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Kirchen am Rande des Siebengebirges Kirchen am Rande des Siebengebirges

Kirchen am Rande des Siebengebirges

Entfernung in Kilometer
28 km
Dauer in Stunden
3–5 Std
Steigung in Höhenmeter
638 Hm
Anzahl der Orte
16 Orte

Tourübersicht

Start Linie Ziel Bahnhof Bonn-Beuel

Charakteristik

Rundtour städtisch Rheinschiene

Rundtour, hauptsächlich durch städtisches Gebiet. Im Siebengebirge befestigte und unbefestigte Feld und Waldwege. Zum Teil kräftige Anstiege, auch im zweistelligen Gradbereich.

Schwierigkeitsgrad

anspruchsvoll 3–5 Std 638 Höhenmeter

Anspruchsvoll. ...aufgrund der Steigungen und des Anspruchs der Strecke. Für geübte Tourenradler, Montanbiker aber auch Radler mit Spaß am Entdecken ideal.

Hintergrund

kulturell

Diese Tour in der südliche Region des Erzbistums Köln führt in die Ausläufer des Siebengebirges, dessen Name sich von den „Siefen“, den tief eingeschnittenen feuchten Täler herleitet. Es wird auf dieser Tour also etwas rauf und runter gehen, auch sind nicht alle Wege asphaltiert. Zentrales Ziel ist das Klosters Heisterbach, das von den Zisterziensern im 12. Jh. errichtet wurde. Von dem gewaltigen Kirchenbau ist heute nur noch die Ruine der Chorapsis vorhanden. Zurück führt die Strecke über das Weinörtchen Oberdollendorf und am Rhein entlang bis nach Beuel.

Udo Wallraf

Start

Bahnhof Beuel

Start
0 km

Bonn-Beuel: Hier endet unsere Tour und bietet eine Reihe unterschiedlicher Rückfahrtmöglichkeiten.

1

Kirche Heilig Kreuz

Kirche
1,5 km

Limperich: Es dürfte eher selten sein, dass drei Kirchen unterschiedlicher Konfessionen in direkter Nachbarschaft zueinander liegen. In Bonn-Limperich ist das der Fall: die katholische Kirche Heilig Kreuz, die evangelische Nachfolge-Christi-Kirche und die Metropolitankirche der griechisch-orthodoxen Kirche in Deutschland bilden so etwas wie ein eigenes Kirchenviertel.

Die katholische Heilig Kreuz Kirche ist eine der jüngsten Kirchen im Bonner Raum. Sie wird 1977 geweiht und an ihr eine Niederlassung des Kreuzherrenordens St. Odilia gegründet, die bis 2008 bestand. Das von dem Architekten Alexander von Branca entworfene Gotteshaus hat mit seinen wuchtigen Wandflächen einen burgähnlichen Charakter. Das Zeichen des Kreuzes findet sich nicht nur im Patrozinium sondern auch vom kreuzförmigen Grundriss der Kirche wieder.

2

Kirche Heilige Dreifaltigkeit - Griechisch-Orthodoxe Metropolie

Kirche
1,7 km

Limperich: Die sehenswerte Griechisch-Orthodoxe Kirche in Limperich wurde 1976/77 nach Entwürfen des Architekten Klaus Höhnig erbaut und 1977 der Hl. Dreifaltigkeit (Agia Trias) geweiht. Die faszinierende Ausmalung der Kirche erfolgte nach einem ikonographischen Programm und erstreckte sich über 24 Jahre. Darin finden sich auch die Ikonen der Bonner Stadtpatrone Cassius und Florentius.

3

Nachfolge Christi Kirche - Ev. Nachfolge-Christi Kirche

Kirche
1,9 km

Limperich: Die evangelische Nachfolge-Christi Kirche wurde 1963 von den Architekten Rolffs und Hermes gebaut. Das von dem Bonner Künstler Hermann Dienz entworfenen 120 qm große Fenster aus tausenden einzelnen Glasstücken gibt der Kirche eine besondere Atmosphäre.

4

Kirche St. Gallus

Kirche
3,6 km

Küdinghoven: Unsere Fahrt führt weiter mit Blick auf das Siebengebirge in den alten Ortskern von Küdinghoven. Die alte Dorfkirche ist dem irischen Missionar Gallus geweiht, der im 7. Jh. lebte.

Die vermutlich schon in fränkischer Zeit existierende Kirche in „Cudengoven“ wird erstmals 1144 erwähnt. Bis ins 17. Jh. ist sie dem Hl. Gregorius Maurus geweiht. Wie bei vielen Filialkirchen der Mutterpfarrei Vilich war der Turm – der übrigens zu den ältesten im Bonner Raum gehören soll – ursprünglich über dem Chor gebaut, Das 1843 auf der anderen des alten romanischen Turm angebaute Kirchenschiff ist ein spätklassizistischer Saalbau der von Christian Hehne errichtet wird. Der von außen dunkel wirkende Bau aus Basaltbruchstein überrascht durch seine Helligkeit im Innern.

5

Bergauf in die Natur - St. Gallus

Tipp
3,6 km

Küdinghoven: Der folgende Abschnitt führt uns hinauf auf die Höhe des Ennert. Wir fahren an verwunschenen Schrebergärten vorbei und sehen vor uns die alte Ramersdorfer Kommende des Deutschen Ordens, der seit 1220 hier angesiedelt ist. Der heutige Bau im historistischen Stil stammt allerdings aus dem 19. Jh., als der deutsche Orden schon nicht mehr ansässig war. Wir folgen dem Ankerbachtal bis Niederholtorf und haben das Siebengebirges mit seinen markanten Höhen vor uns.

6

Archäologische Ausgrabung - Ein geheimnisvoller Kirchenbau

Kultur
7,6 km

Oberdollendorf: Im malerischen Oberholtorf treffen wir am Rande eines Feldes auf die Fundamentreste einer untergegangenen Kirche. Ein erster Kirchenbau muss bereits im 9. Jh. bestehen, dem ein zweiter größerer Bau folgt. Im Chorbereich wurde ein Kindergrab aus dem 11. Jh. entdeckt. Die für die Zeit verhältnismäßig große Kirche ist wohl als Eigenkirche eines Grundherrn entstanden, später aber nicht mehr als Kirche genutzt worden und wahrscheinlich im 13. Jh. wieder verschwunden. Wer die Kirche erbaute, wem sie geweiht war und warum sie verschwand, bleibt im geheimnisvollen Dunkeln und lässt sich auch urkundlich nicht klären.

7

Das Pleiser Land - Ein geheimnisvoller Kirchenbau

Tipp
7,6 km

Oberdollendorf: Entlang der Felder mit herrlichem Blick über das Pleiser Land erreichen wir Vinxel und das aus dem Spätmittelalter stammende Gut Frankenforst. Hier ist die Strecke etwas „naturbelassen“ und verlangt nach einem sattelfesten Fahrer. Vor Heisterbacherrott bietet sich ein Panorama des Siebengebirges, das zu den schönsten Eindrücken dieser Tour zählt

8

Kirche St. Judas Thaddäus

Kirche
12,8 km

Heisterbacherrott: In Heisterbacherrott fahren wir am wohl ältesten Haus des Rhein-Sieg-Kreises von 1560 in der Petrusstr. 11 vorbei und erreichen die St. Joseph und Judas-Thaddäus-Kirche.

1890/92 wird die Kirche durch den Kölner Dombaumeister Franz Schmitz und den Architekten Theodor Ross erbaut. Die aus heimischem Stenzelberger Latit gebaute Hallenkirche mit dem wuchtig wirkenden Turm hat eine burghaft romanische Form. Mit dem Erwerb einer Reliquie des Judas Thaddäus 1911 etabliert sich eine Wallfahrt. Die Verehrung des Heiligen, der als Helfer in schweren Nöten und verzweifelten Situationen angerufen wird, nimmt in den Folgejahren zu. Es wird eine Thaddäus-Oktav in der zweiten Novemberwoche eingeführt.

9

Nikolauskapelle - Kapelle St. Nikolaus

Kirche
13 km

Heisterbacherrott: Schräg gegenüber liegt der ehemalige Fronhof des Klosters Schwarzrheindorf und später des Klosters Heisterbach, das heutige Haus Schlesien mit der schönen Nikolauskapelle.Die einschiffige, zunächst dem Hl. Markus geweihte Kapelle aus weiß verputztem Bruchstein wird im 12. Jh. vom Kloster Schwarzrheindorf gegründet. Schon 1305 wechselt sie in den Besitz des Klosters Heisterbach und wird nach Kriegszerstörungen 1676 wiederaufgebaut und dem Hl. Nikolaus geweiht.

10

Klosterruine - Kloster Heisterbach

Kirche
15,8 km

Oberdollendorf: Nach einer schönen Waldstrecke kommen wir zum ehemaligen Kloster Heisterbach mit seiner berühmten Ruine der Chorapsis.

Der Zisterzienserorden, 1098 durch Bernhard von Clairvaux gegründet, baut an abgelegenen Orten Klöster, um ein Gott zugewandtes Leben durch Einsamkeit und Armut zu führen. 1189 übernehmen die Zisterzienser eine Niederlassung der Augustiner auf dem Petersberg und gründen 1193 ein neues Kloster im heutigen Heisterbachtal. 100 Jahre später wird hier die Superlative des Mittelalters gebaut, eine der größten Kirchen des christlichen Abendlandes. Sie wird 1227 der Gottesmutter Maria geweiht und ist mit 17 Altären ausgestattet. Die kulturelle Bedeutung spiegelt sich auch in den Schriften des berühmten Chronisten und Novizenmeisters Caesarius von Heisterbach. Einen Eindruck von den gewaltigen Ausmaßen des spätromanischen Baus vermittelt noch die Ruine der Chorapsis. Doch die große jahrhundertealte Bedeutung des Klosters rettet den Kirchenbau nicht vor dem Abbruch nach der Säkularisation. Das Material wird für den Bau der Festung Ehrenbreitstein und den Napoleonischen Rhein-Maas-Kanal verwertet. Seit 1919 sind Cellitinnen in Heisterbach ansässig und betreiben dort verschiedene Einrichtungen.

11

Mühlental - Kloster Heisterbach

Tipp
15,8 km

Oberdollendorf: Wir fahren weiter bergab durch das Mühlental, das wild-romantisch auch unsere Fahrkünste an einigen Stellen auf die Probe stellt. Es ist altes Kulturland und wurde durch eine stattliche Reihe von Mühlen geprägt, die das Kloster Heisterbach hier unterhielt.

12

Kirche St. Laurentius

Kirche
18,3 km

Oberdollendorf: In Oberdollendorf erreichen wir die Kirche St. Laurentius und das bekannte Weingut Sülz, das urkundlich bereits 966 erwähnt wird und ab dem 14. Jh. zum Kloster gehörte.

Unterhalb des nördlichsten Weinbergs des Rheinlandes liegt die dem Hl. Laurentius geweihte Pfarrkirche. Das Patrozinium verweist auf eine Gründung im 10. Jh., urkundlich wird die Kirche 1144 erstmals erwähnt. Aus dieser Zeit stammt noch der dreigeschossige Turm der alten Kirche, die 1792 durch eine Saalkirche ersetzt wird. Anbauten der Nachkriegszeit verändern den Charakter der Kirche nochmals. Erwähnenswert ist das wohl aus dem 12. Jh. stammende helle „Bimsglöckchen“, das kurz vor dem Gottesdienst ertönte.

13

Pfarrkirche St. Michael

Kirche
19,8 km

Niederdollendorf: In Niederdollendorf kommen wir zum Rhein, wo die Pfarrkirche St. Michael liegt.

Einer der ältesten christlichen Grabsteine der Region stammt aus Niederdollendorf und wird um das Jahr 680 datiert. Auch hier deutet Verehrung und Patrozinium des Hl. Michael, der oft die germanisch-heidnische Wodansverehrung ablöste, auf ein sehr hohes Alter der Kirche. Als Filialkirche der Vilicher Pfarrei wird sie zuerst 1144 genannt, eine für die Vilicher Filialkirchen typische romanische Chorturmbau im 12.713. Jh. ausgeführt. Nach Zerstörungen im 17. Jh. wird die Kirche durch Pfarrer Hieronymus Wallraf 1691 wiederaufgebaut. Abriss der alten Kirche und erweiterter Neubau bringen auch das 19./ 20. Jh. Der Kölner Architekten Theodor Ross baut ein neugotisches Kirchenschiff das er mit dem verbliebenen alten Turm verbindet. Die Weihe findet 1911 statt.

14

Reformierte Kirche und Evangelisches Gotteshaus - Evangelische Kirche

Kirche
22,4 km

Oberkassel: In Oberkassel, das unter dem Motto „Stein und Wein“ sowohl als Winzerdorf wie als Ort der Stein- und Betonindustrie bekannt ist, bekommt unsere Tour nochmals einen ökumenischen Akzent durch drei interessante Kirchen: Die für den Bonner Raum älteste reformierte Kapelle, die große evangelische Kirche und die katholische Kirche St. Cäcilia.

Besonderheiten

Die Reformation in Oberkassel beginnt mit der Gründung einer Gemeinde durch den niederländischen Prediger Georg Kuiff im 16. Jh. Nach Auseinandersetzungen kann 1683 das erste Gotteshaus gebaut werden, das heute zu den ältesten reformierten Kirchen des Rheinlandes gehört. 1908 wird in Oberkassel eine neue große evangelische Kirche nach Plänen des Berliner Architekten Otto March im Jugendstil erbaut.

15

Kirche St. Cäcilia

Kirche
22,8 km

Oberkassel: Auch St. Cäcilia, urkundlich erstmals 1144 erwähnt ist eine romanische Chorturmanlage aus dem 13. Jh. Aus dieser Zeit stammt noch der Taufstein. Im 19. Jh. wird die Kirche durch Blitzeinschlag beschädigt, so dass 1863 nach Plänen des Bauingenieurs August Dieckhoff ein neoromanischer Neubau erfolgt, der 1911/12 durch Seitenschiffe nach Plänen von Johann Adam Rüppel ergänzt wird. Der alte romanische Turm steht der Kirche im Westen vor. Zwei seiner Glocken stammen noch aus dem 15. Jh. Sehenswert sind die Kirchenfenster, die zwischen 1984 und 1910 gestaltet wurden.

16

St. Josef

Kirche
27,7 km

Bonn-Beuel: Wir fahren am neu gestalteten Rheinufer entlang, passieren die Skulptur des Hl. Nepomuk, der Patron der Fährleute und Schiffer vorbei, und kommen zur Beueler Pfarrkirche St. Josef.

Der Bau der neugotischen St. Josefskirche, initiiert durch die Beueler Bürger, ist dem aus Beuel stammenden Kaplan und Autodidakten Joseph Karl Maria Prill zu verdanken. Nach seinen Plänen wird der Kirchenbau wird in zwei Abschnitten erstellt. Zwischen 1880 und 1882 zunächst der Chor, das Querschiff und ein Joch des Langhauses, dann zwischen 1901 und 1903 das Kirchschiff und der besonders gestalteten Westturm. 1904 wird die Kirche konsekriert. Sie ist dem Schutzheiligen der Arbeit, dem Hl. Josef geweiht, der in den im 19. Jh. industriell stark gewachsenen jungen Stadt Beuel von Bedeutung war. Erwähnenswert ist nicht nur die Orgel der Firma Oberlinger, sondern auch das neben den Glocken bestehende Carillion mit 55 weiteren Glocken

Ziel

Bahnhof Bonn-Beuel

Ziel
28 km

Bahnhof Bonn-Beuel: Die Rundtour endet wieder hier.

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