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Frühes Christentum im Rheinland – Von Bonn ins Vorgebirge Frühes Christentum im Rheinland – Von Bonn ins Vorgebirge

Frühes Christentum im Rheinland – Von Bonn ins Vorgebirge

Entfernung in Kilometer
22 km
Dauer in Stunden
3–4 Std
Steigung in Höhenmeter
342 Hm
Anzahl der Orte
15 Orte

Tourübersicht

Start Linie Ziel Hauptbahnhof Bonn

Charakteristik

Rundtour städtisch familienfreundlich Rheinschiene

Rundtour, hauptsächlich durch städtisches Gebiet. Bis auf einen Anstieg zwischen Lessenich und Oedekoven flache Strecke; weitgehend asphaltierte Wege, Fahrradwege oder kleineren Straßen.

Schwierigkeitsgrad

anregend 3–4 Std 342 Höhenmeter

Anregend. In der Innenstadt ist aufmerksames Fahren wichtig. Für Familien mit größeren Kindern geeignet.

Hintergrund

kulturell

Der vicus bonnensis ist eine römische Gründung. Entsprechend gehen die ersten Zeugnisse des christlichen Glaubens auf die spätrömische/fränkische Zeit zurück. So ist die erste Taufkirche Bonns, die dem Hl. Petrus geweihte Dietkirche, eine frühfränkische Gründung und lag in der Südwestecke des verlassenen alten Römerlagers. Die geschichtlichen Wurzeln der für Bonn und das südliche Rheinland bedeutenden Stiftskirche St. Cassius und Florentius, der sog. Münsterkirche, greifen noch weiter zurück. Sie gründet auf einer Totenmemorie dieser frühchristlicher Martyrer der thebäischen Legion aus dem 4./5. Jh. Auch das Umland ist von dieser gemeinsamen Geschichte geprägt. Kirchen und Klöster haben eine grundlegende Bedeutung für die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung vor Ort. Bis heute sind die Geschichte des Rheinlandes und die Verheimatung der Menschen ohne diese Zentren der Gläubigkeit nicht denkbar, selbst wenn manche dieser Einrichtungen nur noch „museal“ existieren. Die Ziele dieser Tour machen diese jahrtausendealte Tradition sichtbar.

ProfilbildUdo Wallraf

Start

Hauptbahnhof Bonn

Start
0 km
1

Hauptbahnhof und Poppeldorfer Schloss

Kultur
0 km

Bonn: Am Bonner Bahnhof angekommen, sehen wir schon den schlanken Turm der Bonner Münsterkirche, aber sie interessiert uns erst später. Zunächst geht es zu Fuß los: Auf der Stadtseite durch die Fußgängerunterführung erreichen wir die Poppelsdorfer Allee, die die Stadtschlösser Bonns in barocker Landschaftsarchitektur miteinander verbindet. Hier dürfen wir endlich fahren: links oder rechts unter großen, schattigen Kastanienbäumen parallel zu der breiten Rasenfläche auf Schloss Clemensruh zu. Den Wittelsbacher Kurfürst-Erzbischöfen Josef Clemens (1671–1723) und Clemens August (1700–1760) ist dieser barocke Ausbau der Stadt zu verdanken. Wir fahren vom Schloss in die Nussallee, die als schnurgerade Achse Clemensruh mit dem Brühler Schloss Augustusburg verbinden sollte, aber nie vollendet wurde

2

Kirche St. Maria Magdalena

Kirche
3 km

Endenich: Wir kommen nach Endenich und durchqueren den Ortskern. Am Schulplatz haben wir Gelegenheit, die 100 m entfernt liegende Kirche St. Maria Magdalena zu besuchen. Der neugotische Kirchenbau mit seinem weithin sichtbaren Turm der bis in das Mittelalter zurückreichenden Pfarrei wurde von dem bekannten Kölner Diözesanbaumeister Franz Statz zwischen 1891 und 1914 errichtet

3

St. Laurentius

Kirche
6 km

Lessenich: Weit vor uns sehen wir bereits den romanischen Kirchturm der Kirche in Lessenich, unserem nächsten Ziel. Idyllisch liegt die Pfarrei St. Laurentius mit einem alten Kirchhofgelände und dem Pfarrhaus aus Fachwerk im Ortskern. Die ländliche Pfarrei bildet eine der ältesten und bedeutendsten pfarrlichen Gebilde der Bonner Kirchenlandschaft. Wohl schon zur Entstehungszeit dem Hl. Laurentius geweiht, besteht sie seit dem 6./7.Jh.als Eigenkirche des Bonner Cassisusstifts und betreute das Gebiet zwischen Duisdorf, Gielsdorf und Alfter. Die heutige romanische Gestalt der Kirche stammt im Wesentlichen aus dem 11. und 12. Jh. Sie ist eine der schönsten romanischen Dorfkirchen im Bonner Raum.

4

Nach Oedekoven - St. Laurentius

Tipp
6 km

Lessenich: Weiter geht es auf die Felder hinaus nach Oedekoven. Der Ort liegt an den Ausläufern des Vorgebirges und ist eine fränkische Gründung, die bereits 795 als „Odinghova“ – Hof eines Odo – urkundlich genannt wird. Dass es hier bergauf geht, vergessen wir fast aufgrund des interessanten dörflichen Ambientes

5

St. Mariä Himmelfahrt

Kirche
8 km

Oedekoven: Obwohl die Kirche St. Mariae Himmelfahrt „historisch“ erscheint, ist sie eine moderne Schöpfung und ein kleines Juwel der Kirchenbaukunst der 50er Jahre. 1955 vom Bonner Architekten Emil Steffann erbaut, wird sie 1956 vom damaligen Kölner Erzbischof Kardinal Frings geweiht. Während die Kirche außen eher wehrhaft-dunkel erscheint, ist sie innen hell verputzt. Hervorzuheben sind die Kirchenfenster, gestaltet von dem Kölner Künstler Hans Lünenborg. Die in den Fenstern und an den Türklinken zu findenden Insekten- und Tiermotive verweisen auf die Ganzheitlichkeit der Schöpfung. Diese Darstellungen machen die Kirche auch für Kinder interessant. In direkter Nachbarschaft liegt eine jahrhundertealte Kapelle, die in ihrer heutigen Gestalt 1757 unter dem Patrozinium der „Sieben Freuden Mariens“, später „Mariä Vermählung“ geweiht wird und zu einem ansässigen Gut des Johanniterordens gehört.

Besonderheiten

Das Patrozinium der Kirche St. Mariä Himmelfahrtbezieht bezieht sich sich auf den bereits im 6. Jh. formulierten Glaubenssatz der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel.

6

Oedekoven - St. Mariä Himmelfahrt

Kultur
8 km

Oedekoven: Durch den Ort fahren wir weiter und können schöne Ausblicke auf das Bonner Land genießen.

7

Marienkapelle - Kapelle Mariä Vermählung

Kirche
8 km

Alfter-Oedekoven: In direkter Nachbarschaft liegt eine jahrhundertealte Kapelle, die in ihrer heutigen Gestalt 1757 unter dem Patrozinium der „Sieben Freuden Mariens“, später „Mariä Vermählung“ geweiht wird und zu einem ansässigen Gut des Johanniterordens gehört.

8

St. Jacobus

Kirche
9 km

Alfter-Gielsdorf: Gielsdorf ist eines der ältesten Dörfer des Vorgebirges. Auf der linken Seite stoßen wir auf die dem Hl. Jacobus geweihte Gielsdorfer Kirche, heute der älteste Kirchbau des Vorgebirges. Von der alten Burganlage mit Kapelle, die im 11.Jh. vom Pfalzgrafengeschlecht der Ezzonen gebaut wurde, steht heute noch der Wehrturm mit einer Mauerstärke von bis zu 1,3 m. Er war Multifunktionsbau und diente als Gefängnis, Archiv und als Kirchturm. Mit der Kirche wird er allerdings erst 1490 verbunden. Aus dieser Zeit stammen auch die Ausmalungen mit Motiven der Passion und Auferstehung Jesu Christi sowie Darstellungen aus den Viten der Hl. Margareta und des Hl. Apostels Jacobus. 1879/80 wird vom Kölner Dombaumeister Vinzenz Statz eine neugotische zweischiffige Hallenkirche an das alte Gotteshaus angebaut. Die neugotische Ausstattung ist größtenteils noch vorhanden. Über Jahrhunderte Filialkirche von Lessenich, wird Gielsdorf erst 1920 eigenständige Pfarrei. Gielsdorf ist bis heute eine der wichtigen Stationen der Jacobuswallfahrt im Rheinland. Die kleine Jakobsfigur über dem Eingang zur alten Kirche zeugt davon.

9

Gartenlandschaft - St. Jacobus

Tipp
9 km

Alfter-Gielsdorf: Bergab geht es durch eine Felderlandschaft mit weitem Panoramablick zu den nördlichsten Stadtteilen Bonns. Ein altes Wegekreuz unter einem alten Baum lädt ein, innezuhalten und die Landschaft zu genießen. Durch den Grüngürtel von Tannenbusch fahren wir auf Buschdorf zu und treffen auf die alte neugotische St. Aegidienkapelle, einer der frühen neugotischen Kirchbauten in Bonn. Nur 300 m weiter liegt der moderne Bau der heutigen Pfarrkirche St. Aegidius, eine interessante Kirchenarchitektur der letzten Jahrzehnte.

10

Aegidienkapelle

Kirche
14 km

Bonn-Buschdorf: Eine dem Hl. Aegidius geweihte Kapelle ist seit dem 17. Jh. in der bereits seit dem Frühmittelalter bestehenden kleinen Ortschaft nachweisbar. Vinzenz Statz baut 1869 die heute noch genutzte Kapelle. Eine derersten frühen neugotischen Kirchbauten im Bonner Raum.

11

St. Aegidius

Kirche
14 km

Bonn-Buschdorf: Die heutige Pfarrkirche wird auf einem neuen Grundstück 1980 geweiht und ist der zweitjüngste katholische Kirchenbau im Bonner Stadtgebiet. Vier nach innen gebogene Wandflächen geben der Architektur eine Kreuzesform, ohne dass der Innenraum kantig wird. Runde Linien und Naturmaterialien dominieren. Oben wie unten umschließen Lichtbänder die aus hellen Bruchsteinen gebauten Wände und verleihen dem Raum einen „schwebenden“ Charakter. Die Architektur steht unter dem Anspruch, das Nicht-Dimensionale des Glaubens in Raum und Zeit erfahrbar werden zu lassen.

12

St. Margareta

Kirche
16 km

Bonn -Graurheindorf: Die Kirche St. Margareta ist eine der ältesten Filialkirchen der Bonner Urpfarrei Dietkirchen. Als Kirche in „Rindorp“ wird sie erstmals 1131 erwähnt. Prägend ist die Gründung eines Zisterzienserinnenklosters an der Kirche im 12.Jh. Die Farbe des Habits der Nonnen gibt dem Ort seinen Namen „Grau“-Rheindorf. Das Kloster besteht über 600 Jahre. Nach seiner Aufhebung in der Säkularisation 1802 werden die Klostergebäude Mitte des 19.Jh. vom Kölner Dombaumeister Vinzenz Statz im Stil der Neugotik schon fast in Form einer Illusionsarchitektur vollkommen umgestaltet und ein neugotischer Turm angebaut.

13

Archäologische Ausgrabungsanlage - Archäologische Anlage Dietkirchen

Kultur
21 km

Bonn Nordstadt: Wir fahren an der Bonner Beethovenhalle landeinwärts und treffen inmitten einer Wohnanlage auf ein kleines Ausgrabungsgelände, den Siedlungsplatz der ehemaligen Bonner Urpfarrei Dietkirchen. Wohl schon im 4. Jh. wird im aufgegebenen Bonner Römerlager eine erste Gemeinde- und Taufkirche unter dem Patrozinium des Hl. Petrus und des Hl. Johannes des Täufers errichtet. Diese spätrömische bzw. frühfränkische Kirche ist die Urzelle der Bonner Pfarreien. Urkundlich wird sie erstmals 795 erwähnt. Ursprünglich lag sie im Mittelpunkt der fränkischen Siedlung, verliert aber nach der südlichen Verlagerung des Stadtkerns um das Cassiusstift ihre Funktion. 1015 wird ein Benediktinerinnenkloster gegründet, das im 15. Jh. die weniger strenge Stiftsverfassung übernimmt. Da das Stift außerhalb der Stadtmauern liegt, wird es nach Zerstörungen 1672 aufgegeben und stattdessen hinter den schützenden Stadtmauern ein neues Gotteshaus errichtet. Sein Nachfolger ist der sog. „Kuhle Dom“, die Stiftskirche St. Johann Baptist und Petrus. 1879 bis 1886 von Heinrich Wiethase erbaut, ist es außen wie innen das vielleicht mustergültigste Beispiel neugotischen Kirchenbaus in Bonn. Sehenswert auch die dort gezeigte „Dietkirchenmadonna“ von 1320.

14

St. Johann Baptist und Petrus - Stiftskirche St. Petrus

Kirche
22 km

Bonn: Der Nachfolger der Dietkirche ist der sog. „Kuhle Dom“, die Stiftskirche St. Johann Baptist und Petrus. 1879 bis 1886 von Heinrich Wiethase erbaut, ist es außen wie innen das vielleicht mustergültigste Beispiel neugotischen Kirchenbaus in Bonn. Sehenswert auch die dort gezeigte „Dietkirchenmadonna“ von 1320.

15

St. Martin und St. Cassius - Münsterkirche St. Martin

Kirche
22 km

Bonn: Am Münsterplatz angekommen, liegt vor uns das letzte und bedeutendste Ziel unserer Rundfahrt, die den Bonner Stadtpatronen geweihte Münsterkirche St. Cassius und Florentius mit der Pfarrei St. Martin, bis in die heutige Zeit das kirchliche Zentrum Bonns.

Das altehrwürdige Stift St. Cassius und Florentius ist auf dem vielleicht größten römischen Matronenheiligtum des Rheinlandes errichtet. Aus einer römischen Totengedenkstätte (cella memoriae) entwickelt sich eine Gedächtnisstelle für die hingerichteten christlichen Märtyrer der thebäischen Legion, Cassius und Florentius. Ein erster Kirchenbau entsteht im 4.Jh. Das Kloster und Stift gewinnt eine überregionale Bedeutung und ist seit Propst Gerhard von Are im 12. Jh. eine der wichtigsten und mächtigsten geistlichen Einrichtungen im Rheinland. Gerhard ist auch Bauherr des prächtigen und in seiner Architektur einzigartigen spätromanischen Kirchenbaus. Als Stift ist das Münster keine Gemeindekirche. In ihm stehen zeitweise bis zu 28 Altäre, an denen die Hl. Messe gefeiert wird. Zwei Pfarrkirchen liegen unmittelbar vor bzw. hinter dem Münster. Die kleine St. Gangolf-Kirche auf der Westseite und die St. Martinskirche vor dem Chor. Leider sind beide Kirchen nach der Säkularisation abgetragen worden. Der Grundriss der Martinskirche findet sich heute in der Straßenpflasterung abgebildet.

Ziel

Hauptbahnhof Bonn

Ziel
22 km

Hauptbahnhof Bonn: Die Rundtour endet wieder hier.

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