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KapelleSendschotten

Mutter Gottes.
Die Madonnen Statue stammt aus dem Jahr 1684.

Foto 1
St. Michael Sendschotten
Foto: MR731992 / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)

Das kleine Dorf Sendschotten gehört heute zu der Erzdiözese Paderborn. Die Madonnen-Statue, die hier verehrt wird wurde nach Aussage von Pfarrer Kohl aus Belmicke 1684 in die dortige Kapelle gebracht. lm selben Jahr hatte die Kirchengemeinde Drolshagen diese errichtet und dem heiligen Erzengel Michael geweiht. Schon bald wurde die Kapelle in Sendschotten zu einem Wallfahrtsort zu Ehren der Gottesmutter. Die Nachforschungen des Pfarrer Kohl (1920-1928 Pfarrer in Belmicke) ergaben, dass die Marien-Statue im 13. Jahrhundert von der Laurentius-Kirche in Köln der Wiedenester Kirche zum Geschenk gemacht wurde etwa um das Jahr 1200 war die Kirche in Wiedenest von der alten Gummersbacher Kirchengemeinde als Filialkirche errichtet worden. Zwischen 1570 und 1580 wurde in Wiedenest die Reformation eingeführt, und die evangelische Gemeinde wusste mit der Madonnenstatue nicht viel anzufangen. So habe sie längere Zeit in einem stillen Winkel der Kirche gestanden. Wiedenest gehörte zur Zeit der Reformation zur Pfarrgemeinde St. Anna in Belmicke. Heimlich holten Belmicker Bauern die Madonna aus der Wiedenester Kirche und brachten sie in die oben erwähnte Kapelle in Sendschotten. Von dieser Zeit an ist es üblich, dass einmal im Jahr, zum Fest Mariä Heimsuchung am 2. Juli Pilger von Belmicke nach Sendschotten wallfahrten. Hier wird in einer Prozession, die 2 bis 2,5 Stunden dauert und „Der große Umgang“ genannt wird, die Marien-Statue mitgeführt. Der große Umgang beginnt morgens um 6.00 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Sendschottener Kapelle, zu dem auch die Nachbargemeinden regelmäßig kommen. Auch die Kirchengemeinde St. Franziskus in Gummersbach wallfahrtet einmal im Jahr nach Sendschotten, meist in der Woche, in der das Fest des heiligen Michael gefeiert wird. Die Wallfahrt geht auf ein Gelöbnis der Frauen dieser Pfarrgemeinde zurück. In den letzten Kriegsjahren haben sie versprochen, jedes Jahr zum St.-Michaels-Tag oder in der Woche des Michaelsfestes nach Sendschotten zu pilgern in dem Anliegen, dass die Stadt Gummersbach vor den Verwüstungen des Krieges verschont bleibe. Die Stadt ist verschont geblieben und zum Dank dafür wird diese Wallfahrt auch heute noch jährlich Ende September durchgeführt.

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