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Rheinschiene Innenstadt

KircheMaria in der Kupfergasse

Maria Hilf, bis 5. Jh.
Die Schwarze Muttergottes in der Kupfergasse gehört zu den bedeutendsten Gebetsstätten im Erzbistum Köln.

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St. Maria in der Kupfergasse
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E-Mail: kkg-kupfergasse[æt]netcologne.de

Foto 1

Die Schwarze Muttergottes in der Kupfergasse gehört zu den bedeutendsten Gebetsstätten im Erzbistum Köln. Generalvikar Josef Teusch, der von 1932 bis 1934 Kaplan in der Nachbarpfarre St. Kolumba war und sich auch später als Domvikar der Seelsorge in der Kupfergasse eng verbunden fühlte, nannte diese einmal die nach dem Dom größte Wallfahrtskirche der Erzdiözese. Vor dem Krieg seien täglich durchschnittlich 3000 Beter zu dem Gnadenbild gekommen.
Die Geschichte beginnt im Dreißigjährigen Krieg. 1630 wurde die Priorin Anna von Jesus mit fünf Karmelitinnen aus edelstem holländischem Geschlecht wegen der Religionswirren des Dreißigjährigen Krieges aus ihrer Heimat vertrieben und suchte Zuflucht in der katholischen Freien Reichsstadt Köln. 1635 konnten sie anläßlich des Klostereintritts einer Tochter der Familie von Binsfeld von dieser den Neuenahrer Hof in der Kupfergasse erwerben. 1660 begannen sie mit dem Bau ihres Klosters. Nach anfänglichen Schwierigkeiten waren sie von der Bevölkerung freundlich aufgenommen worden und die Zahl der Ordensfrauen stieg bald auf zwanzig an. 1639 sandte Papst Urban VIII. Fabio Chigi als päpstlichen Nuntius nach Köln. Er unterstützte das Kloster in seiner Armut durch reiche Gaben und besonders durch Förderung des Ordensgeistes. Wiederholt hielt er den Schwestern Exerzitien im Geiste des hl. Ignatius und auch des hl. Franz von Sales. Auch nach seiner Berufung nach Rom und Ernennung zum Kardinalstaatssekretär im Jahr 1651 blieb er dem Kloster verbunden. Das änderte sich auch nicht, als er im Jahr 1655 unter dem Namen Alexander VII. den päpstlichen Stuhl bestieg. 1660 konnten die Schwestern mit dem Bau des neuen Klosters beginnen. Als Papst Alexander VII. am 22. Mai 1676 die Augen schloß, war dieses bereits ein Jahr vollendet.
In das Jahr 1675 fiel noch ein anderes bedeutendes Ereignis: Der Bürgermeister Jacob Wissius suchte die Priorin auf und teilte ihr mit, er wolle im Auftrage eines gewissen Herrn, der nicht genannt werden wolle, eine lauretanische Kapelle bauen. Dieser habe eine Wallfahrt nach Loreto gelobt, könne sie aber nicht durchführen und fühle sich deshalb verpflichtet, eine lauretanische Kapelle in Köln zu bauen. Freudig ging die Priorin darauf ein und am 8. September 1675 konnte der Generalvikar und Weihbischof Paulus Außemius diese feierlich einweihen.
Diese Kapelle in der Kupfergasse wurde eine Lieblingsstätte der Kölner und der Bewohner der weiteren Umgebung, die ihre Anliegen vertrauensvoll der Schwarzen Muttergottes vortrugen. Zahlreiche Opfergaben zeugen von Gebetserhörung und Dankbarkeit. Am 8. Dezember 1675 ließ Kurfürst Maximilian Heinrich das Bild der Gottesmutter durch seinen Generalvikar Außemius mit einer kostbaren goldenen Kette schmücken. Das Volk verehrte seine Schwarze Muttergottes als Mutter der Barmherzigkeit. Wegen des großen Zustroms mußte um die Kapelle eine geräumige Kirche erbaut werden. Am 8. Dezember 1715 konnte Erzbischof Joseph Clemens sie feierlich zu Ehren des hl. Josef weihen. 1802 hob der französische Kommissar das Kloster auf. Bischof Berdolet von Aachen rettete die Kirche dadurch, daß er die Pfarre Kolumba teilte und die Klosterkirche mit der Gnadenkapelle zur Pfarrkirche erhob. So blieb sie der beliebte Gebetsmittelpunkt Kölns, bis sie
1942 in der Bombennacht zum 31. Mai zerstört wurde. Kirche und alle zur Pfarre gehörenden Gebäude brannten mit dem ganzen Inventar aus. Nur das Sanctissimum und das Gnadenbild blieben erhalten. Im letzten Kriegsjahr 1945 wurde auch die barocke Giebelwand fast ganz zerstört.
Nach dem Krieg begann man schon bald mit dem Wiederaufbau der beliebten Kirche, die bis 1950 mit einer Holzdecke und einem flachgeneigten Walmdach geschlossen wurde. Es dauerte bis 1962, bis das Natursteingesims, das hohe Satteldach und der Dachreiter wiederhergestellt wurden. 1963 bis 1964 entstanden der Giebel und das Gewölbe neu. 1965 begann die Restauration des Inneren und der Gnadenkapelle.
Inzwischen ist die Schwarze Mutter Gottes wieder ein Mittelpunkt des religiösen Lebens in Köln. Zu je der Tagesstunde knien Beter in der Kapelle, die in ihrer Form an das Häuschen der heiligen Familie in Nazareth erinnert. Zu den Gottesdiensten faßt die Kirche kaum die große Zahl der Beter, so daß zur Gartenseite eine weitere Halle angefügt werden mußte.
Im heiligen Jahr 1925 krönte Kardinal Karl Joseph Schulte am 7. Juni das in den Dom überführte Gnadenbild mit einer Miniatur der Papstkrone Papst Pius XI. , die dieser der „Schwarzen Mutter Gottes" geschenkt hatte. Auch heute noch trägt Maria unter dem Kranz von zwölf Sternen diese dreifache Krone als Mutter der Barmherzigkeit.
Hauptfestzeit ist die Woche um den 8. September, den Weihetag der Kapelle und der Kirche. Dann wird das Gnadenbild in feierlicher Lichterprozession durch die Straßen getragen und eine große Gemeinde begleitet mit brennenden Kerzen in den Händen ihre Mutter der Barmherzigkeit. Wie seit drei Jahrhunderten beten sie:
„Breite weit aus den Mantel deines mächtigen Schutzes und decke damit, du Gnadenvolle, alle, die hier zu dir Ihre Zuflucht nehmen. Sei du den Betrübten Trost, den Kranken Heil, den Sündern Zuflucht und Hilfe allen Christen.

Gebet

Gruß dir, Mutter, in Gottes Herrlichkeit, Mutter Gottes, Mutter der Christenheit, Stern der Hoffnung und Quell der Seligkeit. Gruß dir, Mutter, reich an Barmherzigkeit, o Maria. Du, Maria bist Gottes treue Magd, hast auf sein Wort im Glauben Ja gesagt. Selig bist du, weil du ihm ganz vertraut, du Magd des Herrn, du Mutter und du Braut, o Maria.
Gruß dir, Jungfrau, du Gottes heilges Zelt. In deinem Schoß barg sich der Herr der Welt, der herrscht zur Rechten auf des Vaters Thron, der Schöpfung Herr und König ward dein Sohn, o Maria.
Hilf, o Mutter, Zuflucht allem Leid, sei unser frost und Quell der Fröhlichkeit. Auf Gottes Wort Iaß gläubig uns vertraun, bis wir mit dir den Herrn im Lichte schaun, o Maria.
Gott der Vater schuf dich nach seinem Plan. Es nahm der Sohn aus dir die Menschheit an. Die Kraft des Geistes hat dich ganz erfüllt, die Liebe Gottes ist in dir enthüllt, o Maria.

"Nach „Salve, mater misericordiae" 14. Jh., Übertragung Josef Klein"

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