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Kirchen rechts und links des Rheins Kirchen rechts und links des Rheins

Kirchen rechts und links des Rheins

Entfernung in Kilometer
38 km
Dauer in Stunden
5–6 Std
Steigung in Höhenmeter
493 Hm
Anzahl der Orte
18 Orte

Tourübersicht

Start Linie Ziel Bahnhof Godesberg

Charakteristik

Rundtour städtisch familienfreundlich Rheinschiene

Rundtour, hauptsächlich durch städtisches Gebiet. ausschließlich auf gut angelegten und asphaltierten Wegen und kleinen Straßen, eine Steigung in Remagen (Abstecher

Schwierigkeitsgrad

entspannt 5–6 Std 493 Höhenmeter

Entspannt. Für alle Leistungsklassen.

Hintergrund

kulturell

Der Rhein ist eine der großen Wirtschafts- und Kulturadern Europas. Seit der Römerzeit trennt und verbindet er gleichermaßen. Unsere Tour ist ebenso ein „Grenzgänger“ auf der Grenze des Erzbistums Köln zu seinem Nachbarbistum Trier. Seit der Neugliederung im 19. Jh. liegt die Grenze hinter Bonn-Mehlem bzw. Erpel. Die Tour fährt ein gutes Stück dieser Landschaft beiderseits des Rheins ab: Sie startet in Bad Godesberg und führt nach einer Rheinüberquerung rechtsrheinisch bis Erpel. Mit einem „Böötchen“ geht es auf die linke Rheinseite und dann von Remagen zurück bis Bad Godesberg. Das Spektrum der Kirchen reicht kunstgeschichtlich von romanischen Bauten über die stilgebende neugotische Apollinariskirche bis hin zu Kirchbauten der letzten Jahrzehnte.

Udo Wallraf

Start

Start- und Zielpunkt - Bahnhof

Start
0 km

Bad Godesberg: Vom letzten Ziel sind es nun nur noch wenige hundert Meter bis zum Bahnhof Mehlem. Aber auch der Startpunkt unserer Rundfahrt, der Bahnhof in Godesberg ist nicht weit und nach ca. 2 km wieder erreicht

1

Villenviertel und Rhein

Kultur
1 km

Bad Godesberg: Die Tour startet am Godesberger Bahnhof. Von dort geht es durch das sehenswerte Godesberger Villenviertel zum Rhein.

2

Autofähre Godesberg - Über den Rhein

Tipp
1,4 km

Godesberg: Am Rheinufer angekommen, setzen wir mit einer der typischen Autofähren über und genießen das schöne Panorama auf Königswinter und das Siebengebirge.

3

St. Remigius

Kirche
4,6 km

Königswinter: Die dem Hl. Remigius geweihte Pfarrkirche ist eine alte Gründung und war die südlichste Filialkirche der rechtsrheinischen Mutterpfarrei St. Peter in Vilich.

Die erstmals 1144 urkundlich erwähnte Kirche geht wohl auf das 8. Jh. zurück, worauf auch das in der Frankenzeit häufig anzutreffende Patrozinium des Hl. Remigius hinweist. Ein romanischer Vorgängerbau aus dem 12./13.Jh. wird 1780 durch eine frühklassizistische dreischiffige Hallenkirche mit einem spätbarocken Westturm mit geschweifter Haube ersetzt, die von einem Sohn der berühmten Architektenfamilie Leydel gebaut wird. Orgelprospekt, Kirchenbänke und Kanzel werden später aus der Klosterkirche Heisterbach übernommen. Die Pfarrei besitzt einen wertvollen Kirchenschatz, u. a. ein reich verziertes Armreliquiar der Hl. Margareta aus dem 15. Jh.

4

Marienkapelle

Kirche
7,2 km

Rhöndorf: Am Rheinufer passieren wir den Drachenfels und kommen nach Rhöndorf, das wie alle Rheinorte am Siebengebirge ein Weinort ist. Mitten auf der Hauptstraße streifen wir die alte Marienkapelle und fahren durch den Ort, vorbei am Wohnhaus Konrad Adenauers, weiter auf Bad Honnef zu.

5

Anna Kapelle - Anna-Kapelle

Kirche
8,9 km

Honnef - Rommersdorf: Auf dem Weg nach Honnef liegt auch die neugotische Anna-Kapelle im Ortsteil Rommersdorf, die von Baronesse Carola Odilia von Bongart zur Verehrung der Hl. Anna gestiftet du 1868/69 vom Architekten A. Lange errichtet wurde. Die Rommersdorfer nennen sie auch "St. Anna-Dom" in Erinnerung daran, dass der Kölner Erzbischof Josef Kardinal Frings in den 1940er Jahren dort für einen Zeitraum wohnte und in der Kapelle die Hl. Messe feierte.

6

Pfarrkirche St. Johannes der Täufer

Kirche
9,8 km

Bad Honnef: Zentrum in Honnef ist die dem Johannes dem Täufer geweihten Pfarrkirche. Vermutlich besteht seit der Frankenzeit an dieser, schon seit den Römern besiedelten Stelle eine Kapelle, die vom Kölner Stift Maria im Kapitol verwaltet wird. 1101 wird die Kirche, die dem Hl. Johannes dem Täufer und dem Hl. Servatius geweiht ist, erstmals urkundlich erwähnt. Die unteren Teile des Turms stammen noch aus dieser Zeit. Seit 1860 wird er durch einen schlanken Turmhelm nach den Entwürfen von Ernst Friedrich Zwirner abgeschlossen. Das spätgotische Kirchenschiff aus dem 15. Jh. wird 1912 durch den Anbau von Querschiffen deutlich erweitert. Von der Ausstattung sind eine im „schönen Stil“ gestaltete Madonna von 1480 sowie das von Tilmann Heysacker 1517 gestaltete „Heilige Grab“ besonders erwähnenswert.

7

Mataré-Kapelle - Katholisch Soziales Institut

Kirche
10,7 km

Bad Honnef: Nach kurzer Fahrt durch Honnef kommen wir zum Katholisch-Sozialen-Institut, eine traditionsreiche und bedeutende Bildungseinrichtung des Erzbistums Köln, und seiner von Ewald Mataré gestaltete Kapelle, die Papst Johannes XXIII. geweiht ist.

Im Rahmen eines Neubaus des 1947 gegründeten Katholisch-Sozialen-Instituts in den 60er Jahren entwirft der Architekt Peter Rieck eine große Kapelle, die Ewald Mataré 1964/65 in zurückhaltend einfacher Form ausgestaltet. Dazu gehören die ornamentverglasten Fensterbänder mit den Symbolen der vier Evangelisten, der Altar, die beiden Wandplastiken sowie die Kapellenpforte mit der Darstellung des Jüngsten Gerichts. Einladend gestaltet ist die Türklinke in Form einer offenen sowohl erbittenden wie anbietenden Hand, die in der Handfläche die Eucharistie als Weg zum Leben darstellt. Ebenso stammt von Mataré die Silhouette des Hl. Petrus in der Wetterfahne auf der Kapelle. Der damals 76jährige Mataré stirbt wenige Wochen vor Einweihung der Kapelle, die als sein steinernes Vermächtnis gilt.

8

Pfarrkirche St. Pantaleon

Kirche
16,8 km

Unkel: nach Unkel und streifen verlockende Gartenlokale. Der alte Weinort kann auf eine lange Tradition bis ins 7. Jh. zurückblicken. Seit dem 11 Jh. war das Kölner Domkapitel Zehntherr der Kirche St. Pantaleon und Besitzer wichtiger Weingüter, in denen der Unkeler Rotwein, genannt „Unkeler Funkeler“, gekeltert wurde.

Die spätgotische Pfarrkirche St. Pantaleon entsteht um 1502, reicht in Vorgängerbauten aber wesentlich weiter zurück. Mauerteile mit bis zu einem Meter Stärke sowie der in den Kirchenbau integrierte wuchtige Turm stammen aus dem beginnenden 13. Jh. Zu den wertvollen Ausstattungsstücken gehören der spätromanische Taufstein in der „Vierzehn Nothelfer Kapelle“ und der Reliquienschrein des Hl. Pantaleon aus dem 15. Jh. Der Kirchhof gilt als schönster Friedhof am Rhein. Sehenswert ist das schmiedeeiserne Kreuz mit den Vierzehn Nothelfern von 1714. Hinter dem Friedhof liegt der große Zehnthof, heute das Christinenstift, das nach der Säkularisation im Besitz der „Rheingräfin“ Sibyllle Mertens-Schaafhausen ein Treffpunkt der romantischen Kunstszene ist.

9

Pfarrkirche St. Severin

Kirche
20,1 km

Erpel: Wir kommen nach Erpel und fahren durch das alte Stadttor in den Ort hinein. Er ist seit Jahrhunderten mit dem Kölner Domkapitel verbunden. Die drei Kronen im Stadtwappen deuten auf die Drei Heiligen Könige, die für die Stadt und ihre Kirche St. Severin von Bedeutung sind.

Der Legende nach hat der Kölner Bischof Severin die Kirche in Erpel im 4. Jh. gegründet. Sicher ist, dass nach Vorgängerbauten im 9.Jh. eine einschiffige Kirche errichtet wird. Ältester Teil ist der spätromanische Turm mit einer Glocke von 1388. Wichtigstes Ereignis ist die Überführung der Heiligen Drei Könige durch Erzkanzler und Erzbischof Rainald von Dassel nach Köln und sein Aufenthalt in Erpel am 22. Juli 1164. Der Überlieferung nach werden die kostbaren Reliquien, in Säcken versteckt, durch die seitdem so genannte Dreikönigspforte transportiert und unter dem Kirchturm aufbewahrt. Die feierliche Schiffsprozession am folgenden Tag nach Köln gilt als eines der größten und nachhaltigsten Feste am Rhein. Das Symbol der drei Kronen wird in vielen Stadtwappen und an Gasthäusern übernommen, und die Weisen avancieren zu Schutzheiligen der Pilger und Wallfahrer.

10

Stadt Erpel - St. Severin

Kultur
20,1 km

Erpel: Wir kommen nach Erpel und fahren durch das alte Stadttor in den Ort hinein. Er ist seit Jahrhunderten mit dem Kölner Domkapitel verbunden. Die drei Kronen im Stadtwappen deuten auf die Drei Heiligen Könige, die für die Stadt und ihre Kirche St. Severin von Bedeutung sind.

11

Marienkapelle - Stadt Remagen

Kirche
21,5 km

Remagen: An der Bundesstraße streifen wir eine kleine neugotische Marienkapelle, die im Bereich eines alten spätrömisch/fränkischen Gräberfeldes errichtet wurde.

12

Stadt Remagen

Tipp
21,5 km

Remagen: Wir wechseln das Rheinufer und mit ihm auch das Bistum. Zunächst erwartet uns in Remagen eine kleine „Bergetappe“ zur Appolinariskirche, die wir schon von weitem als markanten Landschaftspunkt sehen konnten. Auch sie hängt mit dem von Rainhald von Dassel überführten Reliquienschatz zusammen, denn er bringt neben den Drei Heiligen Königen den Remagenern die Reliquien des Hl. Apollinaris.

13

Kloster St. Apollinaris

Kirche
22,2 km

Remagen: Bereits im 6. Jh. besteht eine Martins-Kapelle, der 1110 ein romanischer Bau mit angeschlossenem Kloster folgt. Bei der Überführung der Heiligen Drei Könige bringt Reinald von Dassel 1164 die Reliquien des Hl. Apollinaris nach Remagen. Nachdem 1397 Herzog Wilhelm von Jülich den Leib nach Düsseldorf raubt, wird der verbliebene Kopf des Heiligen in der gotischen Grabtumba verehrt und begründet eine Wallfahrt. 1838 wird eine neue Kirche durch den Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner mithilfe modernster Bautechnik der Kölner Dombauhütte errichtet. So sind Türme und Maßwerkbrüstungen aus Gussstahl. Der Düsseldorfer Johann Gottfried Schadow und sein Schülerkreis gestaltet die Kirche im Nazarener-Stil aus. Die Wände werden zu Leinwänden, das Gewölbe scheint mit einem fast unwirklichen tiefblauen Sternenhimmel zu schweben. Die 1857 geweihte Kirche ist in jedem Detail ein einzigartiges Gesamtkunstwerk, in dem Schein und Wirklichkeit, Altes und Neues, Natur und Kunst ineinander verwoben sind. Die hier definierte Neugotik wird der prägende Baustil im Rheinland.

14

Pfarrkirche St. Peter und Paul

Kirche
23,2 km

Remagen: Auf der Rückfahrt zum Rhein halten wir an der altehrwürdigen Remagener Pfarrkirche St. Peter und Paul. Remagen besitzt wie fast alle Städte römischen Ursprungs am Rhein frühchristliche Wurzeln, die hier mindestens bis ins 5. Jh. zurückreichen. Die Kirche wird urkundlich zuerst 1003 erwähnt. Teile der alten romanischen Pfeilerbasilika stammen noch aus dieser Zeit. Ein neoromanischer Erweiterungsbau wird 1900/02 nach den Plänen des Architekten Pickel ausgeführt. Sehenswert ist auch das um 1500 erstellte spätgotische Sakramentshäuschen sowie das spätromanische Pfarrhoftor aus dem 12. Jh.

15

Pfarrkirche St. Laurentius

Kirche
28,5 km

Oberwinter: Auf dem Rheinradweg nähern wir uns Oberwinter, ein Ort der seinen Namensannex wie Königwinter wahrscheinlich vom Weinanbau („vinitorum“) erlangt hat. Dort treffen wir auf die katholischen Pfarrkirche St. Laurentius. Die dem Hl. Laurentius geweihte Kirche ist vielleicht das älteste Gebäude des Ortes und wird im Jahr 1131 erstmals urkundlich erwähnt. Ältestes Bauteil der durch Hochwasser gefährdeten Kirche ist der spätgotische Chor mit einem schönen Sterngewölbe. Die Kirche wird in den Jahren 1865/66 durch den Kölner Dombaumeister Vinzenz Statz ausgebaut, ohne dass der historische Charakter der kleinen gotischen Kirche verloren geht.

16

Kloster Nonnenwerth - Kloster der Franziskanerinnen

Kirche
31,7 km

Insel Nonnenwewrth: Unser nächstes Ziel werden wir nur aus der Distanz sehen, es sei denn, wir sind samstagabends um 18:00 Uhr an dieser Stelle. Es handelt sich um das Kloster auf der Insel Nonnenwerth und seine dem Hl. Clemens geweihte Kirche.

Das Benediktinerinnenkloster wird 1126 gegründet und der Gottesmutter sowie dem Hl. Clemens geweiht. Um das Kloster rankt sich die Sage vom Ritter Roland, der nach einem Kriegszug auf seine Burg zurückkehrt und seine Verlobte als Nonne im gegenüber liegenden Kloster sieht. Diese, von seinem Tod überzeugt, hat vor Trauer das Ewige Gelübde abgelegt, weshalb der Ritter sich in die Tiefe stürzt. Symbol dieses Dramas mittelalterlichen Liebeslebens ist der Rolandsbogen. Das 1773 von Nikolaus Lauxen im spätbarocken-klassizistischen Stil neugebaute Kloster wird in der Säkularisation aufgelöst. Weniger klösterlich ist die folgende „Szene“-Wirtschaft, in der sich die damaligen intellektuellen Größen wie Ernst Moritz Arndt, Karl Simrock, Ferdinand Freiligrath, Joseph Görres, George Sand oder Franz Liszt sehen lassen. Seit 1854 sind Insel und Kloster in der Hand der Franziskanerinnen, die dort das Mutterhaus der deutschen Ordensprovinz unterhalten.

17

Rheinpanorama - Kloster der Franziskanerinnen

Tipp
31,7 km

Insel Nonnenwewrth: Auf unserer letzten Etappe haben wir eines der schönsten Panoramen auf den Drachenfels und das Siebengebirge mit der Burgruine und dem 1881-1884 erbauten Schloss Drachenfels. Der aus Bonn stammende Bankier Stephan Sarter schuf hier ein Gesamtkunstwerk unter Einbeziehung der Landschaft, ganz im Sinne der Romantik des 19. Jh.

18

Kirche St. Hildegard - St. Hildegard im Meisengarten

Kirche
36,2 km

Zurück in Bad Godesberg erreichen die Kirche St. Hildegard im Meisengarten als letztes Ziel dieser Rundfahrt.

Die 1963 geweihte Kirche erhält ihren Namen nicht nur durch die Hl. Hildegard, sondern auch durch die Straße “Im Meisengarten“. Die Kirche wird von dem Godesberger Architekten Emil Steffann erbaut Kirche und erzielt ihre besondere Wirkung durch die runde Bauform und den Naturstein. Sie erinnert nicht nur an ihr Vorbild, die Kirche St. Stefano Rotondo in Rom, sondern greift auch eine frühe Bauform von Kirchen auf, wie sie z.B.die alte, vor dem Bonner Münster gelegene Kirche St. Martin besaß.

Ziel

Bahnhof Godesberg

Ziel
38 km

Bahnhof Godesberg: Die Rundtour endet wieder hier.

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