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KapelleSendschotten

Mutter Gottes.
Die Madonnen Statue stammt aus dem Jahr 1684.

Kontakt
Kath. Kirchengemeinde
St. Clemens Drolshagen
Kirchplatz 5
57489 Drolshagen

Tel. 02761 71124

Foto 1
St. Michael Sendschotten
Foto: MR731992 / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)

Das kleine Dorf Sendschotten gehört heute zu der Erzdiözese Paderborn. Die Madonnen-Statue, die hier verehrt wird wurde nach Aussage von Pfarrer Kohl aus Belmicke 1684 in die dortige Kapelle gebracht. lm selben Jahr hatte die Kirchengemeinde Drolshagen diese errichtet und dem heiligen Erzengel Michael geweiht. Schon bald wurde die Kapelle in Sendschotten zu einem Wallfahrtsort zu Ehren der Gottesmutter. Bereits im 13. Wurde die Marien-Statue von der Laurentius-Kirche in Köln der Wiedenester Kirche zum Geschenk gemacht. Etwa um das Jahr 1200 wurde die Kirche in Wiedenest von der alten Gummersbacher Kirchengemeinde als Filialkirche errichtet. Während der Reformation wusste die evangelische Gemeinde mit der Madonnenstatue nicht viel anzufangen. So hat sie längere Zeit in einem stillen Winkel der Kirche gestanden. Wiedenest gehörte zur Zeit der Reformation zur Pfarrgemeinde St. Anna in Belmicke. Heimlich holten Belmicker Bauern die Madonna aus der Wiedenester Kirche und brachten sie in die oben erwähnte Kapelle in Sendschotten. Von dieser Zeit an ist es Tradition, dass einmal im Jahr, zum Fest Mariä Heimsuchung am 2. Juli Pilgerinnen und Pilger von Belmicke nach Sendschotten wallfahrten. Hier wird in einer rund zweistündigen Prozession, die „der große Umgang“ genannt wird, die Marien-Statue mitgeführt. Der große Umgang beginnt morgens um 6.00 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Sendschottener Kapelle, zu dem auch die Nachbargemeinden regelmäßig kommen. Auch die Kirchengemeinde St. Franziskus in Gummersbach wallfahrtet einmal im Jahr nach Sendschotten, meist in der Woche, in der das Fest des heiligen Michael gefeiert wird. Die Wallfahrt geht auf ein Gelöbnis der Frauen dieser Pfarrgemeinde zurück. In den letzten Kriegsjahren haben sie versprochen, jedes Jahr am Michaels-Tag oder in der Woche des Michaelsfestes nach Sendschotten zu pilgern, um dafür zu beten, dass die Stadt Gummersbach vor den Verwüstungen des Krieges verschont bleibe. Die Stadt ist verschont geblieben und zum Dank dafür wird diese Wallfahrt auch heute noch jährlich Ende September durchgeführt.

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