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Siegburger Land Lohmar-Birk

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Mater Dolorosa.
Verehrung des Gnadenbildes der Schmerzhaften Mutter

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Birker Str. 10
53797 Lohmar-Birk

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Schmerzhafte Mutter
Foto: Dr. Jakob Schlafke

Der Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Höffner krönte am Ostermontag, dem 12. April 1982, in einer feierlichen Vesper das Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter von Birk. Die Kölnische Rundschau schrieb dazu am 13. 4. 1982: „Nach 76 Jahren ist gestern wieder ein Marienbild im Rheinland gekrönt worden. Kardinal Joseph Höffner nahm die feierliche Handlung an einer Pieta aus dem 15. Jahrhundert in der Wallfahrtskirche von Birk (Gemeinde Lohmar) Vor. Das Gotteshaus war mit Pilgern überfüllt.“ In einer von Heinrich Hennekeuser zu diesem Anlaß geschriebenen Arbeit über die Verehrung der Schmerzhaften Mutter von Birk geht er der Geschichte des Gnadenbildes nach. Dabei stützt er sich weitgehend auf die Pfarrchronik des Pfarrers Dr. Aumüller, die dieser 1852 begonnen hat. Danach ist das Bild der Schmerzhaften Mutter mit dem Leichnam Jesu auf dem Schoß um das Jahr 1490 entstanden. Es zog nach und nach Wallfahrer aus dem alten Großkirchspiel Altenrath mit dem Bezirk um Rösrath, ferner Wallfahrer aus den Kirchspielen Honrath, Wahlscheid und Overath an. Die früheste belegte Wallfahrt kam aus Lindlar. Im Jahre 1503 wurde eine Bruderschaft gegründet „Zu Ehren unserer lieben Frau“. Anlaß dürfte die aus dem Jahre 1502 bezeugte Pestepidemíe gewesen sein. Das Bruderschaftsbuch war lange verschollen und wurde erst 1967 wieder entdeckt. Hauptwallfahrtstag war der dritte Pfingsttag, neben dem Compassionsfest, das von Erzbischof Dietrich von Moers 1423 angeordnet wurde und in Bödingen am vierten Freitag nach Ostern durch eine große Prozession gefeiert wird und dem Fest der Sieben Schmerzen am 15. September. Die Säkularisation des Jahres 1803 ließ die Wallfahrt erliegen. Als letzte Prozession kam 1833 noch die aus Neunkirchen. In der Kirche wurden die im Chor aufgehängten Krücken und andere Votivgaben abgenommen. Die Nischen traten erst bei der Renovierung des Chores im Jahre 1960 wieder zutage. In den Vorüberlegungen für die Wiederbelebung der alten Wallfahrt hatte sich der Pfarrer Georg Remke mit seinem alten Professor, dem Mentor der rheinischen Liturgiewissenschaft, Prälat Theodor Schnitzler, in Verbindung gesetzt. Dieser antwortete ihm: „Lieber Mitbruder! Du erzählst mir von Deinem Plan, die Birker Madonna zu krönen. Genauer gesagt; Durch den Herrn Kardinal krönen zu lassen. Das ist mir doch nun unter die Haut gegangen. Du gestattest wohl, daß ich Dir darüber ein paar Zeilen schreibe. Sicher hast Du schon einmal das erhabene Urteil vernommen: „Wie kann man nur!“ Wie kann man in der modernen Zeit eine Krönung vornehmen? Nicht einmal Könige werden gekrönt, - man denke nur an den Spanier. Wenn aber mal einer gekrönt wird, dann kommt zuerst eine „Schau“, dann der Bankrott, dann der Untergang, - man denke nur an Bokassa in Zentralafrika. Wo es noch echte Krönung gibt, wie etwa in England, weiß man nicht ganz genau, wo die Krönung aufhört und die Touristenattraktion anfängt. Dann soll Birk beginnen mit einer Krönung? Wollt ihr etwas für eure Gasthäuser tun? Auf diese Fragen sollst Du, lieber Mitbruder, vorbereitet sein. Darf ich Dir für die Antwort zur Seite stehen? Was heißt denn überhaupt „krönen“? Jedenfalls gibt es ein „Krönen“ völlig unabhängig von monarchischen Regierungsformen. Denken wir an die Begrüßungen in Philippinen und Südsee: Da hängt man dem Gast einen Blütenkranz um, der die Schulter und die Brust bedeckt Krone heißt übrigens: Kranz, und krönen: bekränzen. So hat man in diesen Ländern auch Papst Paul VI und Papst Johannes Paul II. bekränzt = gekrönt. Der Gottesmutter Kranz und Krone anbieten, ist eine besonders intensive Form des Grußes und des Willkommens. Ein Ave aus Blüten! Was heißt „krönen“? Paulus, der große Apostel, spricht davon. Er sagt seiner Lieblingsgemeinde zu Philippi in Mazedonien: „Ihr seid meine Freude und meine Krone! Das bedeutet: Ihr macht mich so froh, wie wenn ich euch als einen Blütenkranz um meine Schultern legte. - So macht uns die Gottesmutter durch ihre Güte so froh, daß wir sie empfinden wie einen duftenden Blütenkranz um die oft kreuzbeladene Schulter. Was heißt krönen? - Nun müssen wir doch einmal monarchische Regierungsformen bemühen. Wenn man einen krönt, heißt das: Du bist mein König! Ich liefere mich Deiner Führung aus, wie man sich einem „gekrönten Haupt“ unterwirft. Krönung heißt also Unterordnung unter Marias Beispiel, unter Mariens Vorbild. Krönen heißt: Sich unter Mariens Schutzmantel stellen. Sie ist uns Königin, weil sie herausragt durch ihre Berufung und ihr Vorbild, weil sie für uns verantwortlich da ist durch ihren Schutz. - Die Krönung besagt Anerkennung ihrer Würde und ihrer Güte. Was heißt krönen? - Ein Vater ist stolz auf seine Tochter. Er sagt ihr: „Du bist meine kleine Königin! Ebenso fröhlich und stolz sagt er zu seiner Gattin: „Du bist meine kleine Königin!“ Worte der Liebe und der Freude! Marienkrönung - das ist ein getanes Ave, das ist ein Hymnus im Werk auf die Gute und Große, das ist ein nicht nur geflüstertes, sondern ein hinaustrompetetes Wort der Liebe. Ist das nicht gerade etwas für den modernen Menschen? Wenn Schulkinder kein Ave mehr sagen können; wenn unser Friede innen und außen so gefährdet ist, wenn unser Herz von Rationalismen überwuchert ist! Endlich einmal wieder eine Melodie, die mitreißt! Man hätte die Krone besser verkauft und das Geld den Armen gegeben...! Wer sagte das doch? Judas Iskariot! Wo eine Pfarre ein Krönchen für die Madonna stiftet, da hat sie sicher eine offene Hand für die Hungernden und für die Leidenden! Krönt nur. Aber sorgt, daß nicht etwas Glitzerndes und Vergoldetes die Madonna ehrt. - Die Mutter muß, wie St. Paulus, Euch sagen, Euch, Euch: „Ihr seid meine Krone!“ Als Theodor Schnitzler diesen Brief schrieb, war er, der begeisterte Priester, Lehrer und Konzilstheologe schon von seinem schweren Todesleiden gezeichnet. Das Buch „Wallfahrt im Rheinland“ schreibt über Birk (S. 128): In Birk wird Maria - Mater Dolorosa (Schmerzhafte Mutter) verehrt. Besondere Wallfahrtstage sind der 15. September. Die Wallfahrtsoktav findet vom 2. bis 7. Juli statt.

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Anna Selbdritt
Foto: Dr. Jakob Schlafke

Ziel der Pilger aus Lohmar, Siegburg, Birk und Breidt sind eine Holzplastik der Anna Selbdritt und eine Pietà aus dem 15. Jahrhundert. Die Anfänge der Wallfahrt nach Birk reichen in das frühe 16. Jahrhundert zurück, da 1503 eine Bruderschaft zu Unserer Lieben Frau gegründet wurde.

Gebet

Du Trost der Betrübten zur Hilf' sei bereit. Du Stärke der Schwachen beschütz'mich im Streit

Wenn wider mich kämpfen Fleisch, Hölle und Welt, sei du mir als Zuflucht zur Seite gestellt. Maria zu lieben, 5. Str. (JZ Jh.)

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