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Sieg, Rhein und Siebengebirge Sieg, Rhein und Siebengebirge

Sieg, Rhein und Siebengebirge

Entfernung in Kilometer
50,5 km
Dauer in Stunden
6–9 Std
Steigung in Höhenmeter
250 Hm
Anzahl der Orte
17 Orte

Tourübersicht

Start Linie Ziel Katholisch-Soziales Institut auf dem Michaelsberg, Siegburg

Charakteristik

Rundtour ländlich Siegburger Land

Rundtour, hauptsächlich durch ländliches Gebiet. "Stadt - Land -Fluss" passt auf diese Tour besonders gut: Bonn mit seiner historischen Innenstaft, der markanten Südstadt und dem sog. Regierungsviertel bietet städtische Impressionen. Die Sieg und vor allem der Rhein stellt uns vor die Frage, was wir in einer Flusslandschaft sehen und das Siebengebirge präsentiert eine Landschaft, die starken Veränderungen unterworfen war.

Schwierigkeitsgrad

anspruchsvoll 6–9 Std 250 Höhenmeter

Anspruchsvoll. In den Stadtbereichen ist entsprechend vorsichtiges Fahren wichtig. Die Auffahrt ins Siebengebirge ist von der Wegstrecke etwas anspruchsvoll, von der Steigung aber auch mit einem guten nichtmotorisierten Fahrrad zu bewältigen

Hintergrund

spirituell kulturell

Die Tagestour bietet eine schöne Rundfahrt von Siegburg entlang der Sieg nach Bonn, von dort weiter ins "romantische" Siebengebirge und über den Pleisbach zurück nach Siegburg. Ländliche und städtische Impressionen wechseln sich ab und unterwegs werden eine bunte Reihe unterschiedlicher kultureller wie kirchlicher Ziele besucht.

ProfilbildUdo Wallraf

Start

Katholisch-Soziales Institut auf dem Michaelsberg, Siegburg

Start
0 km
1

Katholisch-Soziales Institut, Michaelsberg

Kirche
0 km

Das katholisch-Soziale Institut auf dem Michaelsberg befindet sich an einem historischen Ort. Hier stand einstmals eine große Burganlage der Ezzonen. Mitte des 11. Jhs. vertrieb Erzbischof Anno II die Pfalzgrafen und baute an dieser Stelle ein Benediktienerkloster auf, das mit wechselvoller Geschichte und Unterbrechungen bis 2010 bestand. Nach Auszug der Benediktiener wurde die Klosteranlage umgestaltet und mit einem weiteren Neubau ergänzt.
Seit 2017 befindet sich hier das Katholisch-Soziale Instuitut, das seit1947 in Bad Honnef beheimatet war und u. a. Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung und Ethik sowie der katholischen Soziallehre behandelt.
Ebenfalls im Gebäudekomplex angesiedelt ist ein kleines Kloster der unbeschuhten Karmeliten.

Besonderheiten

Der Michaelsberg bietet einen wunderbaren Ausblick auf das Rheinland: Vom Siebengebirge bis in die Eifel und herüber zum Vorgebirge, von der Kölner Bucht bis zur Wahner Heide

tagen.erzbistum-koeln.de

2

Kirche St. Peter

Kirche
12,8 km

Vilich: Der barocke Kirchturm der Vilicher Kirche markiert schon von weitem diese geistliche Institution mit ihrer 1000jährigen Geschichte. Die Edelfreien Megingoz und Gerberga gründen im 10. Jh. ein Frauenstift und übertragen die Leitung ihrer Tochter Adelheid. Adelheids vorbildliches Leben und Wunderberichte nach ihrem Tod 1015 führen zu einer bedeutenden Wallfahrtsbewegung. Die Stiftskirche wird 1040 zu einer romanischen Pfeilerbasilika erweitert. Nachdem 1650 festgestellt wird, dass die Grablege der Heiligen in der Kirche leer ist, verlagert sich die Verehrung in den Nachbarort Pützchen. Dort lebt die Wallfahrt auf, in deren Zuge der „Pützchens Markt“ entsteht, der heute als Großkirmes lockt. Ihre heutige Gestaltung erhielt die Kirche um 1700. Heute thront die Hl. Adelheid auf dem Turm und zeigt, woher der Wind weht.

Besonderheiten

Die alte Stifts- und heutige Pfarrkirche St. Peter ist das Zentrum der jahrhundertealten pfarrlichen Erschließung und Betreuung des rechtsrheinischen Gebiets bis Königswinter. Hier war auch der Wirkungsort der Hl. Adelheid, die neben den römischen Märtyrern Cassius und Florentius seit 2008 als Stadtpatronin Bonns verehrt wird.

3

St. Maria und St. Clemens

Kirche
14,7 km

Schwarzrheindorf: Die dem Hl. Clemens geweihte Kirche ist ein einzigartiges romanisches Juwel im Rheinland. Der Reichskanzler und designierte Kölner Erzbischof Arnold von Wied baut die 1151 geweihte Kirche als Kapelle und Grabeskirche an einer alten Burganlage. Die in Kreuzesform angelegte doppelstöckige Kirche hat die Aachener Pfalzkapelle zum Vorbild. Bereits fünf Jahre nach ihrer Vollendung wird ihr Bestimmungszweck eingelöst. Arnold von Wied stirbt bei einem Wettlauf und wird 1156 in der Kirche beigesetzt. Seine Schwester Hadwig gründet ein Benediktinerinnenkloster, das im 15. Jh. in ein Kanonissenstift umgewandelt wird. Aus der Farbe des Habits der Schwestern leitet sich der Name des Ortes Schwarz-Rheindorf her. Einzigartig ist die Ausmalung der Kirche, die zufällig im 19. Jh. wiederentdeckt wird. Es ist ein glücklicher Umstand, dass diese Kirche, die in der Säkularisation Lazarett, Magazin, Scheune und Pferdestall war, vor dem damals geplanten Abbruch gerettet werden konnte.

Besonderheiten

Auf dem Turm der Kirche St. Clemens in Schwarz-Rheindorf thront kein Hahn, sondern ein Posaunist als Rufer des Herrn, der den Radfahrer schon von weitem begrüßt.

4

Namen-Jesu-Kirche

Kirche
17,8 km

Bonn: Die Namen Jesu Kirche verdankt ihren besonderen Namen einem Holzfund im Rheinbacher Wald. Der 14jährige Johann Thynen entdeckt 1681 beim Holzschlag das Christusmonogramm Jesu IHS im Stamm einer Buche. Der Fund kommt zum Kurfürsten Max Heinrich, der daraufhin den Jesuitenorden fördert. So wird in Bonn die „Namen Jesu Kirche“ gebaut und der Jesuitenorden gefördert. Ihre Bauphase erstreckt sich zwischen 1692 und 1717.

Besonderheiten

Die Kirche ist eine spätgotische Hallenkirche mit barocker Gestaltung und einizgartig in Bonn. Sie besitzt eine in die Straßenfront integrierte Schaufassade mit Doppeltürmen. Der Kirchenraum ist fast um die Hälfte kleiner als die Außenfassade. Die Kirche befindet sich im Besitz des Landes NRW und wird heute als Bischofskirche der Altkatholischen Kirche genutzt.

5

Beethoven-Haus

Kirche
17,8 km

Bonn: Das nächste Ziel ist das Geburtshaus des "berühmtesten Sohnes" der Stadt Bonn, Ludwig van Beethoven in der Bonngasse. Doch es ist nicht der einzige Wohnort der Beethovens in Bonn gewesen. Der junge Ludwig war - auch musikalisch - auf die damalige Stadtpfarrei St. Remigius orientiert, an der er oft an der Orgel spielte.

Besonderheiten

Ludwig war das zweite Kind seiner Eltern Johann und Maria Magdalena van Beethoven und wurde am 16. Dezember 1770 in diesem Haus in der Bonngasse geboren. Nach einer soliden Musikausbildung u.a. bei Franz Ries und Johann Gottlob Neefe, zog er 1792 nach Wien.

6

Kirche St. Martin (Münsterkirche)

Kirche
18,5 km

Bonn: Erstmals 691 urkundlich erwähnt, sind die Ursprünge der Bonner Münsterkirche jedoch wesentlich älter und gehen auf eine spätantike Totengedenkstätte (Cella memoriae) zurück, die um 300 datiert wird. Sie wird mit den römischen Soldaten der Bonner thebäischen Legion Cassius und Florentius in Verbindnung gebracht, die aufgrund ihres christlichen Glaubens der Martyrertod starben und hier bestattet worden sein sollen. Bereits ab 400 entstand ein kleiner Kapellenbau in dessen Boden ein Kreuz eingelassen war, das älteste Zeugnis christlichen Glaubens in Bonn. St. Cassius und Florentius sind mit der heiligen Adelheid die Stadtpatrone Bonns.

Besonderheiten

An Stelle dieser frühchristlichen Kapelle entwickelte sich eine Kloster- und sodann eine Stiftsgemeinschaft, die das Stift St. Cassius und Florentius gründeten, das im Rheinland eines des mächtigsten geistlichen Institutionen wurde. Es bestand über elf Jahrhundete und war damit älter als die heutige verfasste Stadt Bonn.

7

Point de vue - Ehemalige kurfürstliche Residenz

Kultur
18,7 km

Bonn: Der Kaiserplatz bietet vor der heutigen Universität eine der schönsten Perspektiven Bonns: Den Blick durch die Poppelsdorfer Alle mit Schloss Clemensruh und dem dahinter liegenden Kreuzberg mit seiner barocken Kapelle. Es ist ein typischer "Point de vue", wie er in der Landschaftsarchitektur des 19. Jh. üblich war. Hier soll sich auch ein Arbeitszimmer des Kurfürsten befunden haben, von dem aus er den Ausblick genießen konnte.

Besonderheiten

Die Poppelsdorfer Allee wurde ursprünglich als Kanal geplant. Das ließ sich nicht realisieren, da es zu aufwendig gewesen wäre, die Altrheinarme, die sich auch unter der Poppelsdorfer Allee erstrecken, zu regulieren.

8

Poppelsdorfer Schloss Clemensruh

Kultur
19,7 km

Bonn: Das Poppelsdorfer Schloss geht auf eine Wasserburganlage aus dem 14. Jh. zurück. Im Zuge der Umgestaltung Bonns zu einer barocken Residenzstadt unter den Kurfürsten Josef Clemens und Clemens August wurde es zu einer sog. "Sommerresidenz" der Kurfürsten ausgebaut. Die Poppeldorfer Allee verband dabei die große Residenz mit dem Schloss und sollte nach anfänglichen Plänen als Wasserkanal angelegt werden, was aber nie realisiert wurde. Ziel dieser Architektur war es, Gebäude und Landschaft in einen Zusammenhang und einen Dialog miteinander zu stellen. Mit der Säkularisation verfiel das Schloss und wurde 1818 ebenso von der Universität übernommen, wiederaufgebaut und bekam durch den sehenswerten Botanischen Garten eine neue Außengestaltung, die in den Sommermonaten ein lohenswertes Ziel ist.

Besonderheiten

Die barocke Landschaftsarchitektur dachte großzügig und planquadratisch. So sollte die vom Poppeldorfer Schloss Clemensruh nach Westen abgehende Nußalle geradlinig bis zum Schloss Augustusburg in Brühl führen. Die Planung wurde aber nicht fertiggestellt.

9

Südstadt

Kultur
20,3 km

Bonn: Ein besonderes Juwel in Bonn ist die Südstadt. Sie wirkt wie ein Freilichtmuseum der Gründerzeitarchitektur des 19. Jh. in vielen Facetten und Formen und ist eines der größten noch geschlossen vorhandenen Gründerzeitvierteln in Deuschland. Hintergrund seiner Entstehung war die rasant steigenden Einwohnerzahlen und die Notwendigkeit neuer Wohngebiete, vor allem für bürgerliche Schichten wie Professoren, Pensionäre, Kaufleute und die Offiziere der dort liegenden Ermekeilkaserne. Bebauung und Grundriss des bis zur Mitte des 19. Jh. noch weitgehend unbebauten Gebietes geht auf Pläne des Bonner Stadtplaners Paul Richard Thomann zurück. Die Bebauung setzte ab Mitte des 19. Jh. ein und war bis Anfang des 20. Jh weitgehend abgeschlossen. Für die damalige Zeit hoch fortschrittlich war auch der Bau einer Straßenbahnlinie.

10

Kirche St. Elisabeth

Kirche
21,2 km

Bonn: Die Kirche St. Elisabeth wurde in den Jahren 1906 bis 1910 durch den Mainzer Dombaumeister Ludwig Becker erbaut und stellt mit 2.200 Plätzen die größte katholische Gemeindekirche Bonns dar. Sie wurde städteplanerisch in die in den Jahren zuvor erbaute Südstadt eingeplant und ist auch architektonisch eine Besonderheit. Wurde sie doch mit allen angrenzenden weiteren Gebäuden und bis ins Detail der Innenausstattung im neoromanischen Stil errichtet. In der Bauzeit ist dieses eine Besonderheit, da Kirchen im vorgeschriebenen neugotischen Stil errichtet wurden.

Besonderheiten

Die Heilige Elisabeth von Thüringen lebte im 13. Jh. und wurde nicht nur für ihr aufopferndes Engagement für die Armen heiligegesprochen, sondern ist gleichzeitg auch die Schutzpatronin der Frauen. Auch und vielleicht gerade heute ein wichtiges Anliegen.

11

Villa Hammerschmidt

Kultur
22,4 km

Bonn: Die Villa Hammerschmidt ist nicht nur seit 1950 der Sitz des Bundespräsidenten, sondern repräsentiert wie kein zweites Wohnhaus den Glanz der Bauwerke der reichen Industriellen und Privatiers, die im 19. Jh. am Bonner Rheinufer ihre "Sommerresidenzen" errichteten. 1860 von dem damaligen Bonner Stararchitekten August Dieckhoff im repräsentativen klassizistischen Stil für den Kaufmann Albrecht Troost aus der Textildynastie Troost in Mühlheim a.d.R. erbaut, ging das Gebäude schon acht Jahre später in den Besitz des Kaiserlichen Russischen Staatsrat Leopold Koenig über, der durch Zuckerfabrikation in St. Petersburg zu Reichtum gekommen war. Sein Sohn, Alexander König war Gründer des gleichnahmigen Zoologischen Museums gegenüber. 1889 wurde das Gebäude vom namensgebenden Eigentümer, Rudolf Hammeschmidt angekauft, der ebenso in St. Petersburg mit Garn- und Tuchspinnereinen vermögend geworden war. Der Name blieb über verschienden Besitzverhälnisse erhalten und wurde auch nach dem Einzug des Bundespräsidenten weitergeführt.

Besonderheiten

Mit Sitz des Bundespräsidenten wurde das Haus innen wie auch außen stark umgebaut und verändert. Seit Theodor Heuss war es Amts- und teils auch Wohnsitz. Seit 1994 ist es der Bonner Amtssitz des Bundespräsidenten.

www.bundespraesident.de

12

Palais Schaumburg

Kultur
22,6 km

Bonn: Der urspüngliche Bau stammt aus der Mitte des 19. Jh. und wurde als schlossähnliche Rheinvilla von dem Aachener Unternehmer Aloys Knops errichtet. Kurz nach Fertigstellung übernahm der deutschstämmige Amerikaner und Tuchfabrikant Wilhelm Loeschigk die Villa und ließ sie nochmals ausbauen. Die Villa wurde zum gesellschaftlichen Zentrum in Bonn und ging infolge in den Besitz der kaiserlichen Familie Schaumburg-Lippe über. Ab 1939 wurde das Gebäude von der damaligen Wehrmacht übernommen, ab 1945 war hier die belgische Militärführung untergebracht. Seit 1949 ist die Villa Dienstsitz des Bundeskanzlers in Bonn.

13

Haus der Geschichte

Kultur
23 km

Bonn: Das Haus der Geschichte gehört zu der Galerie der neuen Bonner Museen, die als "Museumsmeile" in Bonn bezeichnet werden. Das Haus wurde vom Architektenbüro Rüdiger erbaut und 1994 eröffnet. Es widmet sich der neueren deutschen Geschichte nach 1945 in unterschiedlichen Aspekten. Neben der Dauerausstellung werden kontinuierlich sehenswerte Sonderaustellungen und interessante Veranstaltungen angeboten. Es ist nicht nur für die Bonner ein wichtiger Kulturort, sondern gehört zu den meistbesuchtesten Museen in Deutschland.

Besonderheiten

Vergleichbares gilt auch für die benachbarten beiden großen Kunstmuseen, die Bundeskunsthalle und das Bonner Kunstmuseum.

www.hdg.de

14

Ehemaliges Bundeshaus

Kultur
23,6 km

Bonn: Das Gebäude des ehemaligen Deutschen Bundestages war ursprünglich der Bildung und Lehre verpflichtet und wurde in den Jahren 1930 bis 1933 als Pädagogische Hochschule im Stil der neuen Sachlichkeit errichtet. Nach dem Krieg wurde ab 1948 dort der Parlamentarische Rat untergebracht. Nachdem Bonn zur Bundeshauptstadt bestimmt worden war, hatte hier ab 1949 der Deutsche Bundestag seinen Sitz. Zuvor war durch den Architekten Hans Schippert im Anschluss an die ehemalige Turnhalle der Pädagogischen Akademie ein Plenarsaal errichtet worden. Der Bau eines neuen Plenarsaals zog sich von 1988 bis 1993. In dieser Zeit tagte der Bundestag im benachbarten ehemaligen Wasserwerk. Zwischenzeitlich aber war 1991 der Beschluss zum Umzug der Regierung nach Berlin gefasst worden. Die letzte Sitzung fand 1999 statt.

15

Fachwerkhäuser in Oberdollendorf,

Kultur
31 km

Oberdollendorf: Oberdollendorf ist ein kleiner Ort mit langer Geschichte, der seinen idyllischen Fachwerkcharakter erhalten hat. Bergbau und Weinbau haben ihn geprägt, vor allem letzteres. Das weithin bekannte Weingut Sülz zeugt heute noch davon. Entscheidend war hier das nicht weit entfernt liegende Kloster Heisterbach sowohl für den Weinanbau aber auch für die weiteren Gewerbe. So war das Mühlental durchzogen mit einer Reihe von Wassermühlen für unterschiedliche Zwecke. Aber auch die in der Nähe liegenden großen Steinbrüche auf dem Weilberg und dem Stenzelberg waren wichtige Wirtschaftsfaktoren.

Besonderheiten

Unterhalb des nördlichsten Weinbergs des Rheinlandes liegt die dem Hl. Laurentius geweihte Pfarrkirche. Das Patrozinium verweist auf eine Gründung im 10. Jh., urkundlich wird die Kirche 1144 erstmals erwähnt. Sie unterstand dem Stift Vilich, an dem wir auf unserer Rundfahrt schon vorbeigekommen sind. Aus dieser Zeit stammt noch der dreigeschossige Turm der alten Kirche, die 1792 durch eine Saalkirche ersetzt wird. Anbauten der Nachkriegszeit verändern den Charakter der Kirche nochmals. Erwähnenswert ist das wohl aus dem 12. Jh. stammende helle „Bimsglöckchen“, das kurz vor dem Gottesdienst ertönte.

16

Kloster Heisterbach, Klosterruine

Kirche
33,6 km

Heisterbach: Nach einer schönen Waldstrecke kommen wir zum ehemaligen Kloster Heisterbach mit seiner berühmten Ruine der Chorapsis.

Der Zisterzienserorden, 1098 durch Bernhard von Clairvaux gegründet, baut an abgelegenen Orten Klöster, um ein Gott zugewandtes Leben durch Einsamkeit und Armut zu führen. 1189 übernehmen die Zisterzienser eine Niederlassung der Augustiner auf dem Petersberg und gründen 1193 ein neues Kloster im heutigen Heisterbachtal. 100 Jahre später wird hier die Superlative des Mittelalters gebaut, eine der größten Kirchen des christlichen Abendlandes. Sie wird 1227 der Gottesmutter Maria geweiht und ist mit 17 Altären ausgestattet. Die kulturelle Bedeutung spiegelt sich auch in den Schriften des berühmten Chronisten und Novizenmeisters Caesarius von Heisterbach. Einen Eindruck von den gewaltigen Ausmaßen des spätromanischen Baus vermittelt noch die Ruine der Chorapsis. Doch die große jahrhundertealte Bedeutung des Klosters rettet den Kirchenbau nicht vor dem Abbruch nach der Säkularisation. Das Material wird für den Bau der Festung Ehrenbreitstein und den Napoleonischen Rhein-Maas-Kanal verwertet. Seit 1919 sind Cellitinnen in Heisterbach ansässig und betreiben dort verschiedene Einrichtungen.

17

Steinbruch Weilberg

Kultur
34,6 km

Einer der beeindruckendsten und zugleich aufschlussreichsten Steinbrüche ist der Weilberg, ein Zeuge der ehemaligen vulkanischen Kräfte. In seiner Wand lässt sich die vulkanische Tätigkeit im Siebengebirge seismographisch ablesen. Die Dramatik beginnt vor ca. 30 Mio. Jahren mit einer vulkanischen Eruption : der vom Ascheregen entstandene Trachyttuff wird von unten durch heiße Lava durchtränkt. An den Kontaktstellen bilden sich eine rote Schicht, die Lava wird aufgehalten und erstarrt zu Basalt. Der obere Teil des Vulkans wurde im Laufe der Millionen Jahre abgetragen.
Heute schwer vorstellbar, dass einmal der Rhein über die Kuppe des Weilbergs geflossen ist, aber auch das liegt schon ein paar Jahre zurück.

Besonderheiten

Die Gesteine des Weilbergs wurden ab der zweiten Hälfte des 19. Jh. industriell abgebaut. Eine eigene Talbahn förderte das Gesteinsmaterial zum Rhein. 1940 wurde der Steinbruch stillgelegt.

Ziel

Katholisch-Soziales Institut auf dem Michaelsberg, Siegburg

Ziel
50,5 km

Katholisch-Soziales Institut auf dem Michaelsberg, Siegburg: Die Rundtour endet wieder hier.

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