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Niederrhein Nievenheim

KircheNievenheim St Pankratius

Hl. Salvator Mundi.
Der göttlichen Salvator verspricht Trost, Hilfe und Kraft zu finden für Leib und Seele, für sich und für die Mitmenschen.

Kontakt
Conrad-Schlaun-Straße 5
41542 Dormagen-Nievenheim

Tel. 02133 90062

st-pankratius[æt]dormagen-nord.de

Foto 1
Salvatoraltar Dormagen-Nievenheim

Die Pfarrkirche St. Pankratius stammt, so wie sie heute dort steht, im Wesentlichen aus dem 18. Jahrhundert. Die alten, romanischen Pilaster unter den Turmgeschossen verweisen aber auf einen Vorgängerbau aus dem 12. Jahrhundert. Im Verlauf der insgesamt 1200-jährigen dokumentierten Geschichte Nievenheims standen an diesem Ort bereits drei Kirchenbauten. 1990 haben das archäologische Grabungen bestätigt.

Um das Jahr 1667 wütete in der Umgebung von Nievenheim die Pest. Nachdem die Gläubigen zum göttlichen Salvator flehten und ihm eine silberne Krone gelobten, blieben sie drei Jahre von der furchtbaren Seuche verschont. Aus Dankbarkeit ließen sie eine silberne Krone anfertigen, die heute noch das Haupt des wundertätigen Salvatorbildes schmückt. In den folgenden Jahrhunderten besuchten jährlich wohl an die 49 Prozessionen und mehr als 50 000 Pilger innerhalb von elf Tagen Nievenheim. Sie alle kamen und viele kommen auch heute noch in der sogenannten Salvator-Oktav rund um die Fronleichnam, um den göttlichen Salvator zu preisen, zu ehren und ihm zu danken. Die Salvatorstatue über dem Hochaltar stand einst in der ehemaligen katholischen Stadtkirche, der Salvatorkirche zu Duisburg. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde das Bildnis schon in der Stadtchronik erwähnt. Jedes Jahr, am Fronleichnamstag, trugen die Gläubigen das Gnadenbild in einer großen Prozession durch die Straßen der Stadt. Bei einer dieser Prozessionen geschah das erste Wunder, die Heilung eines Mannes, der vom bösen Geist besessen war. Der Überlieferung nach brachte dann ein treuer Duisburger Katholik die Figur 1557 nach Nievenheim. Man stellte sie zur Verehrung in die alte achteckige Kapelle auf dem Kirchplatz. 100 Jahre vergingen, bis sie 1660 auf dem Hochaltar der Pfarrkirche ihren Platz erhielt.

Wenn die Kirche auch das alte Patrozinium St. Pankratius behielt, so stand von nun an die Salvatorverehrung im Mittelpunkt. Der Architekt Conrad Schlaun baute 1743 die neue Kirche, für die Kurfürst Clemens August den Hochaltar stiftete, dessen zeltartiger Baldachin heute noch das Gnadenbild umrahmt.
In den Jahren 1869 bis 1870 wurde der Innenraum der Kirche neuromanisch umgestaltet, unter anderem die Säulen, die Fenster, die Altarmensen, das Expositionstabernakel und die Beichtstühle. Unter der Hochaltarmensa sind die vier Propheten Jeremia, Jesaja, Elias und Daniel dargestellt, die auf Jesus verweisen.

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