anmelden pfarr-rad Logo
pilger-pfade Logo
Gegen das Vergessen Gegen das Vergessen

Gegen das Vergessen

Entfernung in Kilometer
48 km
Dauer in Stunden
6 Std
Steigung in Höhenmeter
426 Hm
Anzahl der Orte
14 Orte

Tourübersicht

Start Linie Ziel Zündorf, Endhaltestelle der Linie 7

Charakteristik

Rundtour städtisch Rheinschiene

Rundtour, hauptsächlich durch städtisches Gebiet. Rundkurs, asphaltierte, zu großen Teilen auf autofreie bzw. autoarme Wege. Die Tour verläuft auf dem ersten Teilstück überwiegend durch die Wohngebiete von Spich, Troisdorf und Siegburg. Das zweite Teilstück führt uns über die Felder an Niederkassel …

Schwierigkeitsgrad

entspannt 6 Std 426 Höhenmeter

Entspannt. Leichte Tour, aber zeitaufwendig

Hintergrund

kulturell

Startpunkt ist die Endhaltestelle der KVB Linie 7 in Zündorf. Nach wenigen Minuten erreichen wir die Felder und fahren an Libur vorbei auf Spich zu. In Spich ist das Grab von Rupert Neudeck. Von dort fahren wir auf ruhigen Straßen zum Fluchtboot vietnamesischer Flüchtlinge, die von der Cap Anamur gerettet wurden.

Entlang der Hangelarer Heide und der Christusstatue in St. Augustin erreichen wir in Pützchen den Adelheidisbrunnen und das Grab von Isa Vermehren. Über Vilich und der Siegfähre geht über die rechtsrheinischen Felder zurück nach Zündorf.

<strong>Initiator und Co-Autor:</strong> Heinz Meichsner

Clemens Rott

Start

Haltestelle der Linie 7

Start
0,1 km

Zündorf

1

Wegekreuz Libur

Wegkreuz
4,9 km

Libur: Wir sind schon bald in den Feldern auf dem Weg nach Troisdorf. Hier treffen wir nach kurzer Zeit schon auf das erste Wegkreuz. Bildstöcke werden uns auf dem Weg im ländlichen Raum in großer Zahl begegnen.

2

Grab Neudeck

Kirche
8,8 km

Troisdorf: Am 31.05.2016 starb Rupert Neudeck im Alter von 77 Jahren. Er Mitbegründer der Organisation Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte und Vorsitzender des Friedenskorps Grünhelme e. V.

1979 gründete er angesichts der großen Not vietnamesischer Flüchtlinge im Südchinesischen Meer das Komitee „Ein Schiff für Vietnam“, aus der später die Hilfsorganisation „Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte e. V.“ hervorging.

Benannt wurde sie nach dem Namen des Frachters Cap Anamur, mit dem die Besatzung um Rupert Neudeck über zehntausend vietnamesische Flüchtlinge, die sogenannten „boat people“, aufnahm und nach Deutschland brachte.

3

Bahnhof Spich

Tipp
9 km

Spich: Mögliche Abkürzung der Tour, Anfahrt mit der S-Bahn.

4

Bahnhof Troisdorf

Tipp
12,5 km

Troisdorf: Möglicher Einstieg in die Tour um abzukürzen.

5

Fluchtboot Cap Anamur

Kultur
14,4 km

Troisdorf: In Siegburg an der Straße „Im Grund“ nahe der B8 ist das letzte Boot ausgestellt, von dem Flüchtlinge von der Cap Anamur aufgenommen worden sind.

„Es war dies das letzte Fluchtboot, das Ende April 1982 im südchinesischen Meer durch das rettungsschiff CAP ANAMUR aufgefunden wurde. 52 total erschöpfte und ausgetrocknete vietnamesische Flüchtlinge wurden an Bord genommen, medizinisch behandelt und verpflegt.“

Das Elend der Flüchtlinge zu Meer und zu Land, in Afrika, Asien, Lateinamerika geht weiter. Das Komitee CAP ANAMUR / Not-Ärzte e. V. schickt weiterhin Ärzte, Krankenschwestern, Technik, um überall dort zu helfen, wo Menschen in Gefahr sind, zu verhungern, zu verdursten, umzukommen.

Hinweis

Das Komitee arbeitet von 53842 Troisdorf, Kupferstr. 7 aus. Tel.: 02241/46020

6

Gedenkstein - Fluchtboot Cap Anamur

Tipp
14,4 km

Troisdorf: Die Gemeinschaft Vietnamesischer Flüchtlinge stellte zur Erinnerung und aus Dankbarkeit neben dem Fluchtschiff einen Gedenkstein in vietnamesischer und deutscher Spreche auf.

Neben dem besonderen Dank an Rupert Neudeck, seinem Mitstreiter Ernst Albrecht sowie dem Komitee CAP ANAMUR gilt ihr Dank dem deutschen Volk und der deutschen Regierung für die Rettung und die Aufnahme.

Milchstation

Gastronomie
20,6 km

Menden: Kurz vor der Picknick Zone der Hangalerer Heide oder an der Christusstatue kann man sich an einer Milchstation mit frischen Milchgetränken und Obst der Jahreszeit versorgen (Kleingeld nicht vergessen für den Automaten).

Hangelarer Heide

Natur
21,3 km

Hangelar: Von unserem Weg aus hat man einen schönen Überblick über die Hangelarer Heide gegenüber dem Flugplatz. Was heute so natürlich aussieht ist von Menschenhand geschaffen worden. Heide ist immer Kulturlandschaft, die Gruben entstanden durch Aushub für den Bau der Autobahn A 59. Inzwischen aber hat sich die Natur wieder große Teile zurückgeholt mir seltenen Pflanzen und Tieren.

7

Christusstatue

Wegkreuz
21,9 km

St. Augustin: Die Christusstatue wurde 1959 vom kunsthandwerklichen Betrieb Hans Hegenberg in Essen nach den Plänen des Bildhauers Fidelis Bentele angefertigt. Bis 1980 stand sie auf dem Dach des „Neuen Proper-Hospitals“ in Recklinghausen. 2008 wurde sie freundlicherweise von der Stiftung Prosper Hospital der Steyler Mission geschenkt.

Neben der mächtigen Statue wurde ein großzügiger Rastplatz angelegt. Nach fast der Hälfte der Strecke bietet sich dieser Platz für ein ausgedehntes Picknick an.

8

Steyler Missionshaus

Kirche
22,1 km

St. Augustin: Im Jahre 1913 gründeten die Steyler Missionare in der Ortschaft Hangelar das Missionshaus St. Augustin. Die Stadt Sankt Augustin leitet ihren Namen vom Missionspriesterseminar her. Es diente als Erholungsheim für Steyler Missionare und Wohnheim für studierende Patres. 1925 begann das philosophische Studium, dem sich 1932 das theologische anschloss. Die nationalsozialistische Regierung hob 1941 das Missionspriesterseminar auf vertrieb Professoren und Studenten. Bald nach Kriegsende begannen die Steyler Missionare nach den Aufräumungs- und Bauarbeiten wieder mit dem Aufbau des Noviziates und mit den philosophischen und theologischen Lehrveranstaltungen. Im Jahr 1999 wurde die Hochschule durch die Kongregation für das Katholische Bildungswesen zur Theologischen Fakultät erhoben.

Mehr als 1.000 Priester und Brüder haben bisher in St. Augustin ihre Ausbildung erhalten. Heute leben hier 77 Steyler Missionare (Stand: Dezember 2010), die in verschiedenen Institutionen arbeiten oder ausgebildet werden

(Auszug aus: www.steyler.eu/svd/niederlassungen/sankt-augustin.php)

Hinweis

Von der Tour Strecke her gesehen hinter dem Missionshaus ist zu empfehlen das „Haus der Völker Und Kulturen In Sankt Augustin“, leider nur am ersten Sonntag eines Monats geöffnet, sowie werktags ein Besuch des Buchladens.

Hinweis: www.haus-voelker-und-kulturen.de/

www.haus-voelker-und-kulturen.de

9

Pützchen Brunnen

Kirche
28 km

Pützchen: 1688 wurde dem Karmeliterordens die Wallfahrtsstätte am Adelheidis-Brunnen übertragen. Da der Ansturm von Pilgern wuchs, entschied man sich 1724 zum Bau einer Kirche. 1760 wurde die Kirche geweiht. 1877 brannte die Kirche ab. Dabei wurde die barocke Innenausstattung des Kirchengebäudes vernichtet. Die Kirche wurde bis 1891 wiederaufgebaut und 1942 im Zweiten Weltkrieg erneut stark beschädigt. 1959 wurde sie in Anlehnung an den Zustand des späten 19. Jahrhunderts wieder hergerichtet und 1979/80 umfassend renoviert.

Die später heiliggesprochene Adelheid von Vilich soll im Dürrejahr 1003 bei einer Bittprozession mit ihrem Äbtissinnenstab in den Boden des an der Stelle des heutigen Brunnens gestoßen und so für die unter Wasserknappheit leidenden Anwohner eine Wasserquelle geschaffen haben.

In seiner heutigen Form gibt es den Brunnen seit Mitte des 17. Jahrhunderts. Er ist seit Jahrhunderten ein bedeutender Wallfahrtsort. Dem alaunhaltigen Wasser des Brunnens wird eine heilende Wirkung bei Augenkrankheiten zugesprochen. Am Brunnen waschen sich Gläubige traditionell mit dem Quellwasser die Augen aus. Der Legende nach sollen hier sogar Blinde das Sehvermögen wiedergewonnen haben.

10

Grab Vermehren

Kultur
28,7 km

Pützchen: Am 21. April 2018 wäre sie 100 Jahre alt geworden.

Das Akkordeon ist Markenzeichen Isa Vermehrens. Im Kabarett "Katakombe" hat sie 1933 Premiere. Bis zu dessen Schließung 1935 attackiert Vermehren die Nationalsozialisten mit subtilen Anspielungen. Als Sippenhäftling kommt sie ins Konzentrationslager, weil ihr Bruder 1944 nach England flieht. Nach dem Krieg arbeitet sie zunächst als Künstlerin. Auch unter dem Eindruck ihrer Kriegserfahrungen entscheidet sie sich dann für einen anderen Weg: 1952 tritt sie in den Orden "Sacré-coeur" (Heiligstes Herz Jesu) ein.

Deshalb studierte sie von 1946 bis 1951 an der Universität Bonn Katholische Theologie, Deutsch, Englisch, Geschichte und Philosophie. Dort förderte sie tatkräftig 1949 bis 1951 das Studentenkabarett „Wintergärtchen“. Am 15. September 1951 trat sie in das Kloster der Kongregation der Schwestern vom Heiligsten Herzen Jesu in Pützchen ein. Diese Ordensgemeinschaft war während der Französischen Revolution von der hl. Sophie Barat in Frankreich gegründet worden, um Arbeiterkindern ein Mindestmaß an Bildung zu vermitteln. Die Ordensoberen erkannten Isa Vermehrens Fähigkeit, anspruchsvolle Inhalte lebendig zu vermitteln. Sie durfte unterrichten und wurde ab 1961 mit der Leitung des Sankt-Adelheid-Gymnasiums in Beuel-Pützchen betraut; von 1969 bis zum Eintritt in den Ruhestand 1983 leitete sie die Sophie-Barat-Schule in Hamburg.

Erneut wurde Sr. Isa einem breiten Publikum bekannt, als sie von 1983 bis 1995 in der ARD Das Wort zum Sonntag sprach. Zuletzt lebte Sr. Isa Vermehren wieder im Herz-Jesu-Kloster in Bonn-Pützchen, wo sie auch ihre letzte Ruhestätte auf dem Klosterfriedhof fand.

11

Bahnhof Beuel

Tipp
30,4 km

Bonn Beuel: Hier kann die Tour abgekürzt werden.

12

Stiftskloster St. Adelheidis

Kirche
31,9 km

Vilich: Das 978 von den Eltern der HI. Adelheid gegründete Stift Vilich war Jahrhunderte hindurch der geistige und kulturelle Mittelpunkt der näheren und weiteren Umgebung. Die heutige Kirche St. Peter ist der „Rest“ einer großen romanischen, dreischiffigen Stiftskirche, die 1030 am Ort zweier Vorgängerkirchen errichtet wurde. Sie war zugleich Grabeskirche der ersten Äbtissin, der HI. Adelheid, und Wallfahrtskirche zu deren Verehrung. Der gotische Chor wurde 1280 vollendet, der Barockturm 1700 dem nach den Kriegszerstörungen verkürzt wieder aufgebautem Langhaus vorangesetzt.

Seit 1804 ist St. Peter Pfarrkirche von Vilich. Die Gemeinde feiert alljährlich den Todestag ihrer heiligen Adelheid mit einem mehrtägigen Fest.

13

Sieg-Fähre

Tipp
34,5 km

Bergheim: Die Siegfähre über die Sieg zwischen Bergheim (einem Ortsteil von Troisdorf) und Geislar (einem Ortsteil von Bonn-Beuel) nahe ihrer Mündung in den Rhein ist die einzige Fähre über den Fluss und eine der ältesten noch in Betrieb befindlichen Einmann-Gierfähren Deutschlands.

Die Fährrechte hatte von 1777 bis zur Säkularisation in 1804 das Stift Vilich; seitdem liegen sie in staatlicher Hand und werden nun von der Stadt Troisdorf und der Stadt Bonn wahrgenommen.

14

St. Antonius Plätzchen

Bildstock
38,9 km

Niederkassel: Für die letzten fünf Kilometer auf freiem Feld bis zum Ausgangspunkt unserer Tour rasten wir noch einmal am Bildstock des Hl. Antonius, dem Schutzpatron der Reisenden. Wir finden hier einen wunderschön gestalteten Rastplatz unter hohen Bäumen, im Sommer schattig, im Frühjahr und Herbst windgeschützt.

Ziel

Zündorf, Endhaltestelle der Linie 7

Ziel
48 km

Zündorf, Endhaltestelle der Linie 7: Die Rundtour endet wieder hier.

Wir verwenden Cookies. Mit der weiteren Nutzung unserer Seite stimmen Sie dem zu. Details und Widerspruchsmöglichkeiten finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.
Nutzung von Angeboten Dritter

Diese Website nutzt zur Darstellung von Radwege-Karten Open Street Maps und Gravitystorm, zur Darstellung von Landschaft und Satellitenfotos Mapbox.
Videos im Blog stammen entweder von dieser Website oder medien-tube.de.

Hierbei baut Ihr Browser eine Verbindung zu den Servern des Drittanbieters auf, wodurch automatisch Ihre IP-Adresse sowie Informationen über Ihren Browser, Betriebssystem, Datum/Uhrzeit und die Adresse unserer Website an diese übermittelt werden können.

Tracking-Cookie von Matomo

Matomo wird DSGVO-konform eingesetzt, da es Daten nur innerhalb dieser Website erhebt und verarbeitet. Es dient nicht-personenbezogener Verfolgung der Benutzerinteraktion.