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Unbefleckte Empfängnis.
St. Cäcilia - Schwarze Muttergottes, Abbild Marias, Sie hat eine einzigartige Stellung im Heilsplan Gottes.

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Pastoralbüro KGV Benrath-Urdenbach
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Am 28. Juli 1977 schrieb der Kölner Erzbischof Kardinal Joseph Höffner in seinem Grußwort zum 300jährigen Jubiläum der Wallfahrt zur Schwarzen Muttergottes von Benrath: „Liebe Wallfahrer, liebe Gemeinde zur heiligen Cäcilia! An der Freude über das 300jährige Jubiläum der Wallfahrt zur Schwarzen Muttergottes von Benrath nehme ich als Bischof herzlich Anteil. Als Herzog Philipp Wilhelm im Jahr 1677 zu Ehren der Mutter des Herrn eine Kapelle durch den Kölner Weihbischof Paulus Außemius unter dem Titel Mariä Heimsuchung feierlich konsekrieren und mit einer Nachbildung des Gnadenbildes von Maria Einsiedeln in der Schweiz ausstatten ließ, konnte er wohl kaum ahnen, daß er damit für ein Jahrhundert eine der blühendsten Stätten der Verehrung Mariens geschaffen hatte. Die eifrigste Wallfahrts- und Seelsorgetätigkeit der bald nach Benrath gerufenen Kapuzinerpatres fand bei den Menschen ihre dankbare Anerkennung vor allem darin, daß man vom „rheinischen Einsiedeln“ sprach. Wenn auch die Kapelle Mariä Heimsuchung die Zeit nicht überstanden hat, so konnte doch das Gnadenbild selbst gerettet werden. Als in der Zeit nach der Französischen Revolution die Kapuzinerpatres aus dem Land gewiesen wurden und das Gnadenbild von ihnen für einige Zeit vergraben werden mußte, war unsicher, ob jemals wieder Menschen zur Schwarzen Muttergottes von Benrath pilgern würden. Aber wie die Akten ausweisen, wurde bereits im Jahre 1821 das Gnadenbild in die neuerbaute Pfarrkirche von Benrath übertragen und zu Beginn dieses Jahrhunderts in Ihrer jetzigen Kirche in einer eigens dafür gebauten Kapelle aufgestellt. Tag für Tag besuchen auch heute noch zahlreiche Menschen die Kapelle in Ihrer Pfarrkirche, um vor dem Gnadenbild die Mutter unseres Herrn um ihre Fürsprache bei ihrem göttlichen Sohn zu bitten. Den höchsten Auftrag, den Gott je einem Menschen erteilt hat, empfing die Jungfrau Maria. Sie hat deshalb eine einzigartige Stellung im Heilsplan Gottes. Gerade darum ehren wir Maria in der Ordnung der Gnade als Mutter. In Maria findet die Kirche sich selbst wieder: in ihrem Glauben, in ihrer Hoffnung, in ihrer Liebe... Bewahren Sie sich, liebe Pilger und liebe Pfarrgemeinde, die Liebe und Treue zur Mutter unseres Herrn und zu seiner Kirche, zur Gemeinschaft der Erlösten, zum pilgernden Gottesvolk. Die Kirche, das sind wir alle. Maria aber, die Mutter der Kirche, ist unsere „Fürsprecherin“, unsere „Helferin“. Ihrer Fürsprache empfehlen wir auch unsere Zeit.“ Die Geschichte der Wallfahrt beginnt in der Zeit der großen Glaubensnot des 17. Jahrhunderts. Es wird erzählt: Herzog Philipp Wilhelm und seine Frau Elisabeth Amalie Magdalene hörten, wie die Leute von einer Lichterscheinung im Wald von Benrath, unweit ihres neuen Schlosses, erzählten. Sie suchten den Ort auf und erlebten dort eine Lichterscheinung und hörten dabei einen nicht erklärbaren Gesang. Darauf beschlossen sie, der Gottesmutter an dieser Stelle ein Heiligtum zu errichten. Da der Herzog Wallfahrtsorte und besonders Einsiedeln in der Schweiz liebte, ließ er für die Benrather Kapelle eine Kopie des dortigen Gnadenbildes anfertigen. Am 23. Mai 1677 konnte Weihbischof Paulus Außemius diese einweihen. Die Betreuung der Kapelle übernahm der Priester Wachtschütz. Die erste Wallfahrtsprozession fand auf Wunsch des Pfalzgrafenpaares am Fest Mariä Heimsuchung, am 2. 7. 1677, statt. Sie wurde von den Kapuzinerpatres an der Flingerner Straße geführt. An die 5000 Menschen sollen teilgenommen haben. Im nächsten Jahr ging die Prozession von St. Lambertus aus. Die Wallfahrt galt von Anfang an der Verehrung Mariens als Auxilium Christianorum, der Hilfe der Christen. Wie der Kapuziner-Chronist berichtet, nahm die Zahl der Wallfahrten seit 1678 zu und wurde außer am Patronatsfest, dem 2. Juli, auch an anderen Marienfesten, besonders an Mariä Geburt (8. September) und in der Oktav gehalten. Prozessionen kamen von Gerresheim, Hilden, Erkrath, Richrath, Monheim, Reusrath, also vorwiegend von Orten, die weitgehend reformiert waren. Auch von Opladen und Baumberg sind Prozessionen bis ins 19. Jahrhundert bekannt. Weil der Zustrom der Pilger immer größer wurde, übernahmen die Kapuziner am 1. Juli 1682 die Betreuung der Wallfahrt und die damit verbundene Seelsorge in dem umliegenden Gebiet. Die Französische Revolution machte ihrem segensreichen Wirken ein jähes Ende. Heute wird das Gnadenbild, das 1923 in der zur Wallfahrtsstätte gestalteten Taufkapelle den Krieg überdauerte, von vielen Besuchern verehrt. Nach dem Brandanschlag im Jahr 1974 wurde es in einem von Klaus Balke künstlerisch gestalteten Gehäuse würdig gesichert. Höhepunkt der Verehrung ist heute die Festoktav um das Rosenkranzfest im Oktober, bei der das Gnadenbild im Chor der Kirche ausgestellt und zum Abschluß in großer Lichterprozession durch den Benrather Schloßpark zur Kirche zurückgeführt wird.

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