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Eifel Barweiler

KircheBarweiler

Mutter Gottes.
Das Lilienwunder der Lilienmadonna ist seit 1951 anerkannt

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Wallfahrtskirche St. Gertrud
Kirchstraße 4,
53534 Barweiler

Foto 1
Wallfahrtskirche Barweiler
Foto: Dr. Jakob Schlafke

Unweit der Nürburg liegt auf einer Höhe von etwa 500 Metern der Eifelwallfahrtsort Barweiler. Das 1000jährige Dorf war früher mit seinem Pfarrort Uexheim der Abtei St. Maximin in Trier zehntpflichtig. Um 1310 gehörte es zum kölnischen Eifeldekanat. 1668 werden als Patrone der Pfarrkirche Barweiler St. Gertrud und St. Nikolaus genannt. Das Handbuch der Erzdiözese Köln 1966 nennt 14 Pfarreien der Voreifel, die in den Monaten September und Oktober nach Barweiler wallfahren. Die Wallfahrt geht zurück auf das Jahr 1726. In dem Wallfahrtsbüchlein von 1951 berichtet der Pfarrer darüber; „Die Barweiler Mädchen hatten eines Tages zur Sommerzeit die Altäre ihrer Pfarrkirche mit Blumen geschmückt und natürlich auch das Muttergottesbild aus Uexheim. Dabei hatte man eine lebende Lilie in die rechte Hand der Statue gegeben, die man bis zum Verwelken, ja bis zum gänzlichen Verdorren dort stecken gelassen hatte. Da, plötzlich im September, fing diese schon verdorrte Lilie wieder zu grünen und blühen an. Man sah eine große Lilie mit 15 kleinen Knospen am Stengel herunter. Dieses Lilienwunder wiederholte sich im folgenden Jahr um die gleiche Zeit. Der damalige Pastor von Barweiler, Michael Kaas, berichtete natürlich über diese wunderbare Begebenheit an die geistliche und weltliche Behörde. Weihbischof de Reux, der damalige Generalvikar der Diözese Köln, zu der bekanntlich Barweiler damals gehörte, beauftragte den Abt des Klosters Steinfeld/Eifel, Michael Kuell, mit der Überprüfung des Wunderberichtes. Dieser war denn auch zweimal in Barweiler und Zeuge der großen Verehrung des ‚Gnadenbildes Unserer lieben Frau mit der Lilie‘ bei den Gläubigen, die bald nach Bekanntwerden des Lilienwunders aus nah und fern, namentlich aus dem Köln-Aachener Gebiet, prozessionsweise nach Barweiler zogen. Um jeglichen Betrug und Täuschung auszuschalten, wurde auf seine Anordnung hin das Muttergottesbild auf dem Altar in einem Schrein mit einer gläsernen Tür und durch zwei gesicherte Eisenschlösser verschließbar aufgestellt.“ Dieser handschriftliche Prüfungsbericht des Steinfelder Abtes an die bischöfliche Behörde in Köln vom 19. Juli 1728 befindet sich mit den urschriftlichen Wunderberichten aus den Jahren 1727 - 1729 - 1733 - 1735 - 1737 -1741 - 1742 - 1745 - 1747 - 1751 -1753 - 1755 - 1772 usw. im Pfarrarchiv Barweiler.

Foto 2
Madonna mit der Lilie
Foto: Dr. Jakob Schlafke

Von dieser Zeit an wurde der Zulauf der Gläubigen aus der Eifel und Voreifel, besonders um die Marienfesttage im September und Oktober, wenn die Ernte eingebracht war, von Jahr zu Jahr größer. Er hat sich bis in unsere Zeit erhalten. Die Mutterpfarrei Uexheim war in der Zeit der Glaubensspaltung der Reformation beigetreten. Nach einer Legende hatte dann ein Bettler die nicht mehr in Ehren gehaltene Marienstatue nach Barweiler gebracht.
Dort war Mitte des 17. Jahrhunderts die heutige Wallfahrtskirche über dem Mauerwerk einer alten Kirche aus dem Jahre 1153 errichtet worden. 1950 wurde der Kirchenraum von dem Salvatorianerpater Egino Manall mit bedeutsamen Wand- und Deckenfresken ausgeschmückt, die die Gottesmutter Maria als Vermittlerin der Gnaden und als Königin aller Heiligen darstellt. Die reichgeschnitzten Wangen der Kirchenbänke sind aus dem Jahre 1772 und tragen die Anfangsbuchstaben des Ave Maria. Vor dem Bild Unserer lieben Frau beten die Pilger seit über 200 Jahren um eine glückselige Sterbestunde;

Gebet

„O allerseligste Jungfrau Maria, die du vor dem Throne Gottes stehst und für uns bittest, gedenke doch meiner bei deinem lieben Sohne und bitte ihn für mich, so oft ich es bedarf. Stehe mir bei, streite für mich, danke ihm für mich und erlange mir die Verzeihung meiner Sünden. Stärke mich im Leiden, insonderheit aber beschütze mich in meiner letzten Stunde. Wenn mein Auge bricht, meine Zunge nicht mehr redet, meine Ohren den Trost unserer hl. Religion nicht mehr Vernehmen und der böse Feind mich versucht und von der Liebe Gottes trennen will, dann sei du mein Schutz und Schirm! Sei mir im Leben eine Helferin und Beschützerin und bitte für mich, daß ich in der Gnade Gottes aus dieser Welt scheide, und sei mir eine gute Fürsprecherin, wenn ich vor deinem göttlichen Sohn er- scheine, damit ich bald zur ewigen Anschauung Gottes gelange. Amen“.

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