Ortetipps anzeigen
 
Niederrhein Nievenheim

KircheNievenheim St Pankratius

Hl. Salvator Mundi.
Der göttlichen Salvator verspricht Trost, Hilfe und Kraft zu finden für Leib und Seele, für sich und für die Mitmenschen.

Kontakt
Pfarramt
St. Pankratius
Conrad-Schlaun-Straße 5,
41542 Dormagen

Foto 1
Salvatoraltar Dormagen-Nievenheim

Nievenheim, das heute zu Dormagen gehört, wird urkundlich schon 796 und 801 erwähnt. Als Pfarre ist es seit 1262 bekannt. Berühmt wurde es 1557, als das seit 1464 in der Salvatorkirche zu Duisburg verehrte Bild des Salvator Mundi nach Nievenheim gerettet wurde. Duisburg hatte die Reformation angenommen und das Christusbild aus der Kirche entfernt. Nach alten Berichten war das etwa ein Meter hohe, aus Eichenholz geschnitzte Bildnis des Welterlösers mit der Erdkugel in der linken Hand, der die Rechte belehrend erhoben hat, auf dem Weg nach Köln in Nievenheim verblieben und dort ehrerbietig aufgenommen worden. Wenn die Kirche auch das alte Patrozinium St. Pankratius behielt, so stand von nun an die Salvatorverehrung im Mittelpunkt. Besonders seit dem Pestjahr 1667 erlebte die Wallfahrt einen bedeutenden Aufschwung. Konrad Schlaun baute 1743 die neue Kirche, für die Kurfürst Clemens August den Hochaltar stiftete, dessen zeltartiger Baldachin heute noch das Gnadenbild birgt. Die Hauptwallfahrtszeit beginnt Fronleichnam und schließt mit dem Sonntag nach dem Herz-Jesu-Fest. Auch in den Monaten September und November wird das Gnadenbild aufgesucht. Nach dem Bericht des dortigen Pfarrers Jung von 1977 kamen in der Wallfahrtszeit Fußpilgergruppen aus Wipperfürth, Köln, Thorr, Niederzier, Wissersheim und eine Männerwallfahrt aus Düsseldorf. Die Kölner und die Düsseldorfer zogen in der Nacht nach Nievenheim, wo in der Sonntagsfrühe die Pilgermesse stattfand. Außer diesen regelmäßigen Wallfahrten kamen 1976 noch Pilger aus Stieldorf und den Duisburger Pfarreien Liebfrauen und St. Josef, denen sich auch

Viele Hilfen, die jahrhundertelang in Duisburg Kranken und Notleidenden zuteil wurden, werden auch in alten Nievenheimer Aufzeichnungen rühmend erwähnt: „In Fiebern, Raserey und dergleichen Leibes Schaden, Solt auch der Augen-Licht verlöschet seyn, Solt Ohr und Zung dabey in Wehstand seyn gerathen, Und so dir's mehr gebricht, hier wirst du geheilet seyn. “

Um das Jahr 1667 wütete in der Umgebung von Nievenheim die Pest. Nachdem die Gläubigen zum göttlichen Salvator flehten und ihm eine silberne Krone gelobten, blieben sie drei Jahre von der furchtbaren Seuche verschont. Aus Dankbarkeit ließen sie eine silberne Krone anfertigen, die heute noch das Haupt des wundertätigen Salvatorbildes schmückt. In den folgenden Jahrhunderten besuchten jährlich wohl an die 49 Prozessionen und mehr als 50 000 Pilger innerhalb von elf Tagen Nievenheim. Sie alle kamen und viele kommen auch heute noch, um den göttlichen Salvator zu preisen, zu ehren und ihm zu danken und um in seiner Nähe Trost, Hilfe und Kraft zu finden für Leib und Seele, für sich und für die Mitmenschen. Die Salvatorstatue über dem Hochaltar stand einst in der ehemaligen katholischen Stadtkirche, der Salvatorkirche zu Duisburg. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde das Bildnis schon in der Stadtchronik erwähnt. Jedes Jahr, am Fronleichnamstag, trugen die Gläubigen das Gnadenbild in einer großen Prozession durch die Straßen der Stadt. Bei einer dieser Prozessionen geschah das erste Wunder, die Heilung eines Mannes, der vom bösen Geist besessen war. Die Salvatorfigur zählte bald neben der „Kranenburger Muttergottes“ zu dem am häufigsten besuchten wundertätigen Bildnissen am Niederrhein. Als jedoch die Reformation in Duisburg eingeführt wurde und sich immer mehr Einwohner von den lutherischen Ideen überzeugen ließen, konnte sich die Stadtkirche nicht länger dem Drängen des Magistrats widersetzen und wurde protestantisch. Nun konnten die Duisburger Reformatoren das Salvatorbildnis aus der Kirche schaffen, das ihnen schon lange ein Dorn im Auge war Der Überlieferung nach brachte dann ein treuer Duisburger Katholik die Figur 1557 nach Nievenheim. Man stellte sie zur Verehrung in die alte achteckige Kapelle auf dem Kirchplatz. 100 Jahre vergingen, bis sie 1660 auf dem Hochaltar der Pfarrkirche ihren Platz erhielt. Um das Jahr 1589, so wird berichtet, nahm der Zustrom der Pilger erheblich zu. Das dem katholischen Glauben treugebliebene Volk strömte in der Fronleichnamszeit aus nah und fern herbei. Hieraus entwickelte sich die noch heute bestehende Festoktav im Anschluß an das Fronleichnamsfest.

Wir verwenden Cookies. Mit der weiteren Nutzung unserer Seite stimmen Sie dem zu. Details und Widerspruchsmöglichkeiten finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.
Nutzung von Angeboten Dritter

Diese Website nutzt zur Darstellung von Radwege-Karten Open Street Maps und Gravitystorm, zur Darstellung von Landschaft und Satellitenfotos Mapbox.
Videos im Blog stammen entweder von dieser Website oder medien-tube.de.

Hierbei baut Ihr Browser eine Verbindung zu den Servern des Drittanbieters auf, wodurch automatisch Ihre IP-Adresse sowie Informationen über Ihren Browser, Betriebssystem, Datum/Uhrzeit und die Adresse unserer Website an diese übermittelt werden können.

Tracking-Cookie von Matomo

Matomo wird DSGVO-konform eingesetzt, da es Daten nur innerhalb dieser Website erhebt und verarbeitet. Es dient nicht-personenbezogener Verfolgung der Benutzerinteraktion.