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Friedenstour durch Köln Friedenstour durch Köln

Friedenstour durch Köln

Entfernung in Kilometer
17 km
Dauer in Stunden
2–3 Std
Steigung in Höhenmeter
310 Hm
Anzahl der Orte
6 Orte

Tourübersicht

Start St. Severin Linie Ziel St. Johannes XXIII, Köln-Chorweiler

Charakteristik

Streckentour städtisch Rheinschiene

Streckentour, hauptsächlich durch städtisches Gebiet. Reisebericht einer Tour vom 26. April 2014. Ausgedacht und durchgeführt von Clemens Zahn, Josef Schäfers und Udo Wallraf.

Schwierigkeitsgrad

anregend 2–3 Std 310 Höhenmeter

Anregend. Innenstadttour zu wichtigen Orten in Köln, die zur Mahnung von Frieden und Versöhnung beitragen will.

Hintergrund

Pilgerroute spirituell

Video zur Tour Starte Video

Anlässlich der Heiligsprechung Papst Johannes XXIII am 26. April 2014 und der Umbenennung der auf ihn geweihten Kölner Pfarrei in Köln-Chorweiler fand am Tage der Heiligsprechung der Guss einer Friedensglocke statt, für deren Herstellung Erde gesammelt wurde. Auf einer Friedensfahrradtour wurde Erde von besonderen Orten in Köln mitgenommen, und für den Glockenguss mitgebracht.

Udo Wallraf

Start

St. Severin

Start
0 km
1

St. Severin

Kirche
0 km

Köln, Severinsviertel: Die Friedensfahrradtour startet an einer der ältesten christlichen und vorchristlichen Stätten in Köln, an der Kirche St. Severin. Gebaut auf einem alten römischen Friedhof, dessen Gräber bis 50 n.Chr. zurückreichen, ensteht hier ab dem 4. Jh. eine erste christliche Andachtsstätte. Schon wenige Jahre später wird hier der dritte Bischof Kölns, der Hl. Severinus beigesetzt und verehrt. Der Ort wird zu einer der ersten großen christlichen Andachtsstätten der Heiligenverehrung im Rheinlnad. Die Verehrung des Hl. Severin führt in den folgenden Jahrhunderten zur Gründung eines bedeutenden Stiftes und zum Ausbau der Kirche, deren mächtiger Westturm aus dem 15. Jh. ein besonderes Beispiel spätgotischer Baukunst in Köln ist.

Besonderheiten

Auf der Friedensfahrradtour wird auf der Nordseite des Chores, dort wo römische Sarkophage aufgestellt sind, Erde mitgenommen, die für die fast 2000jährige Geschichte des christlichen Kölns und den Schicksalen seiner Menschen stehen.

Hinweis

Im Rahmen von Führungen können die sehenswerten Ausgrabungen unter St. Severin besucht werden, bei denen die frühchristlichen Anfänge in Köln gezeigt werden.

2

Kloster der Kölner Karmeliterinnen - Kölner Karmel Maria vom Frieden

Kirche
0,6 km

Köln-Severinsviertel: Eine Friedensfahrradtour durch Köln darf nicht die Kirche Maria vom Frieden und dem Kölner Karmel unbeachtet lassen. Frieden und Versöhnung - trotz allen Leids und Entfremdung - ist das, für das die Schwestern des Kölner Karmels leben und beten. "Leben ist Beziehung", Beziehung zu Gott und zu den Menschen.

Besonderheiten

Bei einem Luftsangriff 1944 auf eine an das ehemalige Klostergrundstück angrenzenden Fabrik wurden alle dort kasernierten Zwangsarbeiterinnen aus der Ukraine getötet, deren sterbliche Überreste nicht mehr auffindbar waren. Auf diesem heute zum Klosterbereich gehörenden Gelände ist eine Gedenkstelle für die Getöteten errichtet, von der Erde für den Guss der Friedensglocke entnommen wurde.

Hinweis

Der strenge, dem Schweigegelübde verpflichtete Orden ist in Köln seit dem 17. Jh. beheimatet.

3

Alt St. Alban

Kirche
2,2 km

Köln Zentrum: Die Kirche St. Alban gehörte zu den mittelalterlichen Pfarrkirchen der Kölner Innenstadt und wurde auf einem fränkischen Gräberfeld im 12. Jh. errichtet. Der als Ruine heute wahrnehmbare Bau ist eine barocke dreischiffige Hallenkirche aus der Mitte des 17. Jh. Wie viele Kölner Kirchen wird sie im 2. Weltkrieg bis auf die Außenmauern zerstört, doch nach dem Krieg nicht wieder aufgerichtet. Statt dessen wird sie in den 50er Jahre profanisiert und in den Neubau des Kölner Gürzenichs integriert. Mit ihm bildet sie als Mahnmal und inszenierte Ruine seitdem ein spannungsvolles Ensembel, das Lebenslust des Festhauses mit dem memento mori, dem Todesgedanken verbindet.

Besonderheiten

Alt St. Alban steht für die verheerenden Zerstörungen der Stadt Köln im 2. Weltkrieg. Die aufgestellte Nachbildung der Skulptur "Trauerndes Elternpaar" von Käthe Kollwitz zeigt im Kontrast zu der "Erhabenheit" der Kirchenruine, das menschliche Schicksal und Leid und die damit erlebten Kälte und Verlassenheit. Auch hier wird Erde für die Friedensglocke eingesammelt.

4

Therapiezentrum für Folteropfer und des Caritas-Verband - Therapiezentrum für Folteropfer und Flüchtlingsberatung

Kultur
4,4 km

Köln: Es ist weitgehend unbekannt, dass der Caritasverband ein Therapiezentrum für Folteropfer und Flüchtlingsberatung in Köln unterhält. Eine solche in der Bundesrepublik nur vereinzelt anzutreffende Einrichtung kümmert sich um traumatisierte und misshandelte Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten, die hier Schutz suchen. Sie wurde 1985 gegründet und bietet gesundheitliche und psychotherapeutische Versorgung, ist aber auch im Rahmen der Sozialarbeit tätig.

Besonderheiten

Auch von hier wird Erde mitgenommen, die die vielen Menschen symbolisch vertreten soll, deren Leben durch Folter und menschliches Leid gekennzeicntet ist.

Hinweis

Das Therapiezentrum wird unterhalten von dem Caritasverband der Stadt Köln e.V.

5

Pfarrei St. Franziskus

Kirche
9,8 km

Köln-Bilderstöckchen: Die dem Hl. Franziskus in Köln-Bilderstöckchen geweihte Kirche genieß seit über zwei Jahren, seitdem Papst Franziskus I im Amt ist, besondere Aufmerksamkeit. Architektonisch ist sie eine Vorstadtkirche, die im Rahmen des Siedungsbaus Ende der 50er Jahren entstand und heute schon zu den "historischen" Bauten neuzeitlicher Kirchenarchitektur zählt. Gebaut wurde sie von dem renommierten Kölner Architekten Hans Schilling, der ihr durch ihre Rundform eine Gemeidezentrierung verlieh, wie sie erst ein Jahrzehnt später durch das Zweite Vatikanum beschlossen wurde. Das schmale Fensterband über der Außenwand nimmt Bezug auf den Sonnengesang des Hl. Franziskus.

Besonderheiten

Unsere Wallfahrtsgruppe wurde hier mit einem köstlichen Pilgermahl bewirtet. Ein Ausdruck von Gastfreundschaft und Nächstenliebe der dort aktiven Gemeindemitglieder, ganz im Sinne der Intention Papst Franziskus. Auch von hier wird Erde für den Glockenguss der Friedensglocke eingesammelt.

6

Pfarrei St. Johannes XXIII.

Kirche
17,9 km

Köln-Chorweiler: Es ist ein seltenes Ereignis, dass heute eine neue Kirchenglocke gegossen wird. Besonders selten aber ist es, wenn dieses vor Ort, auf dem Platz vor der Kirche geschieht, wie es in früheren Jahrhunderten durchaus üblich war. Die Heiligsprechung Johannes XXIII und damit verbundene Umbenennung des Patroziniums der Kirche in Chorweiler gaben dazu am 26./27. April 2014 den Anlass. Glockenguss und Feierlichkeiten standen unter dem Motto von Frieden und Versöhnung, Themen, die in der kulturellen und religiösen Vielfalt von Köln Chorweiler immer schon zentral und wegweisend waren. Ein Symbol für die Einheit und Gemeinsamkeit waren die für den Glockenguss mitgebrachten Erden aus unterschiedlichen Städten, Regionen und Ländern. Dafür brachte auch die Friedens-Fahrradtour Erde aus den Wohnorten der Teilnehmer wie auch von den einzelnen Zielen auf der Strecke mit. Nach dem Eintreffen wurden sie in den Füllbehälter der Glockenform eingefüllt.

Besonderheiten

Die Besonderheit der Friedensglocke von Chorweiler ist, dass sie nicht in einem Glockenturm eingebaut hängt, sondern als „Reiseglocke“ mit einem fahrbaren Glockenstuhl transportabel ist. Sie kann für Friedensveranstaltungen auch in anderen Kirchen und Orten in der Pfarrei St. Johannes XXIII angefragt werden. Kontaktaufnahme: Pastoralbüro, Kopenhagener Str. 5, 50765 Köln-Chorweiler, Telefon: 0221 / 7008505; FAX: 0221 / 7090658; E-Mail: pastoralbuero.chorweiler[æt]papst-johannes-koeln.de

Hinweis

Die am 26.04.2014 von der Glockengießerei der Abtei Maria Laach auf dem Pariser Platz vor der Kirche gegossene Glocke wiegt 74 Kg und hat eine Höhe und einen Durchmesser von ca. 50 cm. Gestimmt ist sie auf den Klangton f´´ und getauft auf die Inschrift „pacem in terris“ (Friede auf Erden). Die Handabdrücke auf ihrem Klangkörper stammen von fünf Kindern aus fünf Erdteilen: von Preyathi aus Australien, Louan aus Europa, Eva aus Afrika, Melina aus Asien und Isabella aus Amerika.

www.pax23.de

Ziel

St. Johannes XXIII, Köln-Chorweiler

Ziel
17 km
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