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Mutter Gottes.
Madonna vom Gnadenauge

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Am Vorabend des Düsseldorfer Katholikentages, dem 28. August 1982, krönte der Kölner Erzbischof Kardinal Joseph Höffner in einer feierlichen Marienvesper das Bild der Madonna vom Gnadenauge in St. Maximilian. Die Geschichte des Bildes führt in die Jahre um 1680 zurück, als die Türken mit ihrem mächtigen Heer das Herz Europas bedrohten und 1683 Wien belagerten. In diesen Jahren wirkte der Kapuziner Markus von Aviano, ein aufrüttelnder Bußprediger, dessen Einfluß wir uns nicht vorstellen könnten, hätten wir es nicht selbst erlebt, wie der italienische Jesuitenpater Lombardi in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg in den Ländern Europas seinen Kreuzzug der Liebe predigte. Obwohl er des Deutschen noch nicht ganz mächtig war, strömten in unseren Domen und Städten Abertausende zusammen, um ihn zu hören. Pater von Aviano rief die Massen zu Einkehr und Umkehr auf. Sein Apostolat wurde durch aufsehenerregende Wunder gefördert. So kam er auf Bitten Philipp Wilhelms von Pfalz-Neuburg im Frühjahr 1680 auch nach Deutschland. Am 9. Oktober predigte er in der überfüllten Pfarrkirche St. Peter in Neuburg. Hier geschah nun das Ereignis, das seinen Aufenthalt dort für alle Zeiten denkwürdig machen sollte; Während des Gottesdienstes glaubten einige Teilnehmer beobachtet zu haben, wie das auf dem Altar stehende Marienbild die Augen senkte und hob, bald nach rechts, bald nach links wendete und dann wieder auf den Kapuzinermönch gerichtet hielt. Der zuständige Pfarrer Dominikus Loth vernahm den Bericht zuerst skeptisch, kehrte dann aber doch mit dem Pfarrer von Hl. Geist in die Kirche zurück, und sie fanden über 15 Minuten lang die Aussage bestätigt. In den nächsten Tagen wurde die Bewegung nicht mehr wahrgenommen. Erst am 29. Oktober wiederholten sich die Vorgänge, als nachmittags um 16 Uhr der österreichische Gesandte am Reichstag in Regensburg, Theodor Heinrich von Strattmann, mit seiner Begleitung in die Kirche kam, um vor dem Gnadenbild zu beten. Auch er beobachtete, wie er später unter Eid aussagte, die Bewegung der Augen. Mit Windeseile verbreitete sich die Kunde in der Stadt und rief viele Menschen in die Kirche. Zur späten Abendstunde kam auch Philipp Wilhelm mit seiner Gemahlin. Sie knieten eine Stunde im Gebet vor dem Bilde, währenddessen das Antlitz der Gottesmutter verklärt erschien und ihre Augen sich ständig bewegten. Der Pfalzgraf gab nun den Auftrag zu beobachten, ob das Wunder auch tagsüber wahrzunehmen sei. Der Pfalzgraf und seine Gemahlin kamen in den nächsten Tagen öfter während der Nacht, um vor dem Gnadenbild zu beten. Sie beobachteten dabei, wie dieses beständig die Augen bewegte. Die Kunde verbreitete sich rasch im Lande, und man deutete das Geschehen als eine buchstäbliche Erhörung der Bitte des Salve Regina „illos tuos misericordes oculos ad nos converte“, wende deine barmherzigen Augen zu uns. In den folgenden Monaten wurde das Ereignis noch öfter von hohen kirchlichen Würdenträgern geprüft und bestätigt gefunden. Als im Entscheidungsjahr 1683 die Türken Wien eingeschlossen hatten, schrieb der Pfalzgraf am 14. Juli an P. Markus von Aviano, daß die Bewegung der Augen der Mater admirabilis von Neuburg ganz besonders stark in Erscheinung trete und man das Wunder noch nie so hell strahlend beobachtet habe. Pfalzgraf Philipp Wilhelm (1653- 1690) war auch Herzog von Jülich und Berg und weilte oft in Düsseldorf, der Hauptstadt seines Bergischen Landes. Er war der Vater und Vorgänger des berühmten Jan Wellem. Für Düsseldorf ließ er eine Nachbildung des verehrten Bildes der „Mutter vom Gnadenauge“ malen und schenkte dieses Bild den Franziskanern. Es zeigt die gekrönte Madonna von Neuburg. Weit breitet sie ihren Mantel aus, als wolle sie allen Menschen Schutz und Geborgenheit schenken. Zwei Engel halten zu ihren Füßen dem Beter ein aufgeschlagenes Buch entgegen, auf dessen rechter Seite ein Auge den Beter anschaut. Am 4. Oktober 1773 wird das Bild in die neue St.-Antonius-Kirche, den Bau der heutigen Kirche St. Maximilian überführt. Als die Franziskaner im Jahre 1804, im Zuge der Säkularisierung, ihr Kloster verließen, blieb das Bild in der Kirche, wo, nach einer Chronik, auch weiterhin fromme Beter knieten und die Lichter Tag und Nacht brannten. 1929 verlegte es Pfarrer Dr. Wahlen in die untere Seitenkapelle, wo zahlreiche fromme Beter in Stille verweilen konnten. Nach der letzten Renovierung von Kirche und Kapelle fand das Bild vom Gnadenauge 1977 Aufnahme in einen Altarschrein der Kapelle, vor dem heute täglich Beter aus ganz Düsseldorf knien, ihre Kerzen anzünden und ihre Anliegen der Gottesmutter anvertrauen:

Gebet

„Heilige Muttergottes vom Gnadenauge, erhalte uns das dreifache Licht: das Licht der Augen, das Licht des Verstandes, das Licht des Glaubens, und laß uns einst leuchten das ewige Licht! “

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