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Rheinschiene Köln Mitte

KircheSt. Kunibert

Hl. Märtyrerbrüder Ewaldi.
St. Kunibert, erbaut von 1215 bis 1247

Kontakt
Pfarramt St. Kunibert

Kunibertsklostergasse 2
50668 Köln
Telefon: 0221 12 12 14
E-Mail: pfarrbuero[æt]st-kunibert-koeln.de

Foto 1
St. Kunibert
Foto: Dr. Jakob Schlafke

Als letzte der großen romanischen Kirchen Kölns wurde von 1215 bis 1247 St. Kunibert erbaut. Sie steht an der Wende zur Gotik, die im 1248 begonnenen Dom die höchste Vollendung fand. Seine Geschichte reicht weit zurück: 663 wird hier der hl. Bischof Kunibert bestattet. Die von ihm gegründete Kirche trug damals den Namen St. Clemens. 687 wurden hier die beiden angelsächsischen Missionare, die Brüder Ewald, beigesetzt. Im 9 Jahrhundert wird es als Stiftskirche erwähnt. Das Stift hat bis zur Aufhebung durch Napoleon 1802 bestanden. Durch die Romzüge der Ottonen war eine neue Begegnung mit den ehrwürdigen Stätten dort möglich. Reliquien der Heiligen waren Zeichen der Verbundenheit mit ihnen und der Gesamtkirche. Als Freunde Gottes, die durch Wunder bestätigt waren, wurden sie als Wegweiser und Fürbitter in den verschiedensten Anliegen verehrt und angerufen Über diese örtliche Verehrung hat die Kirche immer streng gewacht. Heiligsprechungen erfolgten meist nach sorgfältiger Prüfung auf größeren Synoden. Die erste päpstliche Heiligsprechung eines Nicht-Märtyrers war die des Bischofs Ulrich von Augsburg (993), der in der Zeit der Ungarneinfälle (955) eine so bedeutende Rolle gespielt hatte. Die Kanonisierung, d. h. die Aufnahme in das Verzeichnis der in einem Land, Bistum oder Orden bestätigten Märtyrer oder Bekenner, wurde erst 1234 ausschließlich dem Papst reserviert und an ein sehr scharfes und langwieriges Prüfungsverfahren gebunden. Damals kam das Wort auf »Zur Ehre der Altäre erheben«. Die Leiber der Heiligen wurden aus ihren Grüften erhoben und in oder auch auf dem Altar beigesetzt. Um dies in gebührender Ehrerbietung zu vollziehen barg man sie in kostbare Schreine oder Reliquiare.

Foto 2
St. Kunibert, Reliquiare (um 1220)
Foto: Dr. Jakob Schlafke

Die bedeutendsten Meister der Goldschmiedekunst schufen so in den ersten Jahrhunderten des neuen Jahrtausends ihre wertvollen Werke. An ihnen sehen wir auch, welcher Reichtum an edlen Metallen und Steinen durch die wachsenden Beziehungen von Abendland und Morgenland nach Köln strömte. Die meisten großen Kölner Kirchen hatten solche kostbare Reliquiare, angefangen mit dem Schrein des hl. Severin. In St. Kunibert gab es die Schreine des hl. Kunibert (1168) sowie der Märtyrerbrüder Ewald. Von den bedeutenden Kunstwerken der verschiedenen Jahrhunderte seien hervorgehoben die um 1230 entstandenen Fenster. Sie bedeuten einen Höhepunkt der spätromanischen Glasmalerei in Deutschland von der uns, wegen der Zerbrechlichkeit des Materials, nur sehr wenige Zeugnisse erhalten sind.

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