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KircheGnadenkapelle Aldenhoven

Mutter Gottes.
Gnadenkapelle Maria als Zuflucht der Sünder

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Gnadenkapelle Aldenhoven
Dietrich-Mülfahrt-Straße,
52457 Aldenhoven

Foto 1
Gnadenkapelle Alednhoven
Foto: Dr. Jakob Schlafke

Die St.-Martin-Pfarrei in Aldenhoven bei Düren wird schon im Jahre 1029 urkundlich erwähnt. Die Geschichte der Marien-Wallfahrt zur „Zuflucht der Sünder“ beginnt aber erst 1654. Damals fand der aus Aldenhoven stammende Dietrich Mülfahrt während der Jagd in einem Lindenbaum ein Marienbild, jetzt als „Aldenhovener Gnadenbild“ bekannt. Es stammt aus dem 14. Jahrhundert und stellt die 12 cm große, von einem Strahlenkranz umgebene Gottesmutter dar, die in ihrer Linken das segnende Kind und in der Rechten das Zepter trägt. Allabendlich hielt Mülfahrt mit zwei Freunden dort eine Andacht und es erschien an der Stelle der jetzigen Gnadenkapelle ein wunderbares Licht. Bald wurden auch Gebetserhörungen überliefert. Mülfahrt baute nahe bei der Linde mit zwei Freunden ein Heiligenhäuschen. Als der Zustrom der Pilger immer mehr zunahm, ließ der Herzog von Jülich im Jahre 1659 dort eine Gnadenkapelle errichten, nach dem Vorbild der Gnadenkapelle in Altötting. Betreut wurden die Wallfahrer und Pilger damals von den Kapuzinern aus Jülich, die täglich nach Aldenhoven wanderten. 1665 gründeten sie dann in Aldenhoven ein Kloster, das dann in der Säkularisation aufgelöst wurde. Von weither kamen immer zahlreicher Prozessionen zur Verehrung des Marienbildes.

Foto 2
Gnadenbild Aldenhoven
Foto: Dr. Jakob Schlafke

Im Lauf der Geschichte wurde das Gnadenbild mehrfach gestohlen und wieder ersetzt, zuletzt in der Nacht zum Aschermittwoch 1947. Aber ungeachtet dieser Vorgänge hielt der Zustrom der Pilger an. Hauptzeit sind die Monate Juli, August und September mit den Festen Mariä Heimsuchung, Mariä Himmelfahrt und Mariä Geburt. Wie die Chronik berichtet, kamen 1754 schon 57 Prozessionen zur Gnadenkapelle Aldenhoven. In den 1960er-Jahren waren es mehr als 60 Prozessionen im Jahr mit insgesamt rund 40.000 Pilgerinnen und Pilgern.

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