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Auf Schleichwegen von Tal zu Tal Auf Schleichwegen von Tal zu Tal

Auf Schleichwegen von Tal zu Tal

Entfernung in Kilometer
25,5 km
Dauer in Stunden
3–5 Std
Steigung in Höhenmeter
949 Hm
Anzahl der Orte
11 Orte

Tourübersicht

Start Overath Linie Ziel Bergisch Gladbach

Charakteristik

Streckentour städtisch Bergisches Land

Streckentour, hauptsächlich durch städtisches Gebiet. Die Tour beginnt in Overath und führt auf ruhigen Nebenstrecken von Tal zu Tal bis nach Bergisch Gladbach. Auf relativ kurzer Distanz müssen viele Höhenmeter gemeistert werden, dafür gibt es viele interessante Dinge zu sehen.

Schwierigkeitsgrad

anspruchsvoll 3–5 Std 949 Höhenmeter

Anspruchsvoll. Die Tour ist für trainierte Fahrer gedacht. Ein Befahren mit dem E-Bike ist sehr gut möglich; jedoch gibt es auf der Strecke keine ausgewiesene E-Bike-Ladestation.

Hintergrund

kulturell

Ein Blick auf das Höhenmeter-Diagramm der Strecke: Auf der kurzen Distanz schwingt der Kurvenverlauf regelmäßig von weit unten nach oben; die höchste Markierung liegt bei rund 250 Höhenmeter. Die Strecke führt einen von Tal zu Tal; dazwischen muss man die Hügelrücken erklimmen. Der Streckenverlauf ist so gewählt, dass man nur auf kleinen Nebenstraßen unterwegs ist. Hier gibt es viele Wälder, kleine Weiler, viel Ruhe und Zeit, um die Ausblicke zu genießen. Erst kurz vor dem Ziel in Bergisch Gladbach wird der Straßenverkehr dichter.

Das Besondere an der Strecke sind nicht nur die Schleichwege, sondern auch, dass man auf relativ kurzer Distanz viele schöne und interessante Dinge erleben kann: Typisch Bergische Landschaften mit freistehenden Fachwerkhäusern, der Sülzfluss und der Strunder Bach, der Sülztaler Dom, kleine Dorfkirchen, diverse gemütlich aussehende Gaststätten mit Biergartenbereich, alte Fabrikanlagen, Relikte von Bergbauzeit, ein Papiermuseum, die Strunder Quelle und vieles mehr.

Für E-Bike Fahrer erwähnenswert: Grundsätzlich ist die Strecke auch mit dem E-Bike befahrbar. Wegen der regelmäßigen Anstiege muss der Akku voll und ausdauern beziehungsweise hochwertig sein. Während der Erstellung der Tour (Ende 2017) wurde keine ausgewiesene E-Bike-Ladestation gefunden. Tipp: Es gibt aber genug Gaststätten, Hotels oder Cafés unterwegs, die man ansteuern und nach einem Stromanschluss fragen kann. So könnte man das Zweckmäßige mit dem Schönen verbinden: Während der Akku aufgeladen wird, genießt man eine leckere Bergische Waffel mit einer Tasse Kaffee.

Thomas Pfeiffer

Start

Bahnhof Overath - BHF OVERATH

Start
0 km

Overath: Nach Overath kommt man mit der Regionalbahn 25 (RB 25), die zwischen Köln und Meinerzhagen fährt. Die Verbindung ist halbstündig und dauert von Köln aus rund 30 Minuten. Der Bahnhof liegt direkt im Stadtzentrum von Overath.

1

ST. WALBURGA OVERATH

Kirche
0,4 km

Overath: Die katholische Kirche St. Walburga ist rund fünf Minuten vom Bahnhof entfernt, direkt im Zentrum von Overath gelegen.

Overath liegt im Aggertal und ist eine kreisangehörige Mittelstadt mit insgesamt rund 27000 Einwohner. Der Hauptort hat rund 8000 Einwohner, wovon rund die Hälfte katholischen Glaubens sind.

Erste Siedlungsaktivitäten im Tal der Agger gab es um 800 nach Christus. Anfang des 13. Jahrhunderts gründeten die Benediktinermönche aus Siegburg die Probstei St. Cyriax - Cyriax heißt heute der Ortsteil von Overath, wo noch die alte Klosteranlage steht. Nach der Übertragung der Siedlung Overath an den Grafen von Berg wurde das Kloster aufgelöst, da die kirchlichen Angelegenheiten in der Region von weltlichen Geistlichen und nicht von Ordensgeistlichen geleitet werden sollte.

Dies ist auch heute noch in Overath beständig. Mittelpunkt der katholischen Pfarrgemeinde ist die Kirche St. Walburga am Walburgaplatz gelegen. Gebaut wurde die Kirche um 1274. Die Namenspatronin ist die Heilige Walburga, von der eine Statue in der Kirche zu sehen ist.

gemeinden.erzbistum-koeln.de

2

Wegekreuz - WEGEKEUZ

Kirche
2,1 km

Overath: Von St. Walburga aus geht es auf der Ferrenberstraße lange bergan. Oben auf der Kuppel, hinter dem Ortschild von Overath steht neben einem Baum ein Wegekreuz am Straßenrand. Christus am Kreuz ist dort originalgetreu aus Holz heraus gearbeitet worden.

3

AUSSICHT AUF DAS SÜLZTAL

Tipp
7,3 km

Immekeppel: Einige Kilometer hinter Overath kommt man ins nächste große Tal; das Sülztal. Es geht steil bergab und zwischen den ersten Häusern am Berghang hat man einen schönen Ausblick ins Tal und auf Immekeppel. Unübersehbar ist der Sülztaler Dom St. Lucia. Um nach Immekeppel zu kommen fährt man über die Sülz und noch einige Meter weiter auf die Hauptstraße.

4

St. Lucia Immekeppel - ST. LUCIA IMMMEKEPPEL

Kirche
8,1 km

Immekeppel: Urkundlich wird die Siedlung das erste Mal Anfang des 12. Jhd. erwähnt; damals noch unter dem Namen „Sulsen“. Einige Jahrzehnte später berichtet man schon von einer Kapelle („Capella in Sulse“) im Ort. Dieser religiöse Mittelpunkt bewirkte, dass sich immer mehr Menschen in diesem damals sumpfigen Landschaftsteil ansiedelten.

Anfang des Industriezeitalters vergrößerte sich die Siedlung enorm, da in der Gegend Erze – unter anderem auch Blei für den Kölner Dombau – abgebaut wurden. Seit 1845 war Immekeppel eine selbständige Pfarrei, die vorher zu Bensberg zugehörig gewesen war. Die stark wachsende Kirchengemeinde brauchte damals dringend einen neues Kirchengebäude. Dieses wurde durch viel Eigenleistung der Gemeindemitglieder fertig gestellt. Im Jahr 1887 fand im Sülztaler Dom der erste Gottesdienst statt.

Heute ist die Ortschaft Immekeppel der Stadt Overath und die katholische Gemeinde Immekeppel dem Pfarrverband Overath zugehörig.

http

5

GASTHAUS IN HERKENRATH

Tipp
14,2 km

Herkenrath: Direkt gegenüber der Pfarrkirche ist der Gasthof und Pension "Am Alten Frohnhof".

www.am-alten-fronhof.de

6

ST. ANTONIUS ABBAS HERKENRATH

Kirche
14,2 km

Herkenrath: Nach vielen Höhenmetern auf einsamen Straßen zwischen Immekeppel und Herkenrath ist der nächste Wegepunkt die Kirche St. Antonius Abbas in Herkenrath. Der Ort ist ein Stadtteil von Bergisch Gladbach. Die Siedlung Herkenrath wird das erste Mal im 12 Jhd. im „Codex Theoderici“ erwähnt. Neben Bensberg wird auch Herkenrath als Pfarrei benannt.

Die romanische Kirche wurde von der Familie von Dorendorp gebaut. Der Lensherr schenkte die Kirche gegen 1224 dem Johanniterorden zu Jerusalem. Der Orden hatte daraufhin auch kurzzeitig, bis zu seiner Verlegung nach Herrenstrunden, eine Niederlassung in Herkenrath.

Heute gehört die Pfarrei Herkenrath dem Pfarrverband Lehrbach-Strunde an. Das Kirchengebäude wurde seit seiner Errichtung mehrmals erweitert beziehungsweise umgebaut. Durch einzelne gezielte Veränderungen, auch im Innenraum, hat man versucht den romanischen und modernen Baustil harmonisch zusammen zu fügen.

gemeinden.erzbistum-koeln.de

7

ST. JOHANNES DER TÄUFER HERRENSTRUNDEN

Kirche
17,4 km

Herrenstrunden: Herrenstrunden ist ein Stadtteil von Bergisch Gladbach und liegt im Tal der Strunde.

Der Ort ist geprägt von der ehemaligen Komturei der Johanniter, die heute Malteser Komturei genannt wird.

Urkundlich werden die Johanniter das erste Mal im 13. Jhd. mit ihrer Niederlassung in Herrenstrunden erwähnt. Der Orden selbst wurden um das 11. Jhd. in Jerusalem gegründet. Bei ihrer Niederlassung in „Strune“ gab es auch eine Kapelle. 1555 wurde die Kapelle aufwändig erneuert; Teile davon sind auch in der heutigen Kapelle noch sichtbar (Eingangsbereich, seitliche Spitzbogenfenster, Dachreiter...).

Die Komturei ist heute in Privatbesitz; es gibt dort ein Hotel und ein Restaurant. St. Johannes der Täufer gehört zum Lehrbach-Strunde Pfarrverband.

gemeinden.erzbistum-koeln.de

8

QUELLE STRUNDE

Tipp
17,6 km

Herrenstrunden: Wenige Meter neben der Kapelle St. Johannes der Täufer liegt die Quelle der Strunde. Das Quellwasser fließt aus dem anstehenden Felsfuss. Die Strunde endete früher in Köln-Mülheim nahe des Rheins. Für die Region war der kleine Bach früher ein wichtiger Teil der Manufaktur- und später der Industriebetriebe.

Hinweis

Im Pfarr-Rad-Portal wird eine Tour angeboten, in der Frau Maassen diesem Bach auf ganzer Länge folgt (siehe Link).

www.pfarr-rad.de

9

ALTE DOMBACH - PAPIERMUSEUM

Kultur
20,3 km

Alte Dombach: Nach wenigen Kilometern Fahrt entlang der Strunde auf einem Waldweg erreicht man das Papiermuseum Alte Dombach. Die ehemalige Papiermühle Alte Dombach ist heute ein Papiermuseum, das von dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) betrieben wird.

Die Papiermühle wurde im 16. Jhd. gegründet; sie war damals die insgesamt dritte Papiermühle an der Strunde. Die Entscheidung sich hier an der Strunde nieder zu lassen, war, dass die Strunde ein gleichmäßig führender Bach ist; dies ist wichtig für die Papierherstellung. 1876 wurde der regional größte Papierproduzent Zanders neuer Besitzer des gesamten Dombach-Industriebereichs.

Nach Einstellung der Papierproduktion in der Alten Dombach um 1900 und Umnutzung des Areals in der Folgezeit kam es 1987 zu einer grundlegenden Entscheidung. Zanders übertrug die Gebäude der Alten Dombach dem LVR.

www.industriemuseum.lvr.de

10

ST. ENGELBERT BERGISCH GLADBACH ROMMERSCHEID

Kirche
22,3 km

Bergisch Gladbach Rommerscheid: Rommerscheid ist ein Stadtteil von Bergisch Gladbach, der auf einer Anhöhe gelegen nur wenige Meter Luftlinie vom Stadtzentrum entfernt liegt.

In dem ruhigen Ortsteil steht die Fillialkirche St. Engelbert, die von dem Architekt Bernhard Rotterdam geplant wurde. Das Altarkreuz der Kirche ist denkmalgeschützt. Die Namensgebung der Kirche geht auf Engelbert Graf von Berg (1185-1225) zurück, der als Engelbert I. Erzbischof von Köln war.

Die Kirche wurde im März 1961 eingeweiht. Sie ist heute eine Kirche von der Pfarrgemeinde St. Laurentius. Seit 2015 werden in St. Engelbert keine heiligen Messen an Sonn- und Feiertagen mehr abgehalten. Die zukünftige Nutzung ist offen.

www.laurentius-gl.de

11

ST. LAURENTIUS BERGISCH GLADBACH

Kirche
25 km

Bergisch Gladbach: St. Laurentius steht in der Stadtmitte am Konrad-Adenauer-Platz gegenüber des Rathauses und der Villa Zanders.

Im 13. Jhd. wird im „Liber valoris“ zum ersten Mal eine Kapelle an diesem Standort erwähnt. Über die Jahrhunderte hinweg wurde das Gebäude erneuert und stetig erweitert.

Der heilige Laurentius war im dritten Jahrhundert Diakon der Gemeinde in Rom. Während einer Christenverfolgung im Jahr 258 soll er, der Legende nach, das Vermögen der Gemeinde an die Armen verteilt haben, um den Kirchenschatz nicht dem Kaiser überreichen zu müssen.

www.laurentius-gl.de

Ziel

Bahnhof Bergisch Gladbach - BHF BERGISCH GLADBACH

Ziel
25,5 km

Bergisch Gladbach: Das Ziel der Tour ist der Bahnhof in Bergisch Gladbach. Der Bus- und S-Bahnhof liegt genau im Zentrum der Stadt. Hier fährt die S-Bahn-Linie in Richtung Düsseldorf über Köln und Neuss.

Ungefähr fünf Kilometer westlich liegt die KVB-Endhaltestelle Thielenbruch, von wo aus die Linie 3 (nach Köln – Mengenich) und die Linie 18 (nach Bonn) abfahren.

Hinweis

Direkt am Bahnhof in Bergisch Gladbach gibt es hinter dem Busbahnhof die Radstation Bergisch Gladbach. Hier kann man unter anderem auch sein Fahrrad reparieren lassen. Die Station wird von „IN VIA“ geleitet (siehe Link).

www.radstation-gl.de

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