wurde. Sie wurde 59 Jahre alt.
Hertha Winter wurde am 09.03.1913 als Tochter von Karl Winter und Rosalie Winter, geb. Seligmann in Hemmerden geboren, sie heiratete Richard Schmitz, Kinder sind nicht bekannt. Herta wurde am 11.12.1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga verbracht und von dort aus am 01.10.1944 in KZ Stutthof deportiert. Herta starb am 20.02.1945 auf einem Todesmarsch in Richtung Lauenburg in der Nähe von Burggraben. Sie wurde 32 Jahre alt.
Richard Schmitz wurde am 24.08.1910 als Sohn von Levi Schmitz und Fanny Schmitz in Binningen geboren, er heiratete Hertha Winter, Kinder sind nicht bekannt. Richard wurde am 11.12.1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo er ermordet wurde. Er wurde 31 Jahre alt.
Friedrich Theisebach wurde am 03.12.1888 in Hatzbach geboren, er heiratete Elise Winter, Kinder sind nicht bekannt. Friedrich wurde vom 17.08.1938 bis zum 22.12.1938 als Schutzhäftling im KZ Dachau inhaftiert. Am 11.12.1941 wurde er ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo er ermordet wurde. Er wurde 53 Jahre alt.
Elise Winter wurde am 19.03.1889 als Tochter von Lazarus Winter und Jenny Winter, geb. Wolf in Hemmerden geboren, sie hatte sechs Geschwister, bekannt sind: Karl und Henriette. Elise wurde am 11.12.1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo sie ermordet wurde. Sie wurde 52 Jahre alt.
Landstraße 23: Philipp Sachs wurde am 14.08.1898 in Werther geboren, er heiratete Henriette Winter, eine Tochter (Jenny) ist bekannt. Philipp wurde vom 17.11.1938 bis zum 22.12.1938 als Schutzhäftling im KZ Dachau inhaftiert. Am 11.12.1941 wurde er ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo er ermordet wurde. Er wurde 43 Jahre alt.
Henriette Winter wurde am 25.03.1892 als Tochter von Lazarus Winter und Jenny Winter, geb. Wolf in Hemmerden geboren, sie hatte sechs Geschwister, bekannt sind: Elise und Karl. Henriette wurde am 11.12.1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga verbracht, von dort aus am 01.10.1944 weiter ins KZ Stutthof deportiert, wo sie ermordet wurde. Sie wurde 52 Jahre alt.
Jenny Sachs wurde am 20.05.1927 als Tochter von Philipp Sachs und Henriette Sachs, geb. Winter in Barmen-Elberfeld geboren. Jenny wurde am 11.12.1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga verbracht, von dort aus am 01.10.1944 weiter ins KZ Stutthof deportiert, wo sie am gleichen Tag noch ermordet wurde. Sie wurde nur 17 !! Jahre alt.
Am Kirchplatz
Unterstraße 15-17: Julius Katz wurde (lt. aller bekannten Quellen) am 24.09.1884 als Sohn von Josef und Ester Katz in Wevelinghoven geboren, als Beruf wird Metzger angegeben. Er heiratete Meta Schwed, fünf Kinder sind bekannt: Martha (*1911, überlebt), Irma (*1913, überlebt), Josef (*1914, überlebt), Karl (*1923, überlebt) und Paula (*1919). Julius wurde am 11.12.1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, als Todesjahr wird dort 1942 (strittig: Diese Quelle gibt hier das Jahr 1943 an) angegeben. Er wurde 59 Jahre alt.
Meta Schwed wurde am 25.12.1881 als Tochter von Max und Ida Schwed in Reichmannsdorf geboren. Sie heiratete Julius Katz, fünf Kinder sind bekannt: Martha, Irma, Josef, Karl und Paula (*1919). Meta wurde am 11.12.1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, als Todesjahr wird dort 1942 (strittig: U.a. diese Quelle gibt hier das Jahr 1943 an) angegeben. Sie wurde 62 Jahre alt
Paula Katz wurde am 02.01.1919 als Tochter von Julius Katz und seiner Ehefrau Meta Katz, geb. Schwed in Wevelinghoven geboren, vier Geschwister sind bekannt: Martha, Irma, Josef und Karl. Paula hatte eine Tochter: Recha. Paula wurde am 11.12.1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, als Todesjahr wird dort 1943 angegeben. Sie wurde 24 Jahre alt.
Recha Katz (auch „Reha“ genannt) wurde am 01.05.1939 als Tochter von Paula Katz in Wevelinghoven geboren. Paula wurde am 11.12.1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga verbracht, von dort aus am 02.11.1943 ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo sie im gleichen Jahr noch umgebracht wurde. Sie wurde nur 2 !! Jahre alt
die Stolpersteine konnten vor Ort nicht gefunden werden.
Grevenbroicher Str. 14: Emma Vossen wurde am 20.07.1881 in Wevelinghoven geboren, ein Bruder ist bekannt: Josef. Emma wurde am 11.12.1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo sie ermordet wurde. Sie wurde 60 Jahre alt.
Josef Vossen wurde am 08.05.1886 in Wevelinghoven geboren, eine Schwester ist bekannt: Emma. Nachdem Josef gedemütigt und entrechtet wurde, verstarb er am 29.06.1940 in Wevelinghoven. Er wurde 54 Jahre alt.
Hans-Gottfried Benrath Park: .. ach, hätte die Peiniger doch mal der Blitz getroffen, bevor sie so viel Unheil anrichten konnten.
Bahnstraße 79: Joseph Katz wurde am 24.02.1887 als Sohn von Abram Katz und Berta Katz, geb. Kaufmann in Gindorf geboren, er heiratete Rose Lieber (Schicksal unbekannt), als Beruf wird Metzger angegeben. Joseph emigrierte nach (Österreich – strittig Quelle – und) Belgien. Im Jahr 1942 wurde er in Mechelen interniert und von dort aus am 10.10.1942 mit dem Transport XIII ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo er am 23.10.1942 ermordet wurde. Er wurde 55 Jahre alt.
Bahnhofvorplatz: .. es gilt zu vermuten, das von hier aus mancher Deportierte seine "Reise" in eine gewisse / ungewisse Zukunft angetreten hat.
Orkener Str. 92: Alexander Katz wurde am 04.08.1882 als Sohn von Abraham und Rebecka Katz in Gindorf geboren. Er heiratete Elfriede Voss, als Beruf wird Viehhändler angegeben. Nach einem – sehr wahrscheinlich unfreiwilligen – Umzug nach Köln (Quelle) emigrierten Alexander und Elfriede nach Frankreich. Am 02.09.1942 wird Alexander mit dem Transport 27, Zug 901-22 von Drancy ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo er ermordet wurde. Er wurde 60 Jahre alt.
Elfriede Voss wurde am 29.06.1893 als Tochter von Jakob und Johanna Voss in Mönchengladbach geboren. Sie heiratete Alexander Katz, Kinder sind nicht bekannt. Nach einem – sehr wahrscheinlich unfreiwilligen – Umzug nach Köln (Quelle) emigrierten Alexander und Elfriede nach Frankreich. Am 02.09.1942 wird Elfriede mit dem Transport 27, Zug 901-22 von Drancy ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo sie ermordet wurde. Sie wurde 59 Jahre alt.
Orkener Str. 88: Louis Burrack (Strittig: In dieser Quelle wird auch der Familienname Burrak genannt) wurde im Jahr 1892 als Sohn von Abba Burrack und Selda Burrack, geb. Merber in Riga geboren. Er war unverheiratet, als Beruf wird Kaufmann angegeben. Louis wurde 1938 ausgebürgert und konnte über Frankreich nach Litauen fliehen. Dort wurde er ins Ghetto Riga deportiert und im Jahr 1942 ermordet. Er wurde 50 Jahre alt.
Edith Ruth Dubowsky (Strittig: Diese Quelle nennt Dubowski als Geburtsnamen) wurde am 26.02.1907 als Tochter von Lewin Dubowsky und Johanna Ella Dubowsky, geb. Rosenthal in Tilsit geboren. Sie heiratete Siegfried Burrack, eine Tochter (Hannelore) ist bekannt, die Ehe wurde geschieden. Edith und ihre Tochter konnten über Frankreich nach Litauen fliehen, am 21.06.1941 wurden beide in Kazlų Rūda erschossen. Sie wurde 34 Jahre alt.
Hannelore Burrack wurde am 23.01.1934 als Tochter von Siegfried Burrack und Edith Ruth Burrack, geb. Dubowsky in Grevenbroich geboren. Hannelore und ihre Mutter konnten über Frankreich nach Litauen fliehen, am 21.06.1941 wurden beide in Kazlų Rūda erschossen. Sie wurde nur 7 !! Jahre alt
Bahnstraße 16: Rose Levy wurde am 04.03.1886 als Tochter von Isaak Levy und Helene Levy, geb. Samuel in Rhoden geboren. Sie heiratete Mejer Eichengrün, als Beruf wird Hausfrau angegeben. Nach einem unfreiwilligen Umzug nach Köln (im Jahr 1939) wurde Rosa 1941 ins Ghetto Lodz verbracht. Von dort aus wurde sie ins Vernichtungslager Kulmhof deportiert, wo sie im Mai 1941 ermordet wurde. Sie wurde 57 Jahre alt.
vor Bahnstraße 16: .. und wo ist das Denkmal für all die "Gefallenen" jüdischen Menschen und die, die wegen des Widerstandes gegen das NS-Regime ermordet oder in den Tod getrieben wurden?
Bahnstraße 3-5: Selka Oberschützky wurde am 30.01.1892 als Tochter von Joseph Oberschützky und Pauline Oberschützky, geb. Katz in Immenrode geboren, eine Schwester (Hedwig) ist bekannt. Selka heiratete Philipp Kaufmann, als Beruf wird Hausfrau angegeben. Nach dem unfreiwilligen Verzug der Familie nach Neuss wurde Selka von dort aus im Jahr 1941 ins Ghetto Litzmannstadt verbracht, von dort im Jahr 1942 weiter ins Vernichtungslager Kulmhof deportiert und dort im September 1942 ermordet. Sie wurde 50 Jahre alt.
Hedwig Oberschützky wurde am 29.11.1886 als Tochter von Joseph Oberschützky und Pauline Oberschützky, geb. Katz in Immenrode geboren, eine Schwester (Selka) ist bekannt. Als Beruf wird Handelsvertreterin angegeben. Nach dem unfreiwilligen Verzug der Familie nach Neuss wurde Hedwig von dort aus im Jahr 1941 ins Ghetto Litzmannstadt verbracht, von dort weiter am 06.05.1942 ins Vernichtungslager Kulmhof deportiert und dort am 07.05.1942 ermordet. Sie wurde 56 Jahre alt.
Philipp Kaufmann wurde am 04.06.1895 in Gustorf geboren. Er heiratete Selka Oberschützky, als Beruf wird Schuhhändler angegeben. Vom 17.11.1938 bis 19.12.1938 wurde er im Konzentrationslager Dachau in Schutzhaft inhaftiert. Nach dem unfreiwilligen Verzug der Familie nach Neuss wurde Philipp von dort aus im Jahr 1941 mit dem Transport 13 ab Düsseldorf ins Ghetto Litzmannstadt verbracht, von dort weiter am 07.05.1942 ins Vernichtungslager Kulmhof deportiert und dort am 08.05.1942 ermordet. Er wurde 47 Jahre alt.
Bahnstraße 4: Moritz Hertz wurde 1853 geboren, er heiratete am 09.05.1884 in Würselen Julia Marx, Kinder sind nicht bekannt. Moritz verstarb am 20.11.1938, er wurde Opfer des Pogroms. Er wurde 85 Jahre alt.
Julia Marx wurde am 05.11.1859 als Tochter von Moises Marx (*06.12.1823, †14.07.1905) und Johanna Marx, geb. Hirsch (*02.04.1831, †27.11.1901) in Alsdorf geboren. Sie heiratete am 09.05.1884 in Würselen Moritz Hertz, Kinder sind nicht bekannt. Julia wurde in die Heilanstalt Bendorf-Sayn eingewiesen, wo sie am 11.02.1942 – kurz vor der Deportation aller Insassen – verstarb. Sie wurde 83 Jahre alt.
Breite Straße 18: Alfred Heinemann wurde am 29.01.1886 als Sohn von Max Heinemann (*11.08.1855, †24.05.1924) und Henriette Heinemann, geb. Anger in Grevenbroich geboren. Alfred heiratete am 13.08.1923 in Haaren Frieda Levy, zwei Kinder sind bekannt: Margot und Ernst. Alfred besaß ein Herren- und Damenkonfektionsgeschäft in Grevenbroich. Die Familie verließ – sehr wahrscheinlich unfreiwillig – den Heimatort und verzog 1935/36 nach Köln. Alfred wurde am 30.10.1941 von Köln ins Ghetto Litzmannstadt verbracht und von dort im Mai 1942 ins Vernichtungslager Kulmhof deportiert, wo er ermordet wurde (strittig: Diese Quelle nennt das Ghetto Theresienstadt als Ziel der Deportation und Todesort). Er wurde 56 Jahre alt.
Margot Heinemann wurde am 08.04.1925 als Tochter von Alfred Heinemann und seiner Ehefrau Frieda Heinemann, geb. Levy in Grevenbroich geboren, ein Bruder (Ernst) ist bekannt. Die Familie verließ – sehr wahrscheinlich unfreiwillig – den Heimatort und verzog 1935/36 nach Köln. Margot wurde am 30.10.1941 mit dem Transport 341 I/382 von Köln ins Ghetto Litzmannstadt verbracht und von dort im Mai 1942 ins Vernichtungslager Kulmhof deportiert, wo sie ermordet wurde (strittig: Diese Quelle nennt das Ghetto Theresienstadt als Ziel der Deportation und Todesort). Sie wurde nur 17 !! Jahre alt.
Ernst Heinemann wurde am 31.10.1928 als Sohn von Alfred Heinemann und seiner Ehefrau Frieda Heinemann, geb. Levy in Grevenbroich geboren, eine Schwester (Margot) ist bekannt. Die Familie verließ – sehr wahrscheinlich unfreiwillig – den Heimatort und verzog 1935/36 nach Köln. Ernst wurde am 30.10.1941 mit dem Transport 342 I/382 von Köln ins Ghetto Litzmannstadt verbracht und von dort im Mai 1942 ins Vernichtungslager Kulmhof deportiert, wo er ermordet wurde. Er wurde nur 14 !! Jahre alt.
Frieda Levy wurde am 29.09.1894 als Tochter von Isaak Levy (*27.04.1849, †07.06.1909) und seiner Ehefrau Sibilla Levy, geb. Hirtz (*31.10.1861, †20.04.1926)[61] in Haaren geboren, sieben Geschwister sind bekannt. Frieda heiratete am 13.08.1923 in Haaren Alfred Heinemann, zwei Kinder sind bekannt: Margot und Ernst. Die Familie verließ – sehr wahrscheinlich unfreiwillig – den Heimatort und verzog 1935/36 nach Köln. Frieda wurde am 30.10.1941 von Köln mit dem Transport 40 I/381 ins Ghetto Litzmannstadt verbracht und von dort im Mai 1942 ins Vernichtungslager Kulmhof deportiert, wo sie ermordet wurde (strittig: Diese Quelle nennt das Ghetto Theresienstadt als Ziel der Deportation und Todesort). Sie wurde 46 Jahre alt.
Steinweg 6: Max Hirtz wurde am 27.01.1885 als Sohn von Adolph Hirtz und Emilie Hirtz, geb. Oster in Grevenbroich geboren. Er heiratete Julia Flörsheim, als Beruf wird Textilhändler angegeben. Nach einem – sehr wahrscheinlich unfreiwilligen – Umzug nach Köln, Mühlgasse 89 im Jahr 1938 (strittig: Diese Quelle nennt hier das Jahr 1939) weichen die bekannten Quellen voneinander ab: U.a. diese Quelle spricht von einer Deportation am 22.10.1941 ab Köln ins Ghetto Litzmannstadt, Max soll dann im Mai 1942 im Vernichtungslager Kulmhof umgebracht worden sein. U.a. diese Quelle spricht von einer Emigration nach Frankreich, einer Internierung im Lager Drancy und einer Deportation am 25.09.1942 ins Vernichtungslager Auschwitz, wo er umgebracht wurde.
Julia Flörsheim wurde am 20.04.1900 als Tochter von Isaak Flörsheim und Sara Flörsheim, geb. Sommer in Bad Wildungen geboren. Sie heiratete Max Hirtz, Kinder sind nicht bekannt. Nach einem – sehr wahrscheinlich unfreiwilligen – Umzug nach Köln, Mühlgasse 89 im Jahr 1939 wurde Julia am 22.10.1941 ab Köln ins Ghetto Litzmannstadt verbracht und von dort aus im Mai 1942 ins Vernichtungslager Kulmhof deportiert, wo sie umgebracht wurde.
Kölner Str. 46: Aron Bloemendal wurde am 04.05.1876 (Strittig: Diese Quelle gibt den 05.05.1875 als Geburtstag an) in Smilde geboren. Aron heiratete Emma Joseph, ein Sohn (Heris) ist bekannt. Die Familie flüchtete über Lüttich (1933) nach Lille (1940). Aron wurde im Sammellager Drancy interniert und von dort aus mit dem Transport 72 ins KZ Auschwitz deportiert, wo er am 30.09.1944 ermordet wurde. Sie wurde 68 Jahre alt.
Emma Joseph wurde im Jahr 1873 in Hülchrath geboren, sie heiratete Aron Bloemendal, ein Sohn (Heris) ist bekannt. Die Familie flüchtete über Lüttich (1933) nach Lille (1940). Emma wurde versteckt und hat dadurch den Holocaust überlebt.
An der Lindenstraße
Kölner Str. 38: Alice Rothschild wurde am 10.02.1895 als Tochter von Gustav Rothschild und Ida Rothschild, geb. Herz in Grevenbroich geboren, eine Schwester (Käthe) ist bekannt. Alice heiratete Adolf Levy (* und † unbekannt). Nach einem – sehr wahrscheinlich unfreiwilligen – Umzug nach Köln im Jahr 1935 wurde Alice am 30.10.1941 ab Köln ins Ghetto Litzmannstadt verbracht. Hinsichtlich des Todeszeitpunkts und -ort weichen die bekannten Quellen voneinander ab: Diese Quelle berichtet von einer Deportation am 26.06.1944 von Lodz in das Vernichtungslager Kulmhof, wo im gleichen Monat umgebracht wurde, diese Quelle gibt als Todesort das Ghetto Lodz an, ein Todesdatum wird hier nicht angegeben. Sie wurde 49 Jahre alt
Käthe Rothschild wurde am 12.08.1897 als Tochter von Gustav Rothschild und Ida Rothschild, geb. Herz in Grevenbroich geboren, eine Schwester (Alice) ist bekannt. Käthe heiratete Erwin Löwenherz (* und † unbekannt). Nach einem – sehr wahrscheinlich unfreiwilligen – Umzug nach Köln im Jahr 1935 wurde Käthe am 20.07.1942 ab Köln nach Minsk deportiert, wo sie – zu einem unbekannten Datum – in der Tötungsstätte Maly Trostinec umgebracht wurde. Sie wurde 45 Jahre alt.
Lindenstraße 27 .. neben der Apotheke: Julie Cahen wurde am 15.06.1864 in Preußisch Oldendorf geboren, sie heiratete #Lazarus Goldstein, drei Kinder sind bekannt: Martha (* 1893, Emigration in die USA, † 1953), Änne (* 1894, Emigration in die USA, † 1974) und Ludwig (* 07.06.1900).. Julie wurde am 25.07.1942 ins Ghetto Theresienstadt verbracht und von dort aus am 26.09.1942 mit dem Transport VII/2 Br 612 ins Treblinka deportiert, wo sie ermordet wurde.
Lazarus Goldstein wurde am 27.12.1857 als Sohn von Levy Goldstein (*23.07.1819, †11.07.1893) und seiner Ehefrau Bertha Goldstein, geb. Bender (*26.04.1830, †09.03.1906)[68] geboren, er hatte elf Geschwister, u. a. Hedwig (*23.03.1868). Lazarus heiratete Julie Cahen (*15.06.1864), drei Kinder sind bekannt: Martha (*1893), Änne (*1894) und Ludwig (*07.06.1900).
Hedwig Goldstein wurde am 23.03.1868 als Tochter von Levy (*23.07.1819) und Bertha Goldstein, geb. Bender (*26.04.1830) in Grevenbroich geboren, sie hatte elf Geschwister, u. a. Lazarus (*27.12.1857). Hedwig wurde am 25.07.1942 ins Ghetto Theresienstadt verbracht und von dort aus am 26.09.1942 mit dem Transport VII/2 Br 610 ins Treblinka deportiert, wo sie ermordet wurde.
Ludwig Goldstein wurde am 07.06.1900 als Sohn des Ehepaares Lazarus und Julie Goldstein, geb. Cahen in Grevenbroich geboren, zwei Geschwister sind bekannt: Martha (*1893) und Änne (*1894). Ludwig beging am 24.09.1939 Suizid in Palästina.
Eschenstraße, Hammhöhe
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