Der pfarr·rad-Blog


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29. Juni 2019

Radpilgerfahrt zum Thema „Heimat“

Trotz der für diesen Tag angekündigten Hitze starteten am Samstag, d. 29. Juni zwei Dutzend Pilger von St. Georg in Alt-Kaster aus zu einer einzigartigen Pilgerfahrt. Diejenigen, die teilnahmen, werden noch lange begeistert von einem ganz besonderen Erlebnis berichten. Denn bei herrlichem Sonnenschein und frischem Wind genossen die Radpilger eine ganz besondere Pilgertour. Diese führte sie über reizvolle kühle Wege um den Kasterer See und entlang der Mühlenerft auf den „meditativen“ Speedway, an dessen Ende sich beeindruckende Ausblicke auf die Abbauregion vor dem Hambacher Forst eröffnen. Nach der mittäglichen Rast im Innenhof eines idyllisch gelegenen Gasthauses radelten die Pilger durch sonnenüberflutete Felder mit einem Zwischenstopp in Oberembt bis Königshoven, wo sie zum Patronatsfest der dortigen Kirche St. Peter für ihren Pilgerweg mit der Feier einer Hl. Messe einen bewegenden Abschluss erlebten. Die Leitung der vom Referat „Geistliches Leben und Exerzitienhaus“ im Generalvikariat der Erzdiözese Köln und dem Katholisch-Sozialen Institut organisierten Veranstaltung hatte der Dechant i.R. Pfr. Gerhard Dane, der noch als Subsidiar im Seelsorgebereich Stadt Bedburg wirkt. Ihm gelang es in den insgesamt 7 Stationen auf dem Pilgerweg die jeweils dafür gewählten Themenin ihrer Vielschichtigkeit eindrucksvoll ins Bewußtsein zu rufen. Unter dem leitenden Gedanken „Heimat“ kamen u.a. die Sorgen und Erfahrungen der in dieser Region betroffenen Menschen zur Sprache. Es kamen aber ebenso leitende Angestellte von RWE mit ihren Argumenten zu Wort. Und immer wieder überführte Pfr. Dane die Beiträge in eine theologische Besinnung.So thematisierte er angesichts der Brücke vor einem Stadttor von Altkaster das „Hinhören“ das „Aufeinander-Zugehen“, die „Versöhnung“. Oder zu Beginn des Speedway die Frage nach der „richtigen Geschwindigkeit“ in unserem Leben. Der Speedway ist darüber hinaus westwärts ausgerichtet. Wie der Weg nach Santiago de Compostela - und dann weiter nach Finisterre – ans Ende der Welt – Ende des Lebens. Impuls für die Fahrt im Schweigen. Auf einem Aussichtsturm vor dem Tagebau griff er die Erzählung vom Turmbau zu Babel auf mit den entsprechenden Fragen:Dürfen, sollen wir alles, was wir können? In der Kirche „St. Simon und Judas Thaddäus“ in Oberembt sprach er schließlich die Bedeutung von Kirche an. Von der etymologischen Bedeutung des Wortes Kyriake – zum Herrn gehörig – ausgehend betonte er, dass die Gemeinschaft derjenigen,die zum Herrn Jesus Christus gehören, Kirche ausmachen. Und dass Heimat viel weniger etwas mit Quadratkilometern zu tun hat als vielmehr mit Beziehungen, in denen ich mich anerkannt, akzeptiert und wohl fühle. In diesem Sinn ist die Beziehung zu Gott das Fundament und die Erfüllung des Begriffs „Heimat“

Text: Udo Huett


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