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Westerwald Asbach Niedermühlen

KapelleNiedermühlen

Mutter Gottes.
Die Kapelle in Niedermühlen ist bis weit über die Grenzen von Asbach bekannt.

Das Handbuch der Erzdiözese Köln berichtet: „In Niedermühlen stand früher ein Bethäuschen, in dem sich schon zur Zeit des 30jährigen Krieges das Gnadenbild, ein Vesperbild um 1440, befand, das aus Mehren oder Flammersfeld bei Einführung der Reformation hierhergebracht sein soll. 1893 fand die Erweiterung zu einem neugotischen Oktogon statt“ (H1 S. 353). Nach seiner Zurruhesetzung im Dezember 1965 hat Prälat Wilhelm Peifer bis zu seinem Tod 1984 diese Filialkirche von Asbach und die Wallfahrt betreut. Wohnung fand er in der neuerrichteten Priesterwohnung bei der Kirche. In der zur Renovierung der evangelischen Kirche in Flammersfeld 1975 von Pfarrer H. Fritzsche herausgegebenen Geschichte der Kirchengemeinde finden wir eine Erzählung über die Rettung der Pietà zur Zeit des Pfarrers Stazelius vor den Bilderstürmem der Reformationszeit. Es wird da berichtet, wie vor dem Amtsantritt des radikalen Pfarrers Rosenstein ein Fremder von der katholisch gebliebenen Seite des Mehrbachs zu dem Pfarrer Stazelius kam und ihn um Überlassung der in der Kirche befindlichen Pieta gebeten habe (ebda. S. 74). So wurde die Pieta vor der Zerstörung gerettet. In dem Pilgerbüchlein des Vikars H. L. Erasmy für die Wallfahrt nach „Mariahilf“ in Niedermühlen (1921) lesen wir, dass in der Glaubensspaltung die rechts des Bachs gelegenen Gebiete des Kurfürstentums Köln katholisch blieben, während die Dörfer auf dem linken Ufer, die zur Herrschaft Sayn gehörten, sich im Jahr 1561 der Reformation zuwandten. Damals sei die Pietà in den Kölner Teil gerettet und in den unruhigen Jahren in einem Haus verborgen worden. Zur Zeit des 30jährigen Krieges, 1618-1648, sei das Gnadenbild wohl schon an den Platz aufgestellt worden, wo es heute noch steht. Schutz gegen die Unbilden der Witterung habe ein einfaches Dach geboten. Bald sei ein kleines Bethäuschen aus Holzfachwerk errichtet worden, zu dem Pilger aus dem umliegenden Land in ihren Anliegen Zuflucht genommen hätten. Krücken und Weihegaben seien Zeichen der Gebetserhörungen gewesen. 1863 wurde die neue Kapelle erbaut. Damit nahmen die Wallfahrten zur Niedermühlener Gottesmutter einen großen Aufschwung. Monsignore Johannes Böhner, schreibt 1987 in einem Bericht: „Die Wallfahrten zur Gnadenstätte erfreuten sich mehr und mehr einer regen Beteiligung, wohl auch dank der zahlreichen Gebetserhörungen, von denen die (leider 1862 vernichteten) Krücken u. a. wie auch die später ebenso entfernten Danktafeln beredtes Zeugnis abgelegt haben. Erfreulicherweise blieb der von der Neustadt-Etscheider Prozession (seit 1838) 1888 gestiftete siebenarmige Leuchter erhalten. In den Pfarrakten zu Asbach befindet sich auch ein Brief von 1904, in dem über die Blindenheilung eines 10-jährigen Jungen in Niedermühlen 1833 berichtet wird. Nach der Überlieferung sind auch weitere Heilungen und Hilfen in Geburtsnöten geschehen, ganz zu schweigen von den sicher zahlreichen Gnadenerweisen, die vielen Betern zuteil wurden. So finden sich alljährlich große und kleine Prozessionen bei Maria Hilf ein, aber noch mehr Einzelpilger. Genannt seien die Pfarrprozessionen aus Asbach zum Patrozinium (2. Juli), Limbach, Buchholz, Peterslahr und Oberlahr, Hennef, Niederpleis, Windhagen, Juckenbach, Mühleip und besonders die Fußwallfahrer aus Much-Kreuzkapelle, aber auch Gruppen aus Düsseldorf, Köln und anderen Orten. Im letzten Weltkrieg blieb unsere Kapelle im Unterschied zu den in den Nachbarorten meist schwer beschädigten Kirchen fast wunderbarerweise ohne Schaden erhalten, trotz des direkten Beschusses und örtlicher Kämpfe am 25. 3. 1945. Im Zug der Liturgieerneuerung fand 1965/66 unter Pfarrer Franz Maaßen eine umfassende Umgestaltung der Kapelle statt: Im Chorraum steht jetzt ein steinerner Altartisch. am linken Pfeiler der Tabernakel, rechts ist der Ambo und das Gnadenbild hat seinen Platz an der ,historischen' Stätte, an der Chor- Rückwand“.

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