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KircheBanneux

Mutter Gottes.
Das Wunder der Erscheinung Marias

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Die Quelle, Banneux
Foto: Dr. Jakob Schlafke

Im Handbuch der Erzdiözese Köln, 1966, haben 55 Pfarreien angegeben, daß sie nach Banneux wallfahren. Papst Johannes Paul II. besuchte auf seiner Pastoralreise durch die Benelux-Staaten um Christi Himmelfahrt 1985 den Wallfahrtsort und feierte dort einen großen Gottesdienst. Schon früher war er als Erzbischof von Krakau dort gewesen. Banneux liegt auf der Hochfläche der Ardennen zwischen Lüttich und Verviers. Die Wallfahrt begann 1933, 75 Jahre nach Lourdes. Damals war Maria, vom 15. Januar an, der zwölfjährigen Mariette Beco achtmal erschienen. Die Becos waren eine arme Arbeiterfamilie, die damals sieben Kinder hatte, vier kamen später noch dazu. Sie wohnten etwa einen Kilometer abseits vom Dorf in einem einfachen Arbeiterhaus am Rand des sumpfigen Waldes. Die am 25. März 1921, am Fest Mariä Verkündung - es war der Karfreitag - geborene Mariette war in ärmlichen, äußerst beengten Verhältnissen herangewachsen. Für Schule und geistige Bedürfnisse blieb wenig Zeit. Die Mutter brauchte sie für die Versorgung der jüngeren Geschwister, mit denen sie im gegenüberliegenden Wald ungehindert spielen konnte. Die Religion spielte im Elternhaus keine Rolle. Der Winter ist dort lang. Bis in den April ist das Land meist vom Schnee bedeckt. Am Sonntag, dem 15. Januar 1933, um sieben Uhr abends, schaute Mariette von der Bank am Küchenfenster auf die Straße. Da sieht sie in der Dunkelheit ein strahlendes Licht und erkennt eine Dame, von der das Leuchten ausgeht. Diese steht aufrecht, ohne sich zu bewegen, ein wenig nach links geneigt, die Hände gefaltet. Mariette ruft voller Erregung: „Mutter, da ist eine Frau im Garten!“ Aber die Mutter lacht nur. Mariette aber besteht darauf und sagt: „Es ist bestimmt die Muttergottes“. Sie nimmt den Rosenkranz zur Hand, den sie vor einiger Zeit gefunden hat, und betet. Auf einmal winkt die Dame sie zu sich. Mariette verläßt das Fenster, um nach draußen zu gehen, aber die Mutter hält sie zurück. Danach ist die schöne Dame verschwunden.

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Altarpavillon
Foto: Dr. Jakob Schlafke

Drei Tage später verläßt Mariette trotz ihrer Angst vor der Dunkelheit gegen sieben Uhr das Haus. Am Rande des Weges, der zum Gartentor führt, kniet sie nieder und fängt an zu beten, während ihr Blick auf die Stelle gerichtet ist, wo sie am vergangenen Sonntag die Dame gesehen hat. Auf einmal erhebt sie die Arme und breitet sie aus. Über dem Wald sieht sie die Hl. Jungfrau. Zwischen den Spitzen zweier Tannen hindurch schwebt sie nieder und bleibt einige Schritte vor dem Kind über dem Boden stehen. Mariette betet leise ihren Rosenkranz weiter, den Blick unverwandt auf die Dame gerichtet, die ihr zulächelt und dabei leicht die Lippen bewegt. Etwa 20 Minuten verbringt Mariette so in stillem Gebet - da gibt die Dame ihr mit der Hand ein Zeichen, dabei entfernt sie sich rückwärts. Mariette folgt ihr auf die Straße, kniet nieder und betet einige Ave. Die Dame winkt sie erneut zu sich. Plötzlich wendet sie sich nach rechts, geht auf eine Quelle zu und kniet am Rande des Grabens nieder. Da sagt die Dame zu Mariette: „Tauche deine Hände in das Wasser!“ Das Mädchen gehorcht. Dabei gleitet ihr Rosenkranz aus den Händen. Hierauf sagt die Dame: „Diese Quelle ist mir vorbehalten!“ Dann verabschiedet sie sich: „Guten Abend, Auf Wiedersehn!“ Dann entschwindet ihre Gestalt in der Ferne. Am nächsten Tag, dem 19. Januar, verläßt Mariette wiederum gegen sieben Uhr abends das Haus. Diesmal begleitet sie ihr Vater. Nach wenigen Schritten kniet sie im Schnee nieder und betet leise. Nach kurzer Zeit streckt sie die Arme aus und ruft: „Oh, da ist sie.“ Nach kurzem Schweigen fragt sie die Dame, wer sie sei. Diese antwortet: „Ich bin die Jungfrau der Armen.“ Dann geht sie wieder auf die Quelle zu. Mariette folgt ihr. Bei der Quelle kniet sie wieder nieder und fragt: „Warum sie gesagt habe, die Quelle ist mir vorbehalten?“ Die Dame lächelt und antwortet, die Quelle sei für alle Nationen, für die Kranken. Sie fügt hinzu: „Ich werde für dich beten, Auf Wiedersehn“. Am Freitag, dem 20. Januar, erscheint ihr die Dame wieder und wünscht den Bau einer kleinen Kapelle. Vom 21. Januar bis 11. Februar geht Mariette jeden Abend um sieben Uhr in den Garten und betet den Rosenkranz. Aber die Erscheinung bleibt aus.

Erst am 11. Februar, beim fünften Gesetz des zweiten Rosenkranzes, steht sie plötzlich auf und geht auf die Quelle zu. Dort kniet sie nieder, betet noch einige Ave, taucht die Hände in das Wasser und macht mit dem Kreuz ihres Rosenkranzes das Kreuzzeichen. Da sagt die Dame zu ihr: „Ich komme, das Leiden zu lindem. Auf Wiedersehn.“ Darauf entschwindet sie wieder. Dann dauert es bis zum 15. Februar. Die Mutter ist zum ersten Mal dabei. Mariette fragt sie; „Heilige Jungfrau, der Herr Kaplan hat mir aufgetragen, dich um ein Zeichen zu bitten.“ Maria antwortet; „Glaubt an mich - ich werde an euch glauben.“ Dann vertraut sie dem Kind ein Geheimnis an und fügt hinzu: „Betet viel! Auf Wiedersehn!“ Ähnlich verläuft die siebte Erscheinung am 20. Februar. Bei der achten Erscheinung ist Maria sehr ernst. Feierlich klingen ihre Worte: „Ich bin die Mutter des Erlösers, Mutter Gottes. - Betet viel!“ Es entsteht eine Pause. Man hört Mariette zweimal Ja sagen. Sie wünscht dem Kind „Adieu“. Nach- dem sie ihm die Hände aufgelegt und es gesegnet hat, entschwindet sie zum Himmel empor. Diesem, von der Caritas Banneux N. D. veröffentlichten Bericht, ist folgendes Wort aus dem Hirtenbrief des zuständigen Bischofs von Lüttich Msgr. L.J. Kerkhofs vom 22. August 1949 angefügt:
„Zweimal, erstmals 1942, dann 1947, habe ich mit einigen Einschränkungen die Wirklichkeit der Erscheinungen von Banneux offiziell anerkannt. Heute, nach zwei weiteren Jahren des Gebets und der Beobachtung, glaube ich, daß mein Gewissen es mir erlaubt und gebietet, diese Realität ohne irgendeine Einschränkung anzuerkennen; ich spreche von der Realität der acht Erscheinungen der Mutter Gottes vor Mariette Beco, die am 15., 18., 19. und 20. Januar, am 11., 15. und 20. Februar und am 2. März 1933 stattfanden.“
Seit 1933 wird in Banneux jeden Abend der Rosenkranz gebetet. Aus Belgien und den Nachbarländern, wie auch aus Irland, Großbritannien und Italien kommen Pilger in Prozessionen. Im Mittelpunkt steht das Beten des Rosenkranzes, die Feier der Eucharistie, der Empfang der Sakramente und die eucharistische Anbetung. Der erste Rosenkranz wird bei der Kapelle gebetet, der zweite bei der Quelle, der dritte nach der Rückkehr in die Gnadenkapelle. Die Wallfahrtszeit beginnt am 1. Mai und schließt am letzten Sonntag im Oktober. Schon 1955 hatten sich der dort gegründeten Internationalen Gebetsvereinigung für den Weltfrieden über zwei Millionen Mitglieder angeschlossen. In dem Waldgelände wurden weitere Gotteshäuser und ein großes Zentrum für die Pilgergottesdienste gebaut, denen vor dem Papstbesuch 1985 noch eine weitere Kirche hinzugefügt wurde. Stiftung der deutschen Pilger ist die Michaelskapelle, für deren Turm Bundeskanzler Adenauer eine Glocke gestiftet hat. Schon 1933 wurden Heilungen registriert, die die medizinische Wissenschaft nicht erklären kann. In dem großen Pilgerhaus bleiben die Kranken meist fünf Tage. Mehrere religiöse Gemeinschaften haben in Banneux Niederlassungen gegründet. Die vielen Pilger nehmen von dem Wasser der Quelle mit in die Heimat, als Zeichen des Segens für sich und die Ihren.

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