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Andere Region Heimbach

KircheHeimbach

Mater Dolorosa.
Bistum Aachen

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Wallfahrtskirche Heimbach

Ein Wallfahrtsort, zu dem im Handbuch der Erzdiözese Köln keine feste Prozession vermerkt ist, ist Heimbach nahe beim Kloster Maria Wald und dem Rurstausee. Die Wallfahrtszeit liegt zwischen dem sogenannten Schmerzensfreitag dem 4. Freitag nach Karfreitag und dem 15. September, dem Fest der Sieben Schmerzen Mariens. Höhepunkt ist die Wallfahrtsoktav zwischen den beiden Sonntagen nach dem 2. Juli, dem Fest Mariä Heimsuchung. Die Zahl von 60 bis 70 Prozessionen der 20er Jahre hielt sich auch in den Jahren vor dem Krieg. Am 8. Juli 1945 waren es bereits wieder 44 mit 5 805 Teilnehmern. 1983 kamen wieder 88 Prozessionen mit rund 50 000 Wallfahrern. Die meisten kommen mit Bussen, ein Fünftel aber kommt zu Fuß; unter ihnen sind auffallend viele Jugendliche. Die Pilger aus dem Erzbistum Köln kommen aus dem Raum Euskirchen.

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Antwerpener Altar mit dem Gnadenbild
Foto: Dr. Jakob Schlafke

Im Mittelpunkt steht das Bild der Schmerzhaften Mutter, eine hölzerne Pieta, das gegen 1470 von einem Heimbacher Strohbäcker im Kermeter Wald aufgestellt wurde. Nach seinem Tod mußte wegen der vielen Menschen, die zu diesem Gnadenbild kamen, eine Kirche gebaut werden. Die Zisterzienser von Bottenbroich gründeten ein Kloster. Die Klosterkirche wurde 1511 konsekriert. Hier stand das Gnadenbild bis zum Jahr 1804, bis das Kloster Maria Wald aufgehoben wurde. Danach wurde es mit dem umgebenden Altaraufbau in die Heimbacher Pfarrkirche übergeführt. Die Zisterzienserpatres des Klosters stellten noch bis 1861 den Pfarrer. Danach kamen die Trappisten vom Oelenberg und besiedelten es wieder. lm Kulturkampf mussten sie von 1875 bis 1887 Maria Wald verlassen, konnten dann aber weiterwirken, bis sie 1941 erneut vertrieben wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen sie zurück und forderten weiterhin die Wallfahrt in Heimbach. Durch den großen Zustrom der Pilger wurde der Bau einer neuen Pfarr- und Wallfahrtskirche nötig. die in diesem romantischen Städtchen, der alten Burg gegenüber, die Entfaltung des Wallfahrtslebens ermöglicht und auch den Einzelpilgern Stille und Besinnung schenkt. Der große Flügelaltar wurde kurz nach 1500 in einer Antwerpener Werkstatt geschaffen. Er ist aus derselben Zeit wie der ähnliche Agilolphusaltar im Kölner Dom. Das Wallfahrtsbuch des Landschaftsverbandes nennt zehn Pfarreien aus der Erzdiözese Köln, die heute Wallfahrten nach Heimbach machen.

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