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Bergisches Land Ortsgemeinde Friesenhagen

KircheFriesenhagen

Mater Dolorosa.
Mater Dolorosa

Foto 1
Pietá aus dem Grabmal der Familie von Hatzfeld in der Pfarrkirche
Foto: Dr. Jakob Schlafke

Dechant Rainer Gille übersandte am 4. Juni 1988 zur Geschichte der Kapelle zur Schmerzhaften Mutter in der Strahlenbach die Ablichtung des folgenden Textes aus dem 1981 erschienenen Buch „Das Wildenburger Land“:
Mitten in Friesenhagen geht links der Weg hinauf zu jener Höhe, wo der Hinrichtungsberg für die Herrschaft Wildenburg war. Diese dunkle Seite läßt heute umso strahlender die Strahlenbachkapelle zu Ehren der Schmerzhaften Mutter Gottes zwischen den alten Bäumen hervortreten. Ein verputzter Bruchsteinbau aus dem 17. Jahrhundert zeigt an der Tür mit den beiden rechteckigen Fenstern, daß der Raum nicht groß ist. Die Länge beträgt im Inneren 3,35 m und die Breite 2 m. Ein rundbogiges Fenster befindet sich an jeder Längsseite. Das Dach, das über der Türseite vorgezogen ist, wird von einem kleinen Dachreiter geziert. Der barocke Säulenaltar aus dem 17. Jahrhundert hatte bis in die jüngste Vergangenheit eine Plastik aus Fichtenholz mit der Darstellung der Schmerzhaften Mutter. Es war eine bäuerliche Arbeit aus der Gründungszeit. Diese Pieta wurde aus Sicherheitsgründen entfernt; ein Herr aus Düsseldorf stiftete eine neue Figur, vor der die Kerzen ebenso brennen, denn die Friesenhagener hängen an ihren Kapellen, wie der Ortspfarrer Rainer Gille bezeugt. Aufschlussreich dürfte das Ölgemälde auf dem Antependium sein, das einen Franziskaner vor der Himmelskönigin darstellt. Graf Sebastian von Hatzfeld bekannte sich 1620 zum katholischen Glauben und holte 1637 Franziskaner nach Friesenhagen, von wo 1667 die erste Prozession zum Gnadenort der Schmerzhaften Mutter nach Marienthal zog. Hier hatte Graf Salentin Ernst von Manderscheid den Franziskanern den Wallfahrtsort Marienthal zugewiesen. Die Gemeinsamkeit der Franziskaner ließ an beiden Orten die Liebe zur Schmerzhaften Mutter recht lebendig bleiben. So dürfte es verständlich sein, daß die Marienthal-Pilger schon bald in Friesenhagen eine Kapelle erbauten, wohin sie wohl täglich eine kleine Wallfahrt machen konnten. Der letzte Abschnitt, mit dem I. Achter ihren Beitrag im Marienthal- Buch über das Gnadenbild beendet, möge hier folgen. Diese Zeilen gelten auch für viele andere Kapellen. „Gibt es einen Landstrich in Deutschland, wo auf engem Raum eine ähnlich große Zahl von Marienorten zu finden ist wie im Gebiet zwischen Lahn, Rhein und Oberbergischem Land? Marialinden, Marienheide, -thal, -statt, -berghausen -hagen, -berg, -rachdorf usw. Dazu kommen die anderen Marienwallfahrten nach Bödingen, Niedermühlen, Süchterscheid, Birk, Hausenborn (Isenburg), Bruchhausen, Westerburg usw., das Gnadenbild ist fast immer eine Pietà. Man darf sagen: ,Dieses Land war im Sommer in Bewegung, unterwegs zur Schmerzhaften Mutter Gottes.‘ Am Dienstag, vor Christi Himmelfahrt zieht die Bittprozession zu dieser Kapelle. Die liebevolle Betreuung liegt bei der Familie auf Hof Kappenstein.

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