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Rheinschiene Brauweiler

KircheAbteikirche Brauweiler

Heilige Lanze.
Zu den Reliqien zählt ein Teil der Heiligen Lanze des römischen Offiziers Gaius Cassius

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Ehrenfriedstraße 19,
50259 Pulheim

Foto 1

Brauweiler mit seiner früheren Benediktinerabtei führt uns in die große Zeit der Sachsenkaiser. Manche Deuter des Namens bringen diesen mit Bruno, dem jüngsten Bruder Kaiser Ottos I. in Verbindung. Die Benediktinerabtei wurde 1024 durch den in der Kölner Kirchengeschichte so bekannten Pfalzgrafen Ezzo und dessen Gemahlin Mathilde, der Tochter Kaiser Ottos II., gegründet. Schon in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens trat die Abtei in enge Beziehungen zu dem bei Krakau gelegenen Kloster Tyniec. Von der großen Bedeutung, die Brauweiler in den fast 800 Jahren bis zu seiner Aufhebung 1802 gehabt hat, zeugen heute noch die Bauten, besonders die Abteikirche mit ihren sechs Türmen. Der Kapitelsaal mit seinen aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert stammenden Malereien hat internationale Bedeutung. Die Abtei hatte nicht nur als Kulturzentrum, sondern auch als Wallfahrtsort durch die Jahrhunderte überregionale Geltung.

Im Mittelpunkt der Verehrung standen die heilige Lanze, der Pfarrpatron St. Nikolaus und der heilige Donatus. Hierzu teilte Dr. Fritz Levacher, der sich besonders mit der Geschichte der Pfarre und ihrer kirchlichen Bräuche befasst hat, am 22. 2. 1988 über die Festfeier der Heiligen Lanze folgendes mit: „Nach einer von der Kirche nicht bestätigten Überlieferung soll die heilige Lanze jener Speer sein, mit dem der römische Offizier Gaius Cassius, bekannt unter dem Namen Longinus, die Seite Christi am Kreuz öffnete. Die Lanze wird heute in Wien aufbewahrt. Sie ist in der Mitte gespalten. In diesem freien Mittelteil ist ein Nagel vom Kreuz Christi eingebunden, den die heilige Helena aus dem Heiligen Land heimbrachte. Von diesem Nagel besitzt Brauweiler ein Stück. Es soll über Kaiser Heinrich II. zu Mathilde gelangt sein. Mathilde schenkte diese Reliquie ihrer Stiftung, dem Kloster Brauweiler.

Die Bezeichnungen Lanze und Nagel sind im Laufe der Zeit ineinander übergegangen, so dass man heute in Brauweiler die Nagelreliquie „hl. Lanze" nennt und sie in einem lanzenförmigen Reliquiar aufbewahrt. Die Verehrung der Brauweiler Lanzen-(Nagel)-Reliquie verlief ähnlich, wie bei der heiligen Lanze. Im Jahr 1354 erbat Kaiser Karl IV von Papst Innocenz VI. das Lanzenfest. Dietrich II. von Moers führte es wegen der Brauweiler Reliquie und zur Unterdrückung der hussitischen Sektierer in der Erzdiözese Köln ein. An diesem Fest, 14 Tage nach Karfreitag, wurde die Reliquie gezeigt und mit ihr der Segen erteilt. Im Verkündigungsbuch der Pfarre wird zum Beispiel hierauf für die Woche vom 20. bis 26. 4. 1952 hingewiesen.

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